Das Weihnachtsessen gesund überstehen

Das Weihnachtsessen gesund überstehen

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Fett, Zucker, Fleisch Alkohol - das Weihnachtsessen ist kein Zuckerschlecken für unseren Organismus. Da schnellen die Cholesterinwerte und der Blutdruck hoch, da haben wir Harnsäure ohne Ende, die Gicht droht und zunehmen tun wir obendrein. Aber es ist doch sooo schön: Richtig schlemmen im Kreis der Lieben. Bitte sehr, das geht. Und ich verrate Ihnen wie Sie sündigen können ohne zu leiden oder gar zu büßen. Warum Radieschen da gut sind, was die Kartoffel bewirkt, wie Sauerkrautsaft hilft, was Sie mit dem Fett der Weihnachtsgans für Heilwirkungen erzielen - Sie werden staunen. Und nun: Frohes Fest und Guten Appetit.

 

Alles essen - und gesund bleiben

Der Festtagsbraten, der Fisch, die Kekse und Kuchen und die vielen anderen kulinarischen Verführungen sind in vielen Familien zu Weihnachten jahrzehntelange Tradition. Keiner will darauf verzichten. Bei all jenen, die das ganze Jahr über gesund gelebt haben, ist das kein Problem. Alle anderen, die das ganze Jahr über üppig essen und zu den Feiertagen noch eins draufsetzen, können damit Probleme kriegen. Die ärztliche Statistik verrät es: Alle Jahre nach den Feiertagen haben Millionen Menschen erhöhte oder zu hohe Blutdruck - und Cholesterin-Werte. Daraus ergibt sich die Frage: Wie kann ich Weihnachten und Neujahr genießen, ohne büßen zu müssen ? Gibt es Tricks, mit denen man die Festtagsgenüsse entschärfen und gesünder machen kann? Da gibt es viele kleine, einfache Tricks:

  • Essen Sie zum Fleisch ausschließlich knackige Salate und Pellkartoffel, keine Klöße, keine Nudeln. Reichlich Salat und Kartoffel helfen die Harnsäure-Überschüsse des Fleisches abbauen.
  • Noch besser : Trinken Sie zu den Mahlzeiten oder danach jeweils 1/8 Liter Sauerkrautsaft, Rote Bete Saft, Kartoffelsaft, Brottrunk oder naturtrüben Apfelsaft. Damit werden Magen und Darm von Gärstoffen und Giften gesäubert. Harnsäure wird ausgeschwemmt. Das kann Gichtanfälle verhindern helfen. Und das senkt das Risiko für Rheuma-Schmerzen.
  • Der Supertrick aber, wie man den Weinachtsbraten entschärfen und weniger gesundheitsbelastend machen kann, sind Radieschen: knackige Radieschen,wie sie auch jetzt in dieser Jahreszeit täglich erntefrisch angeboten werden. Die Senföle in den Radieschen können nämlich etwas Besonderes. Sie binden im Darm einen Teil der Fettstoffe, die mit dem Festessen aufgenommenen werden und führen sie über den Darm ab, ehe sie im Organismus Schaden anrichten können. Am besten, man bereitet aus geriebenen Radieschen Salat zu und ißt ihn zu den Fleischspeisen. Oder man schneidet Radieschen in den gemischten Salat.
  • Trinken Sie während der Feiertage gegen Durst und zum Entschlacken täglich 2 Liter Mineralwasser, am besten stilles. Das schwemmt Stoffwechsel-Schlacken aus. Das heißt: Nur wenig Alkohol, dafür mehr Wasser.
  • Der in vielen Familien traditionelle Weihnachts-Fisch ist gesünder, wenn Sie ihn nicht braten oder backen, sondern in einem Sud mit Wurzelgemüse und Kräutern garziehen lassen.

Gänsefett für die Gesundheit

Viele werden denken: Was die gebratene Gans betrifft, da kann man ja wohl nichts gesünder machen? Das ist ein Irrtum. Auch da gibt es Tricks,die viele erfahrene Koch-Expertinnen und Experten kennen.

