Wellness für die Füße: Tipps und Hilfe aus der Natur

Wellness für die Füße: Tipps und Hilfe aus der Natur

© Leah-Anne Thompson - Fotolia.com

Wir brauchen sie jeden Tag, aber wir vernachlässigen sie schändlich: Unsere Füße. Wir verstecken sie in Socken und Schuhen. Das schadet noch nicht. Aber wir gönnen ihnen keine Pflege, wir misshandeln sie durch falsches und zu enges Schuhwerk. Die Folgen sind katastrophal, schmerzhaft und beeinträchtigt unsere Lebensqualität. Für Millionen Deutsche endet der Tag mit einem gequälten: "Oh Gott, tun mir die Füße weh!". Dabei gibt es so einfache und gute Hilfen aus der Natur. Die wichtigsten verrate ich Ihnen hier.

Wir beachten das meist gar nicht, aber unsere Füße sind Tag für Tag das ganze Jahr über einem enormen Stress ausgesetzt und werden stark belastet. Das trifft ganz besonders auf Menschen zu, die bei ihrer beruflichen Arbeit viel stehen oder gehen müssen. Probleme mit den Füßen - vor allem Schmerzen - werden vielfach zu leicht genommen. Daher sollte uns bewusst sein: Auf unseren Fußsohlen enden 72.000 Nervenbahnen. Das bedeutet: Wenn unsere Fußsohlen krank oder beschädigt sind, dann wirkt sich das auf den gesamten übrigen Körper aus. Aus dieser Erkenntnis heraus ist ja auch die Fußsohlen-Reflexzonen-Massage entstanden. Wir müssen daher das ganze Jahr über unsere Füße verwöhnen und fitmachen, damit sie uns im Beruf, bei der Arbeit daheim oder auch beim Freizeitvergnügen nicht im Stich lassen und einen positiven Einfluss auf Körper, Geist und Seele haben.

Verwöhnprogramm für Ihre Füße

Unsere Füße, die ja so oft Stiefkinder unserer Körperpflege sind, haben sich ein regelmäßiges Verwöhn-Programm verdient. Zumindest einmal die Woche.

  • Nehmen Sie am besten abends nach einem stressreichen Tag ein Fußbad mit Fichtennadelöl. Das entspannt die Muskulatur, fördert die Durchblutung, reinigt die Haut und macht die Füße geschmeidig.
  • Tragen Sie nur Strümpfe und Socken aus einem Gewebe, das atmungsaktiv ist, damit die Füße genug Luft bekommen. Schafwolle oder Baumwolle.
  • Was Ihre Füße - zumindest zeitweise - besonders lieben: Gesundheits-Schuhe mit leichten, weichen Sohlen und mit einem tiefen Fußbett. Das Leder-Material oder das Kork-Material sollten naturbelassen sein.

Viele leiden im Winter an trockenen Füßen. Die Erklärung dafür: Die Haut hat an den Füßen wenig Talgdrüsen, wird daher speziell bei kaltem Wetter schnell spröde und schuppig. Da hilft ein altes Hausmittel aus Großmutters Zeiten: Reiben Sie 7 Möhren ganz fein, verrühren Sie sie mit etwas Olivenöl zu einem Brei und legen diesen auf die Füße auf. 10 Minuten einwirken lassen. Dann abwaschen.

Speziell abends tun die Füße oft weh. Nehmen Sie ein lauwarmes Fußbad, fördern Sie dann die Durchblutung mit Bürstenmassagen und reiben Sie die Füße danach mit Olivenöl oder Weizenkeimöl ein. Wenn die Fußsohlen brennen und rissig sind, setzen Sie Hirschtalg-Salbe ein.

Gurkenmaske für die Füße

Oder eine andere Möglichkeit, die kurios klingt, aber sehr wirksam ist. nehmen Sie ein Fußbad in lauwarmem Wasser. Gut abtrocknen. Pürieren Sie 1 Salatgurke im Mixer und füllen Sie den Brei in ein Paar Socken. Ziehen Sie die Socken über und behalten Sie sie diese ein bis zwei Stunden an. So werden Ihre Füße wieder topfit.

