Was mir gegen Nackenschmerzen hilft - Übungen und Tipps

Was mir gegen Nackenschmerzen hilft - Übungen und Tipps

Von Racle Fotodesign - Adobe Stock

Die Schmerzen kommen wie ein Blitz, und sie sind kaum zu ertragen: Plötzlich haben Sie Nackenschmerzen. Und der Schmerz bleibt, Ihr Nacken wird dauerhaft zur Schmerzquelle, eine schnelle Behandlung ist oft erfolglos. Sie müssen beim Autofahren rückwärts schauen – geht nicht, denn der stechende Schmerz blockiert das Drehvermögen Ihres Kopfes. Ihr Blickfeld verengt sich, weil Sie den Kopf im Nacken nicht mehr drehen können. Millionen leiden an ständigen chronischen Nackenschmerzen, können nachts kaum schlafen und sind tagsüber durch diese Problematik behindert, weil jede schnelle Bewegung des Kopfes schmerzt und die verspannten Muskeln zur Dauerqual werden.

Und niemand kann Ihnen offenbar helfen. Deshalb ist es gut zu wissen: Was kann ich gegen Nackenschmerzen tun. Einfach nur die Muskeln kneten reicht nicht. Denn ein schmerzender Nacken kann Ihnen das Leben zur Hölle machen. Die Frage ist: Was kann ich gegen Nackenschmerzen selber machen, gibt es Tipps, und Hausmittel, mit denen ich meinen steifen Hals behandeln kann, kann ich mir selbst helfen? Ich kann Sie trösten: die gibt es, und ich werde mich in diesem Artikel damit beschäftigen. Manchmal hilft schon eine ganz einfache aber richtige Übung oder ein simples Hausmittel um die Nackenschmerzen wieder loszuwerden. Ob Schleudertrauma, Zugluft oder die falsche Haltung am Arbeitsplatz - Sie können die Ursachen für Ihre Nackenschmerzen oft selbst beseitigen. Und nun zu den Tipps.

Nackenschmerzen durch verspannte Muskeln

Sie sitzen im Büro die meiste Zeit am Computer, Sie machen am Fließband immer wieder dieselben monotonen Bewegungen, an der Kasse eines Supermarktes sitzen Sie oft stundenlang ohne Bewegungsmöglichkeit: Dieses Schicksal teilen Sie mit Millionen Leidensgenossen/inninen. Das nehmen Ihnen die Nackenmuskeln übel: Sie verspannen sich, drücken auf Nerven Ihres Bewegungsapparates - und  schon haben Sie Nacken- oder Rückenschmerzen. Nun nimmt Ihr Körper automatisch eine Schonhaltung ein, um die Schmerzen des verspannten Nackens zu lindern. Das ist der Beginn eines Teufelskreises: Denn dadurch verstärken sich die Verspannungen und Ihre Nackenschmerzen werden immer stärker. Vor allem aber können Sie dann chronisch werden. Das ist dann die häufigste Ursache für Nackenschmerzen. Das Ende vom Lied ist ein steifer Hals, wochenlange Krankheit oder ein Schaden, der Sie zum Dauerkunden beim Arzt werden lässt. Außer den erwähnten Auslösern kann natürlich auch ein Schleudertrauma (Autounfall, Sturz) oder eine Arthrose häufig die Ursache für Ihre lädierte Muskulatur sein.

Ursachen und Folgen von Nackenschmerzen

Es bleibt nicht bei den reinen Nackenschmerzen. Der Schmerz strahlt bis in die Arme und die Schultern aus, es kommt zum „steifen Hals“ – dann schmerzt schon jede Bewegung des Kopfes. Zu den reinen Nackenschmerzen kommen sehr oft Nebenbeschwerden wie Kopfschmerz, Sehstörungen, Schwindelgefühle. Müdigkeit und Ohrengeräusche. Zu diesen Nebenerscheinungen gehören auch Brennen, Kribbeln und Taubheitsgefühle in Schultern, Armen und Händen. Falsche Haltung beim Sitzen oder Liegen ist eine der häufigsten Ursachen für diese Schmerzen. Es gibt aber noch häufig andere Ursachen für die teuflischen Schmerzen:

  • Ihre Nackenmuskeln sind häufig überlastet
  • Lassen Sie beim Arzt richtig untersuchen, ob nicht ein Wirbelbruch nach einem Unfall vorliegt oder ein schlecht behandeltes Schleudertrauma die Schuld an Ihren Schmerzen trägt. Er wird die weitere Behandlung mit Ihnen besprechen.
  • Die Schmerzen (ebenso wie Rückenschmerzen) können auch durch einen altersbedingten Verschleiß der Halswirbelsäule entstehen.
  • Eine fortschreitende Osteoporose kann zur Überbeanspruchung von Ihrer Muskulatur führen – Sie bekommen Nackenschmerzen.
  • Lassen Sie beim Neurologen das Funktionieren Ihrer Nerven überprüfen. Diese können durch Nervenschädigung oder Nervenreizung gestört sein. Das Resultat: Ihr Nacken schmerzt, Sie brauchen die richtige Behandlung.. Die wird Ihnen dann helfen.

