Weihnachten: Essen und Trinken ohne dick zu werden

Weihnachten: Essen und Trinken ohne dick zu werden

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Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern spätestens nach den Weihnachtstagen die böse Überraschung beim Blick auf die Waage: Wieder sind zwei, drei oder noch mehr Kilo dazu gekommen. Kein Wunder: Wir haben gegessen (meistens schön süß und fett), wir haben Alkohol getrunken als gäbe es morgen keinen mehr, wir haben keine Kalorien gezählt und wir haben uns so wenig wie möglich bewegt. Denn es ist nun mal immer mehr Sitte bei uns geworden, an Weihnachten das Essen und Trinken zur Hauptsache zu machen.

Und diese falsche Ernährungs- und Lebensweise führt innerhalb kurzer Zeit zu einer bemerkenswerten Gewichtszunahme. Wir wollen aber gerade zu Weihnachten nicht auf die Plätzchen, den traditionellen Gänsebraten, den Wein und das Verdauungsschnäpschen verzichten. Gibt es da Tipps und Ratschläge wie wir essen und trinken können – ohne dick zu werden? Die gibt es, hier sind sie. Wir wollen ja nicht unbedingt abnehmen über die Feiertage, aber zunehmen wollen wir auch nicht.

So viele Kalorien stecken in den beliebten Weihnachtsplätzchen

Sie stehen schon lange vor Weihnachten herum und werden so ganz nebenbei geknabbert: Die Weihnachtsplätzchen. Und wir langen immer wieder automatisch zu. Aber wissen Sie denn, wie nahrhaft die Weihnachtsplätzchen sind, wie viele Kalorien in ihnen stecken? Hier eine Auflistung:
Kalorienbombe Nummer 1 ist der beliebte bunte Schokoladennikolaus oder -weihnachtsmann. Der bringt es auf stattliche 545 kcal pro 100 Gramm. An zweiter Stelle kommt das fettige Spritzgebäck mit 536 kcal. Gleichauf ist das Spritzgebäck mit einem Schokoüberzug. Auch die beliebten Vanillekipferl gehören nicht zur Schonkost: 505 Kalorien. Weihnachten ohne Lebkuchen ist fast undenkbar. Aber da ist Vorsicht geboten: 100 Gramm haben immerhin 463 kcal. Kokosmakronen vergehen süß auf der Zunge, aber mit 444 kcal pro 100 Gramm legen sie sich schnell auf die Hüfte. Wenn Marzipankartoffeln auf dem Teller liegen, dann isst man schnell eine nach der anderen. Nicht zu empfehlen, denn 100 Gramm bringen immerhin 422 kcal. Und nun der beliebte Christstollen, nach Omas Rezept mit viel Butter gebacken. Er hat pro 100 Gramm 407 Kalorien. Und wie schnell sind da zwei oder drei Stück zum Kaffee gegessen. Unter den beliebtesten Naschereien zum Weihnachtsfest sind die Zimtsterne noch am kalorienärmsten: 358 kcal pro 100 Gramm. Glühwein gehört auf jedem Weihnachtsmarkt zum Standardgetränk. Ein Viertelliter hast aber zwischen 200 und 250 Kalorien, plus 43 Kalorien für den Schuss Rum und über 60, wenn Sie Amaretto dazu gießen.
Glücklicherweise gibt es auch Weihnachtsleckereien, mit denen Sie zwar nicht unbedingt abnehmen, die Sie aber auch nicht zunehmen lassen. Da wäre zu nennen: Der gute alte Bratapfel. Der gehört mit zu den besten Tipps für ein gesundes und schlankes Weihnachtsfest: Wenn Sie ihn mit Vanillesoße servieren, dann hat er gerade mal 200 kcal. Wenn Sie ihn aber mit Nüssen oder Marzipan füllen, dann schnellt die Kalorienzahl nach oben. Oder greifen Sie zu heißen Maronen, die haben 180 Kalorien auf 100 Gramm. Das nicht einmal ein Drittel von dem, was zum Beispiel gebrannte Mandeln liefern.

Ernährung an Weihnachten mit Obst und Gemüse

Süßigkeiten, Plätzchen und Christstollen in allen Ehren, aber Obst und Gemüse dürfen Sie auch an Weihnachten nicht vergessen. Die von Experten empfohlenen fünf Portionen sollten Sie auch in der Advents- und Weihnachtszeit zu sich nehmen. In der kalten Weihnachtszeit brauchen Sie mehr Vitamine und Mineralstoffe um Ihr Immunsystem stark zu halten. Und sie haben noch einen Vorteil: Sie machen satt ohne viele Kalorien. Wenn es besonders üppig wird, dann servieren Sie doch als Nachtisch Mandarinen oder Orangen. Und um den vielen Alkohol oder den Glühwein auszugleichen, sollten Sie vor jeder Mahlzeit einen Viertelliter Wasser trinken. Denn Wasser hilft, wenn Sie abnehmen wollen. Ihnen für die Weihnachtstage eine Diät zu empfehlen ist nicht sinnvoll, die kann ja nicht eingehalten werden. Halten Sie sich beim Gemüse an unsere traditionellen Wintergemüse: Rosenkohl, Weißkohl, Blaukraut, Pastinaken. Mit zu den besten Tipps gehört Sauerkraut. Ob roh oder gekocht: Es bringt Ihren Vitaminhaushalt in Ordnung, es enthält wichtige Mineralien und es hat viele Ballaststoffe. Rezepte für eine Diät mit Sauerkraut finden Sie in Ihrem Kochbuch und im Internet.

