Weihnachtsgebäck: Süß aber trotzdem gesund

Weihnachtsgebäck

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Keine Angst vor den süßen Verführungen an Weihnachten: Viele Arten von Weihnachtsgebäck sind gesund, reine Naturarzneien. Lesen Sie, warum Ihnen Lebkuchen, Zimtsterne, Bratäpfel und Anisplätzchen gut tun. Warum Schokolade den Kreislauf stärkt und Ingwer das Immunsystem. Her mit dem herrlichen Weihnachtsgebäck.

 

Lauter gesunde Weihnachtsleckereien

Geht es Ihnen auch so? Man sehnt sich nach ihnen, hat aber zugleich Angst vor ihnen, weil man der Meinung ist, sie sind ganz und gar nicht gesund: die vielen süßen Weihnachtsleckereien, die in diesen Tagen in unserer Küche entstehen oder die wir in den nächsten Tagen überall angeboten bekommen. Glauben Sie mir: Viele Arten von Weihnachtsgebäck und Süßigkeiten zu den Feiertagen sind besser als ihr Ruf. Etliche dieser Genüsse haben gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Lebkuchen zum Beispiel können Sie mit bestem Gewissen genießen, vor allem dann, wenn er mit Honig und Vollkornmehl - also nach einem alten Original-Rezept - zubereitet wurde. Das Vollkornmehl liefert dem Organismus B-Vitamine für die Nerven und den Antistreß-Mineralstoff Magnesium. Beides kann man zu den Feiertagen oft gut gebrauchen. Denken Sie nur an die vielen Verwandten-Besuche. Der Honig beruhigt und entspannt durch seine pflanzlichen Hormonstoffe und ebenfalls durch die B-Vitamine. Die typischen Lebkuchen-Gewürze Kardamon, Muskat und Gewürz-Nelken fördern die Verdauung und stärken den Magen. Auch das ist bei der üblichen Völlerei der Feiertage höchst willkommen.

Auch Zimt-Sterne fördern die Gesundheit. Zimt stärkt den Magen und fördert den Gallenfluß, hat aber außerdem einen sehr positiven Einfluß auf die Blutzucker-Werte. Zimt kann die Lebensqualität des Diabetikers verbessern. Dazu gibt es eine Reihe interessanter Untersuchungen. Aber auch bei einem gesunden hat Zimt einen Positiven Einfluß auf die Blutzuckerwerte.

Anis ist ein Schleimlöser

Anis-Plätzchen schaffen an tristen Wintertagen bessere Laune, bauen Frust und Streß ab. Diese Wirkung vom Anis hat man schon im antiken Ägypten gekannt. Außerdem hat Anis einen sehr positiven Einfluß auf die Atemwege. Das Gewürz gilt als guter Schleimlöser.

Ja, und dann sind da noch die duftenden Bratäpfel, gefüllt mit Nüssen, übergossen mit Honig. Drei Bratäpfel - hintereinander nicht zu heiß gegessen - sind ein wirksames,altes Hausmittel gegen Halsschmerzen und Heiserkeit. Man weiß gar nicht genau, warum das funktioniert. Es ist aber zu vermuten, daß beim Erhitzen des Apfels ganz bestimmte Enzyme aktiviert werden, welche die Selbstheilungskräfte im Hals- und Rachenraum anregen und unterstützen. Hier wird ein typisches, duftendes, köstliches Weihnachts-Symbol zur kleinen Naturarznei.

Vanille-Kipferl fördern die Liebeslust

Manche können sich Weihnachten ohne Vanille-Kipferl überhaupt nicht vorstellen. Vanille - aus der Fruchtschote einer südamerikanischen Orchidee gewonnen - stärkt die Arbeit der Nieren, fördert die Verdauung und macht auch an düsteren, tristen Wintertagen bessere Laune und - Lust auf Liebe. Daher war es im Mittelalter in vielen Klöstern sowohl Mönchen als auch Nonnen strengstens verboten, Speisen mit Vanille zu genießen. Damit sie nicht in Versuchung geführt werden konnten. Sind Sie nicht auch der Meinung: Mit einem Mal bekommt das kleine, zarte duftende Vanille-Kipferl zu den Feiertagen eine ganz andere Dimension.

