Wechseljahre: Hilfe durch Ernährung

Wechseljahre sind eine genau so gewaltige körperliche Umstellung wie die Geschlechtsreife. Körper und Seele müssen Schwerstarbeit leisten. Die können Sie erleichtern: Durch die richtige Ernährung in den Wechseljahren. Denn durch die richtige Ernährung in den Wechseljahren und in der Lebenszeit danach, passen Sie den Körper an die veränderten Lebensumstände an. Vor allem vermeiden Sie, was nach den Wechseljahren sehr oft passiert: Übergewicht, Pfunde, die Sie nicht mehr los werden. Hier Ratschläge für die richtige Ernährung in und nach den Wechseljahren.

Für viele Frauen sind die Wechseljahre ein Alptraum: Hitzewallungen, starkes Schwitzen, Schlafstörungen und Depressionen sind an der Tages- bzw. Nachtordnung. Da greifen viele Frauen zu Medikamenten - das ist nicht immer nötig. Die richtige Ernährung und eine gesunde, dem Leistungsvermögen angepasste Bewegung sind oft hilfreich. Wichtig ist, dass Sie Lebensmittel zu sich nehmen, die viele Pflanzenhormone enthalten, vor allem die Isoflavone und die Lignane.

Diese beiden Phytohormone finden Sie vor allem in Sojaprodukten wie Tofu und in Ldinsamen. Weiter gute Lieferanten sind die Nahrungsmittel Linsen, Bohnen und Erbsen und Getreide das nicht ausgemahlen ist (Weissmehl). Beim Gemüse sind das Blumenkohl, Zwiebeln und Knoblauch, Brokkoli und Sauerkraut. Auch in vielen Obstsorten sind diese die Wechseljahrsbeschwerden lindernden Vitalstoffe enthalten: In Granatäpfeln, Birnen, allen Beerenarten und Äpfeln.

Bis zu den Wechseljahren haben viele Frauen keine Probleme mit ihrem Gewicht. Jetzt aber ändert sich das, weil sich die Fetteinlagerung im Körper verändert - es wird jetzt viorwiegend im Bauchraum eingelagert. Außerdem ändert sich der Energiebedarf. Eine 50jährige braucht durchschnittlich 400 Kilokalorien pro Tag weniger als als eine 25jähjrige. Wird dieses veränderte Körperverhalten ignoriert, kommt es zu Übergewicht. Also müssen Sie sich anders ernähren.

Sie brauchen zwar weniger Kalorien, aber Sie brauchen die richtigen Nährstoffe. Die finden sie in Lebensmitteln mit einer niedrigen Energiedichte. Das Motto muss sein: "Weniger Kalorien, aber  sich trotzdem satt fühlen." Logischerweise erreichen Sie das mit einer verstärkten Ausnahme von Obst und Gemüse. Vor allem dann, wenn Sie die Schalen mit verzehren können (Bio-Anbau). Bei Milchprodukten und bei Käse sollten Sie immer zur fettarmen Variante greifen. Es hilft auch der alte Trick: Gründlich kauen und ganz langsam essen. Und wenn Sie eine Suppe kochen, diese nicht pürieren, sondern die Zutaten in Stücken lassen.

Mit und nach den Wechseljahren drohen Krankheiten, von denen Sie bisher verschont geblieben sind: Übergewicht spielt eine große Rolle bei der Entstehung von Tumoren (Brust-, Darm-, Nieren-, Bauchspeicheldrüsen- und Gebärmutterkrebs. Vermeiden Sie also unbedingt so weit wie möglich tierische Fette in Ihren Nahrungsmitteln. Positiv hingegen sind insgesamt die Omega 3-Fettsäuren: Bereichern Sie Ihren Speiseplan mit Lachs, Hering und Makrelen. Benutzen Sie oliven-, Raps- und Walnussöl in der Küche und für die Salate. Leinöl hat den höchsten Anteil an diesen gesunden Fettsäuren.

Hier noch einige Ratschläge bei Beschwerden in den Wechseljahren:

  • Der Rotkleetee enthält Isoflavone, die bei Wechseljahrsbeschwerden helfen. Ein bis zwei Tassen täglich trinken.
  • Kaufen Sie in der Apotheke fertigen Heublumen-Badezusatz und nehmen Sie zwei- bis dreimal die Woche abends ein Heublumenbad.
  • Frauenmantel ist ein bewährtes Mittel bei Wechseljahrsbeschwerden. Bereiten Sie sich diese Teemischung zu: 30 g Frauenmantel, Schafgarbe und Gänsefingerkraut, dazu 10 g Zitronenmelisse. Einen Teelöffel dieser Mischung mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen, durchseihen und davon drei Tassen am Tag trinken.