Trinken an Weihnachten: Wie viel ist zu viel

An Weihnachten fließt bei uns nun mal traditionell mehr Alkohol als sonst. Es ist also nicht nur die kalorienreiche Ernährung, die uns nach dem Feiertagen zum Abnehmen zwingt, es sind auch die vielen Kalorien der Getränke. Denn zu jedem Essen – das Frühstück mal ausgenommen – gibt es Alkohol. Nun lautet die wissenschaftliche Empfehlung ja: Männer 30 Gramm reinen Alkohol am Tag, Frauen nur 20 Gramm. Das einzuhalten ist fast unmöglich. Sie sitzen beieinander, die Themen kreisen um die Familie, Erinnerungen werden hervorgekramt, die Großeltern erzählen wie es früher war – und immer wieder wird zum Glas gegriffen. Und oft fett gegessen. Und dazu wird getrunken. Rezepte was ist richtig, was ist zu viel, gibt es da eigentlich nicht.

Tipps und Rezepte um nicht zuzunehmen

Butter in die Kekse und den Christstollen, Schmalz an den Braten, das Fett der Gans zubereiten und aufs Brot streichen – das alles gehört zu Weihnachten. Und das alles lässt Bauch und Hüftrolle wachsen. Zu den Themen wie Sie das vermeiden können haben wir hier einige Tipps und Rezepte.

  1. Kochen, braten und backen mit möglichst wenig Fett. Egal was Sie in Kochtopf oder Pfanne legen, es sollte möglichst fettarm sein. Verzichten Sie auf die fette Gans oder Ente, bringen Sie fettarmes Putenfleisch auf den Tisch. Wenn Sie aber auf Ihre gewohnte Gans oder Ente nicht verzichten wollen, dann lassen Sie die Haut weg. Denn in der steckt das meiste Fett. Wenn es Fisch bei Ihnen gibt, dann braten oder backen Sie ihn nicht, kochen und dämpfen Sie ihn lieber. Auch da gibt e jede Menge Rezepte in Ihrem Kochbuch oder im Internet. Noch ein Tipp: Saucen haben besonders viel Fett. Also ertränken Sie das Essen nicht in der Sauce. Stellen Sie Bratensauce einen Tag vor dem Verzehr her, dann kalt stellen. Danach die Fettkruste abschöpfen.
  2. Genießen Sie das Festessen – aber langsam. Wer sein Essen in Rekordtempo in sich hinein schaufelt, der verzichtet auf Genuss und schadet seiner Gesundheit. Also essen Sie bitte einfach langsam. Der Grund: Das Sättigungsgefühl setzt erst nach etwa einer Viertelstunde ein. Wer also in zehn Minuten das Weihnachtsessen in sich hinein geschaufelt hat, der hat immer noch das Gefühl: "Da geht noch was" – und dann isst er weiter. Und das macht dick. Wenn aber Ihr Körper signalisiert: "Ich bin satt," dann sollten Sie auch aufhören zu essen. So vermeiden Sie das unangenehme Völlegefühl und verringern das Risiko dick zu werden.
  3. Mehr Wasser, weniger Alkohol. Klar geht es an Weihnachten nicht ohne Alkohol, der gehört da zur Ernährung. Sie sollen ja auch nicht abstinent werden. Aber bedenken Sie bitte: Ein halber Liter Bier hat soviel Kalorien wie ein Schokoriegel und ein halber Rotwein entspricht dem Energiewert einer fetten Currywurst. Wenn Sie nicht dick werden wollen und Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun wollen, dann halten Sie sich an diesen Tipp: Trinken Sie vor dem Essen ein großes Glas Wasser, das füllt den Magen. Noch besser ist Ingwerwasser, das stillt großes Hungergefühl und hilft der Gesundheit: Es senkt den Cholesterinspiegel und fördert die Verdauung.
  4. Machen Sie Naschpausen. Egal, wohin Sie in der Vorweihnachtszeit und den Feiertagen auch gehen – überall stehen die Teller mit den süßen Verlockungen herum. Und automatisch nascht man dann. Halten Sie sich da zurück. Sie sollten zwischen den Mahlzeiten mindesten eine vierstündige Pause machen. In der auch nicht genascht wird. Einfacher Trick: Stellen Sie Mandarinen und Orangen auf. Noch einer: Würzen Sie Tee oder Kaffee mit Kardamom, Anis, Zimt oder Vanille. Das bremst die Lust auf Süßes.
  5. Miteinander Essen, zusammen beim Kaffee sitzen, dann wieder essen – Bewegung wird in diesen Wochen sehr kleingeschrieben. Das bringt Gewicht, weil Sie zu wenig Kalorien verbrennen. Also: Entweder Sie raffen sich auf und legen immer mal wieder einige Stunden Ausdauersport (Laufen, joggen, schwimmen, wandern) ein – oder Sie machen wenigstens einen großen Verdauungsspaziergang nach jedem Essen. Das sorgt für Fettverbrennung, vor allem, wenn es draußen so richtig schön kalt ist.