  • Die Festtags-Gans oder die Ente befreit man vom Fett, indem man das Fleisch beim Braten mit der Gabel ansticht. Das Fett läuft dann zu einem Großteil aus. Man sollte das Gänsefett aufbewahren, aber nicht essen. Es eignet sich ideal als Hausmittel für eine Behandlung gegen Husten. Man reibt Brust und Rücken mit dem kalten Fett ein, legt ein Tuch darüber und geht zu Bett. Über nacht entwickelt das Gänsefett eine gleichmäßige Wärme, die heilend auf die Atemwege wirkt.
  • Die knusprige Weihnachtsgans oder die Ente sowie der Braten werden auch gesünder, wenn Sie zum Würzen reichlich Kümmel einsetzen. Kümmel fördert die Verdauung.
  • Das Fleisch des Geflügels wird zarter, saftiger und besser verdaulich, wenn man die Gans oder die Ente 3 ½ Stunden bei 120 Grad Celius brät und erst die letzten 20 Minuten auf 150 Grad hochgeht.
  • Ebenso wird der Braten gesünder, wenn man ihn mit Maronen serviert. Maronen sind basisch und schaffen einen harmonischen Ausgleich zu der Übersäuerung durch große Fleischportionen. Oder man füllt den Vogel mit Äpfeln. Das Pektin im Apfel nimmt Fette auf und wirk als Verdauungs-Hilfe.

Knoblauch drückt die Cholesterinwerte

Zuviel Fleisch, vor allem zu fettes Fleisch, ist schuld daran, daß jedes Jahr zu den Feiertagen die Cholesterinwerte bei vielen Menschen enorm ansteigen. An der Universität Leipzig hat Prof. Dr. Rotzsch nachgewiesen: Die Weihnachtsgans wird vom Organismus viel besser vertragen, wenn man dazu eine „Knoblauch- Therapie“ durchführt.

Reiben Sie die Gans oder den Braten kräftig mit zerdrückten, frischen Knoblauchzehen ein. Diese Würze ist sehr wichtig für die Gesundheit. Durch die Wirkung des Knoblauch-Wirkstoffes Allicin kommt es kaum merkbar zu einem Anstieg der Cholesterinwerte, wie man es sonst nach den Festtagsgenüssen messen kann.

Das ist wieder ein Beweis, wie wertvoll Knoblauch für unsere Gesundheit ist. Er hält uns fit, vital und jung. Das hat man immer schon behauptet. Doch es ist inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesen worden. Prof.Dr. Gustav Belz, der Leiter des Institutes für Herz- Kreislauf-Erkrankungen in Mainz, hat mit einer modernen Methode gemessen: Wer regelmäßig Knoblauch nimmt, der bleibt länger jung, weil seine Butgefäße elastischer sind.

Die zweite Möglichkeit, die Gefahr von zu hohem Cholesterin abzuschwächen, sind Artischocken als Beilage. Damit kann man zugleich auch Völlegfühl, Übelkeit und Blähungen bekämpfen. Dazu gibt es Studien von Prof. Dr. Volker Fintelmann, Chefarzt am Krankenhaus Hamburg- Rissen. Vorbeugend ist es daher sehr sinnvoll, zur Gans Artischocken oder Arischocken-Böden zu servieren.

Es ist erwiesen: Beim Braten entstehen an der Oberfläche vom Fleisch gesundheitsschädliche Stoffe. Die kann man neutralisieren und entschärfen. Da gibt es einige interessante Möglichkeiten. Das Geheimnis liegt in der Wahl der Kombinationen beim Essen. Hier einige praktische Beispiele, die speziell für die Feiertage wichtig sind: Kinder wissen da instinktiv, was gesund ist. Sie lieben zum Weihnachtsbraten Ketchup. Heute ist durch Studien nachgewiesen: Der rote Farbstoff der erhitzten Tomaten senkt das Krebsrisiko und stärkt Herz sowie Kreislauf. Auch Tomaten-Soße, Tomatensaft und in Olivenöl geschmorte Tomaten erfüllen diese Aufgabe.

Senf entschärft giftige Bratstoffe

Wenn wir einen Braten essen, dann nehmen wir damit auch giftige Benzpyrene - Röststoffe - auf, die beim Braten entstehen. Es gibt eine simple, einfache Lösung, diese Stoffe zu entschärfen. Man muß eine große Portion Senf dazu essen. Die Senföle neutralisieren die gefährlichen Substanzen.

An der Oberfläche von einem Braten entstehen beim Zubereiten auch noch andere giftige Röststoffe, zum Beispiel das 3-Amino-1-Methyl-5 H - Pyrido-Indol. Wenn man das Fleisch vor dem Zubereiten mit frischen oder getrockneten Salbeiblättern oder Oregano-Blättern einreibt, dann werden die Röststoffe neutralisiert.

Interessant ist, daß in gewisser Weise dieses Entschärfen auch durch ein kleines Glas Bier unterstützt wird. Und zwar durch die Mineralstoffe und Spurenelemente im Bier.