Zahnstein regelmäßig entfernen lassen

Zahnstein regelmäßig entfernen lassen

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Er sieht hässlich aus, und er "erwürgt" die Zähne: Der Zahnstein. Vor allem aber ist er gefährlicher, als viele Menschen denken. Wird Zahnstein nicht behandelt und regelmässig entfernt, dann führt er zu Paradontitis und zum Zahnausfall. Wie Sie Zahnstein verhindern können, wie Sie Ihre Zähne pflegen müssen, warum Sie zweimal im Jahr zur professionellen Zahnpflege gehen sollten.

Zahnstein ist gefährlicher als Sie denken

Gesunde Zähne sind ein echter Blickfang und zugleich auch eine Garantie für eine überaus positive Ausstrahlung. Manche Zahnärzte sagen: " Gesunde Zähne sind die beste Visitenkarte des Menschen!" Viele denken nun: Es genügt, wenn man sich jeden Morgen die Zähne putzt. Das ist aber noch lange nicht alles, was wir tun müssen, um schöne, gesunde Zähne zeigen zu können.

Sicher haben Sie das auch schon erlebt: Man blickt morgens beim Zähneputzen in den Spiegel und sieht, was man mit der Zunge schon längst ertastet hat: An etlichen Zähnen haftet Zahnstein. Man nimmt sich vor, zum Zahnarzt zu gehen. Doch man schiebt es immer wieder auf. Denn im Grunde genommen nimmt man den Zahnstein nicht so ernst. Das sollte man aber. Zahnstein ist gefährlicher, als viele denken.

Bevor es in unserem Mund zum Zahnstein kommt, bildet sich einige Stunden nach dem Essen, aber auch nach dem Zähneputzen in einem sauberen Mund an den Zähnen eine zähflüssige, klebrige Maße. Diesen Belag nennt man die Plaque. Sie ist das Ergebnis eines regen Stoffwechsels im Mund. Sie wird von Bakterien gebildet: gemeinsam mit Nahrungsresten, mit Zucker und Stärke, aber auch mit Mineralien im Speichel und mit Schuppen aus der Schleimhaut. Auch wenn wir abends eifrig die Zähne putzen: Morgens haben wir bereits wieder einen Plaque-Belag.

Im Plaque nisten Krankheitserreger

Wer regelmäßig und gründlich die Zähne säubert, der kann den Großteil der Plaque rechtzeitig entfernen. Wenn das nicht geschieht, dann wird die Plaque fester, widerstandsfähig und gefährlich. Eine sieben Tage alte Plaque enthält pro Milligramm 100 bis 300 Millionen Mikro-Organismen, Krankheitserreger, die unsere Gesundheit auf vielfältige Weise belasten können. So werden zum Beispiel Zuckerreste zu Säuren umgewandelt. Und diese verursachen Karies.

Nach und nach wird die nicht entfernte Plaque härter und entwickelt sich zum Zahnstein. Der kann dann nur mehr vom Zahnarzt mit Hilfe von Ultraschall entfernt werden, denn er ist hart wie Kesselstein. Er lagert sich an Naturzähnen ebenso ab wie an Prothesen, Kunststoff- und Porzellan-Zähnen. Und selbst bei braven Zähneputzern bleibt er an unzugänglichen Backenzähnen und Zahnhälsen haften.

Wie rasch und wie viel Zahnstein sich bei dem einen oder anderen bildet, hängt von der genauen Zusammensetzung des Speichels und von der Ernährung ab.

Wenn dieser Zahnstein längere Zeit nicht entfernt wird, dann wird er dicker und wächst nach allen Seiten, auch ins Zahnfleisch hinein. Hier entstehen Entzündungen und permanente Reize. Das Zahnfleisch bildet sich zurück. Die Zähne werden locker und fallen im Zuge einer fortgeschrittenen Parodontitis aus.

Mund-Hygiene beim Profi

Es ist daher wichtig, dass man alle 6 Monate zum Zahnarzt geht, damit dieser etwaigen Zahnstein entfernen kann. Dies geschieht im Verlauf einer etwa einstündigen Mund-Hygiene, die eine speziell ausgebildete Mund-Hygienikerin durchführt. Mit Ultraschall wird der gröbste Belag entfernt. Dann werden Zahnränder und Zahn- Zwischenräume mit Spezial-Instrumenten manuell von Zahnsteinresten befreit. Danach müssen die etwas rauh gewordenen Zahnoberflächen mit Bohrer und Paste poliert werden. Dabei wird auch der Zahnstein wieder gehärtet.