Kalte Füße sind bei vielen Menschen sehr verbreitet. Sie müssen gezielt behandelt werden. Vergessen Sie nie: Wenn Sie eine Stunde mit kalten Füßen umherlaufen, sinkt die Temperatur in Ihren Mund- , Rachen- und Nasenschleimhäuten um 2 bis 3 Grad Celsius. Die Schleimhäute sind dann schlecht durchblutet und können gegen Viren, Bakterien und Pilze keine Abwehr mehr schaffen. Das bedeutet: Kalte Füße schwächen die Immunkraft.

Die beste Maßnahme: Gönnen Sie Ihren Füßen jeden Abend ein lauwarmes Bad: Wasser mit 2 Liter Rosmarin-Tee . 2 Handvoll Rosmarin aus der Apotheke mit 2 Liter kochendem Wasser aufgiessen,10 Minuten ziehen lassen, durchseihen. Abkühlen lassen. Übrigens: Wer unentwegt an kalten Füßen leidet, der sollte weniger Bohnenkaffee trinken. Nicht mehr als 3 Tassen pro Tag. Das Koffein verengt die Blutgefäße, vor allem in den Füßen. Studien haben ergeben: Koffeinfreier Kaffee macht keine kalten Füße.

Disco-Nebel schadet den Füßen

Ich werde oft von Eltern und Großeltern gefragt: "Warum haben viele junge Leute Fußprobleme nach Disco-Besuchen? Kommt das vom stundenlangen Tanzen?"

Junge Leute , die oft in die Disco gehen, leiden häufig an roten, geschwollenen Füßen. Das kommt allerdings nicht vom Tanzen, sondern vom künstlichen Nebel, der oft auf der Tanzfläche dahinkriecht. Das ist CO 2-Nebel, der die Temperatur um einige Grad senkt und der obendrein Eiweiß in den Körperzellen der Füße und Beine zerstört.Der beste Schutz für die Füße: Discos mit Bodennebel meiden.

Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden unter Plattfüßen, Senk- oder Spreiz-Füßen. Sie können das Risiko für solche Fußprobleme senken, wenn Sie täglich 5 bis 8 Minuten barfuß umherhüpfen und 30 Minuten aufrecht und stramm gehen.

Und so können Sie selbsttesten, welches Fußleiden bei Ihnen vorhanden ist:

  • Beim Senk- und beim Platt-Fuß haben Sie Schmerzen auf den Fußsohlen, in den Knien und an der Wirbelsäule.
  • Beim Spreizfuß schmerzt es in den Zehenballen und in den Zehen, ganz besonders in der großen Zehe.
  • Beim Ballenhohlfuß haben die Schmerzen am Rist, am Ballen und in den Zehenspitzen.

Wenn all diese Schmerzen auftauchen: Gehen Sie sofort zum Orthopäden. Sehr oft kann man das Problem mit Schuheinlagen und mit gezielten Gymnastikübungen lösen.

7 wichtige Gründe, barfuß zu gehen

Enorm wichtig für die Gesundheit des gesamten Körpers ist das regelmäßige Barfußgehen. Wir sollten es einfach öfter tun. Draußen im Garten oder in der freien Natur.Aber auch jetzt im Winter zuhause. Barfußgehen ist eine Naturarznei, die viel zu wenig genützt wird.

  1. Barfuß-Gehen regt das Herz- Kreislauf-System an. Die Durchblutung im ganzen Körper wird gefördert.
  2. Das Abwehrsystem des Organismus wird gestärkt.
  3. Barfuß-Laufen stärkt die Venen und schützt vor Krampfadern.
  4. Die unmittelbare Verbindung der Fußsohlen dem Boden hilft Stress abbauen, wirkt entspannend ,baut Geist und Seele auf.
  5. Barfuß-Gehen wirkt ausgleichend auf den Blutdruck: zu niedriger Blutdruck wird angehoben, erhöhter Blutdruck kann gesenkt werden.
  6. Wer erschöpft und von der Arbeit ausgelaugt ist, kann beim Barfuß-Gehen neue Energien tanken. Barfuß-Gehen stärkt auch die Konzentration. Barfußgehen kräftigt die Wirbelsäule.
  7. Wer viel barfuß geht, ist selbstbewusster und zeigt mehr Empfinden für die Natur. Muskeln und Gelenke der Füße werden gefestigt.

All diese Wirkung für geistige und körperliche Gesundheit kommt nur dann zum Tragen, wenn wir regelmäßig barfußlaufen. Und das ist ja nun wirklich kein Problem.