Es ist übrigens auch interessant, warum soviele Menschen ganz scharf auf Vanille-Geruch und Vanille-Geschmack sind. Der deutsche Heilpflanzenexperte und Biologe Dr.Jörg Grünwald hat sich mit diesem Thema intensiv befaßt. In der menschlichen Muttermilch existieren sogenannte Vanille-Noten. Das ist ein Geruch und ein Geschmack, der dem Vanille-Aroma sehr nahekommt. Wenn nun ein Kleinkind an der Mutterbrust ernährt wird, nimmt es automatisch Vanille-Noten zu sich. Das bedeutet: Wenn jemand später im Leben erstmals mit Vanille-Geschmack und Vanille-Geruch in Kontakt kommt, hat er ein deutliches " Aha-Erlebnis" und erinnert sich an die Muttermilch. Amerikanische Wissenschaftler vermuten: Kinder, die viel zu kurze Zeit an der Mutterbrust ernährt wurden, sind im späteren Leben keine besonderen Vanille-Fans, weil sie das Erlebnis der Vanille-Noten nicht oft genug hatten. Babys, die lange genug mit Muttermilch ernährt wurden, lieben im späteren Leben Vanille-Joghurt, Vanille-Pudding, Vanille-Creme und Vieles mehr.

Schokolade für den Kreislauf

Viele Süßigkeiten der Weihnachtszeit werden aus Schokolade hergestellt. Dazu gehören Weihnachtsmänner, Engel sowie viele Figuren, die am Weihnachtsbaum hängen. Außerdem sind viele selbst gebackene Desserts mit einem Schoko-Überguß versehen. Ganz zu schweigen vom weihnachtlichen Schokolade-Kuchen, der in vielen Familien zur Tradition gehört. Das ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht kein Problem. Denn man weiß heute: Schokolade - vor allem mit einem hohen Kakao-Anteil von 70 bis 80 Prozent - fördert die Gesundheit, wenn man sie mit Maß und Ziel genießt. Sie enthält zahlreiche Polyphenole, Schutzstoffe, die Herz und Kreislauf stärken, die Adernverkalkung bremsen und uns vor Umwelt-Schadstoffen schützen. Der wichtigste Stoff in der dunklen Schokolade ist das Resveratrol, das man ja auch aus den dunklen Weintrauben kennt. Außerdem hat Prof. Dr. Liebowitz in Los Angeles schon vor Jahren in der Schokolade eine wunderbare Substanz entdeckt: das Phenyl-Etyl-Amin. Er fördert im Gehirn die Produktion von Glückshormonen , fördert das positive Denken.

Alle süßen Leckereien, die mit Walnüssen zubereitet werden - und das sind nicht wenige - sind positiv zu bewerten. Walnüsse sind eine wunderbare Gehirnnahrung. Das ist auf die Spurenelemente Phosphor, Kupfer und Eisen sowie auf den fettähnlichen Stoff Lecithin zurückzuführen. Dieses Lecithin versorgt das Gehirn mit Cholin. Und daraus produziert das Gehirn das Acetylcholin, den wichtigsten Stoff fürs klevere Denken. Walnüsse machen somit klug. Außerdem stärken die hochwertigen ungesättigten Fettsäuren in den Nüssen das Herz und haben einen sehr positiven Einfluß auf die Cholesterinwerte.

Doch die Walnüsse können noch viel mehr, auch wenn sie in Weihnachts-Leckereien versteckt sind. Sie geben bei Erschöpfung und Müdigkeit schnelle Kraft. Sie verbessern die Sehkraft und stärken schwache Nerven, die zu den Feiertagen bei vielen Menschen beobachtet werden können.

Ingwer fördert die Verdauung

Sehr oft wird für die Zubereitung von festlichen Süßigkeiten auch Ingwer verwendet. Und das ist ein Gewürz, das besonders gesundheitfördernd wirkt. Der scharfe Wirkstoff Gingerol in der Ingwer-Wurzel fördert die Verdauung und schafft von innen her im Körper eine heilsame Wärme, welche die Immunkraft gegen Erkältungen unterstützt. Ingwer bekämpft aber auch Blähungen.

Sie sehen: Viele Süßigkeiten, die man zu den Feiertagen angeboten bekommt oder selbst in der Küche zubereitet, sind gar nicht so schlecht wie ihr Ruf. Daher genießen Sie all diese Leckereien - aber bitte mit Maß und Ziel.