Wenn man nun weitere Zahnsteinbildung verhindern oder zumindest gering halten möchte, dann sollte man 30 bis 40 Minuten nach jeder Mahlzeit gründlich - also etwa 3 Minuten lang - die Zähne putzen: mit einer normalen Zahnbürste oder mit einer elektrischen Bürste, zusätzlich mit Zahnseide, mit Interdental-Bürsten und mit einer gründlichen Munddusche.

Zähneputzen nicht sofort nach dem Essen

Es ist wichtig, nach dem Essen eine gewisse Zeit vergehen zu lassen, bevor man an die Zähne herangeht. Bei gewissen Speisen - vor allem bei Früchten und Süßigkeiten - wird vorübergehend der Zahnschmelz angegriffen und weich gemacht. Wenn man nun gleich nach der Mahlzeit mit der Zahnbürste auf den Zähnen herumrubbelt, dann würde man massive Teil vom Zahnschmelz zerstören und entfernen. Und dieser Verlust wäre nicht mehr zu ersetzen. Man kann die Zeit nach dem Essen etwas verkürzen - etwa auf 15 Minuten - wenn man ein Glas Milch trinkt und jeden Schluck lange im Mund behält. Durch den Einfluss der Milch kann sich der geschwächte Zahnschmelz remineralisieren und wird schneller wieder fest.

Noch etwas ist sehr wichtig: Die Zahnbürste sollte alle 3 Monate - speziell nach einer Erkältung sofort - erneuert werden. Denn da sind jede Menge Viren und Bakterien drauf. Daher muss auch jeder in der Familie eine eigene Zahnbürste haben. Auch Mundwässer zum Gurgeln sind sinnvoll. Sie ersetzen aber niemals das Zähneputzen.

Tees gegen Zahnsteinbildung

Man kann aber auch mit speziellen Tees dafür sorgen, dass sich nach dem Essen auf der Zahnoberfläche nicht all zuviel Belag bildet, so dass die Gefahr für massive Zahnsteinbildung reduziert wird. Zu diesen Tees gehören im Grunde genommen alle, die reich an Gerbstoffen sind. Sie festigen gleichzeitig auch das Zahnfleisch und schützen in gewisser Weise vor einer Parodontitis. Die wirksamsten Tees sind alle Beerentees: Heidelbeer-Tee, Brombeer-Tee oder eine Waldbeeren- Tee.

Es gibt aber noch einige wirksame Hausmittel, welche die Bildung von Zahnstein bremsen können: Es sind dies drei Heilpflanzen Öle. Und so wird der Zahnstein-Schutz durchgeführt: Spülen Sie den Mund mehrmals am Tag- mindestens zwei Minuten lang - mit einem Viertelliter lauwarmem Wasser, in dem Sie bloß zwei bis drei Tropfen Eukalyptus-Öl, Thymian-Öl oder Pfefferminz-Öl verrühren.

Der Zahnbelag, der sich - wenn man die Zähne zu wenig pflegt-sehr rasch in Zahnstein verwandelt, darf nicht mit hartnäckigen Flecken auf den Zähnen verwechselt werden, die braun, blau oder gelb sind. Auch die Flecken bereiten den Betroffenen immer wieder Kummer. Allerdings: Diese Farbbeläge sind eher harmlos, aber allerdings hässlich. Sie stammen von Rotwein, von Kaffee,Tee oder bilden sich als Folge vom Rauchen. Man kann sie vom Zahnarzt entfernen lassen.Sie werden mit einem speziellen Gerät abgestrahlt. Und man könnte sie dann künftig verhindern,wenn man unmittelbar nach dem Konsum von Tee, Kaffee oder Rotwein den Mund mit reichlich Wasser ausspült, egal ob lauwarm oder kalt. Vergessen Sie also nicht auf die Zahnstein-Pflege Ihrer Zähne. Diese ist eine wichtige Maßnahme für die Gesundheit.

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