Zu viel Salz - Ihr Herz muss darunter leiden

Zu viel Salz - Ihr Herz muss darunter leiden

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Salz ist lebenswichtig, und war in früheren Zeiten die Quelle grossen Reichtums. Heute ist es billig und überall in jeder Menge zu kaufen. Wir würzen damit unsere Speisen, Salate und unser Brot. Denn Salz gibt sehr vielen Nahrungsmitteln erst einen guten Geschmack. Aber es ist mit dem Salz wie mit vielen Nahrungsmitteln: Die Menge macht das Gift.  Und zu viel Salz ist äusserst ungesund.

Es schädigt die Nierenfunktion, vor allem aber das Herz. Unter einem zu hohen Salzkonsum muss das Herz leiden, denn es besteht dann ein doppelt so hohes Risiko an einer schweren Herzinsuffizienz zu erkranken wie bei sparsamem Salzgebrauch. Deshalb gilt das Motto: Sparen Sie am Salz, damit Ihr Herz gesund bleibt.

Salzkonsum kann zu Sucht werden

Es ist ein weltweites Problem. Eine Studie der Harvard School of Public Health hat nachgewiesen: Rund 99,2 Prozent der Weltbevölkerung nehmen mehr als die empfohlene Tagesmenge an Natriumchlorid – also Kochsalz – zu sich. Das führt nach Ansicht der Forscher zu rund 2.65 Millionen Todesfällen. Allein in Deutschland sind es 21 000 Menschen im Jahr. Pro Tag verzehrt jeder Deutsche rund neun Gramm Salz (Babies, Kinder, Kranke und alte Menschen eingeschlossen). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Salzaufnahme von höchstens fünf Gramm, die tatsächlich notwendige Salzmenge liegt bei nur zwei Gramm. Wir liegen also weit über dieser Empfehlung. In manchen Ländern Asiens liegt der Durchschnittsverbrauch sogar bei 5.5 Gramm. Sie sollten also die Verwendung von Salz im täglichen Gebrauch einschränken. Das ist schwierig, weil für viele der Griff zum Salzstreuer schon automatisch geschieht. Der Grund: Salz ist ein Geschmacksverstärker - kann also auch süchtig machen. Die Nahrungsmittelindustrie hat das schon längst erkannt und "übersalzt" konsequent ihre Produkte. Deshalb ist es auch oft so schwer, die Schale mit den gesalzenen Chips oder Erdnüssen  n i c h t  leer zu essen.

Salz steigert das Risiko für Herzschwäche um das Doppelte

Ein zu hoher Salzkonsum hat für unseren gesamten Organismus schwerwiegende Folgen. In einer Studie des finnischen  National Institute for Health and Welfare wurden über 4 000 Teilnehmer über 12 Jahre beobachtet. Die Teilnehmer der Gruppe, die doppelt so viel Salz zu sich nahm wie andere Studienteilnehmer hatten ein doppelt so hohes Risiko eine gravierende Herzschwäche zu entwickeln. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie gehrt davon aus, dass in Deutschland 1.8 Millionen Menschen an einer chronischen Herzinsuffizienz leiden und jedes Jahr 200 bis 300 000 Patienten neu dazu kommen. Eine Herzschwäche bedeutet grosse Einschränkungen der Lebensqualität: Hoher Verlust an Leistungsfähigkeit, schwere Luftnot sowohl bei Belastung wie auch im Ruhezustand. Ein steigendes Risiko für einen Schlaganfall. Ein ständiger zu hoher Salzverbrauch schädigt die Nieren. es kann dadurch zu Ödemen kommen. Zu viel Salz treibt den Blutdruck nach oben.

Unsere Lebensmittel sind voll von verstecktem Salz

Den Salzverbrauch zu kontrollieren ist ziemlich schwierig. Denn in sehr vielen Lebensmitteln stecken versteckte Salze. Das gilt für Wurst, gepökelte Fleisch und auch bestimmte Käsesorten die sehr salzhaltig sind. Mit Sicherheit zu viel Salz enthalten Fertigprodukte und Lebensmitteln aus Konservendosen. Deshalb sollten Sie immer wieder zu frischen Kartoffeln (ja keine Chips) Nudeln, Reis und Haferflocken greifen. Gut und salzfrei ist natürlich auch Obst, Gemüse (auch tief gekühltes), Magerquark und Joghurt. Hier finden Sie Ratschläge, wie Sie den Salzverbrauch bei Ihrer täglichen Ernährung senken können:

  • Es ist schon sehr hilfreich, wenn Sie wasserarme Garmethoden  (dämpfen, blanchieren) bevorzugen. Das erhält den Eigengeschmack der Lebensmittel, Sie können sich das Salzen sparen.
  • Würzen Sie nicht vor dem Grillen, Braten oder Kochen. Sondern erst dann, wenn Sie das Gericht fertig vor sich haben.
  • Würzen Sie das Essen erst einmal mit Kräutern. Wenn Ihnen das nicht genügt, dann können Sie immer noch zum Salz greifen.
  • Bei den meisten pflanzlichen Lebensmitteln brauchen Sie nicht zu salzen, bei den tierischen schon eher. Also: Weniger Fleisch auf den Tisch. Das ist sowieso gesünder.