Mit diesen Übungen bekämpfen Sie die Nackenschmerzen richtig

Diese Schmerzen sind kein schicksalhaftes Gesundheitsproblem – sie müssen bei richtiger Behandlung nicht sein. Es gibt Hausmittel, die sind gut gegen die Ursachen und es helfen Übungen, mit denen Sie die Verspannungen lösen können. Hier einige Beispiele wie Sie das Syndrom Nackenschmerzen in den Griff bekommen, was Ihnen wirklichen hilft. Dazu brauchen Sie nur einen Stuhl. Auf den setzen Sie sich auf die Stuhlkante so, das Sie nicht abrutschen. Stellen Sie Ihre Beine fest baff den Boden, Ihr Oberkörper ist gerade und aufgerichtet. Für Ihren verspannten Nackenmuskeln und Rückenschmerzen empfiehlt die AOK diese Übungen:

  1. Übung
    Um Ihren Nacken zu entspannen müssen Sie die Schultern lockern und dehnen. Lassen Sie Ihre Schultern nach vorne und nach hinten kreisen. Wiederholen Sie die Übung fünfmal, wechseln Sie anschließend die Richtung.
  2. Übung
    Die hilft Ihnen, Ihre Muskulatur zu mobilisieren. Nehmen Sie wieder die Grundposition ein. Drehen Sie den Kopf nach rechts und schauen Sie dabei über die rechte Schulter, ohne den Kopf in den Nacken zu legen, sondern halten Sie ihn gerade.. Führen Sie anschließend den Kopf zur linken Schulter. Wiederholen Sie die Übung fünfmal. Das hilft Ihrer Gesundheit.
  3. Übung
    Es ist wichtig Ihren Nacken zu stärken, das hilft, die Ursachen der Nackenschmerzen zu bekämpfen. Legen Sie die Handinnenflächen auf die Stirn. Drücken Sie die Hände gegen die Stirn und die Stirn gegen die Hände. Halten Sie die Spannung fünf Sekunden. Legen Sie nun die Hände an den Hinterkopf und drücken Sie wieder von beiden Seiten fünf Sekunden lang. Diese Behandlung je Seite drei- bis fünfmal wiederholen.
  4. Übung
    Der sogenannte „Nackenspanner“ entspannt ebenfalls die Nackenmuskulatur und hilft gegen Nacken- und Rückenschmerzen. Legen Sie die rechte Hand an die Stirn, die linke Hand seitlich an den Hinterkopf. Versuchen Sie, den Kopf nach rechts zu drehen, halten aber dagegen. Wegen des Widerstands bewegt sich der Kopf nicht! Spannung fünf Sekunden halten. Nun die linke Hand an die Stirn, die rechte Hand an den Hinterkopf legen. Fünf Sekunden halten. Je Seite drei- bis fünfmal wiederholen. Nicht übertreiben, es soll keine Kraftprobe werden, sondern das Syndrom Nackenschmerzen lindern.
  5. Übung
    Mit dieser Übung stärken Sie die Muskeln von Hals und Nacken. Legen Sie Ihre rechte Handfläche etwas oberhalb des Ohres an und drücken Sie von beiden Seiten: Hand gegen Kopf und Kopf gegen Hand. Lösen Sie die Spannung nach fünf Sekunden. Wiederholen Sie die Übung zwischen drei- und fünfmal. Legen Sie nun die linke Hand an den Kopf und wiederholen Sie die Übung auf der anderen Seite.

Natürliche Wärme und weitere Tipps bei Nackenschmerzen

Sehr oft kommen die Nackenschmerzen von verspannten Muskeln im Hals-, Nacken- und Schulterbereich. Da hilft die richtige Physiotherapie. Bei dieser Therapie gegen Ihre Nackenschmerzen löste der Physiotherapeut die Verspannungen in der Nackenmuskulatur mit Massagen oder gezielten Handgriffen. Der wird Ihnen auch Übungen und Handgriffe zeigen, wie Sie selbst gegen die Schmerzen im Nacken vorgehen können. Meisten gehört zu dieser Behandlung auch eine Therapie mit natürlicher Wärme (Fango). Die ist eine Muss für eine erfolgreiche Therapie. Sehr gut sind Wärmepflaster, die eine Wärme Inn den gesamten verspannten Nackenbereich ausstrahlen. Schützen Sie Ihren Nacken mit einem Schal, eine Rollkragenpullover oder im Sommer vor der kalten Zugluft. Im Sommer ist die kalte Zugluft aus der Klimaanlage die größte Gefahr für Ihren Nacken. Wer in der Sommerhitze stundenlang bei offenem Autofenster durch die Gegend braust, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er am Abend Nackenschmerzen hat. Auch da hilft gegen Nackenschmerzen, einige Tipps:

  • Schlafen Sie mit einer Nackenstütze und einer rückenschonenden Matratze.
  • Wenn der Nacken schmerzt, dann legen Sie einen warmen Quarkwickel auf.
  • Sehr oft sind Kopfschmerzen die Folgen eines verspannten Nackens. Nehmen Sie dann entzündungshemmende Schmerzmittel.
  • Ihre Arbeitsplatz muss so eingerichtet sein, das Sie Ihren Hals in einer bequemen Position halten können.

Diese Hausmittel helfen Ihnen gegen Nackenschmerzen

Gegen die lähmenden Schmerzen im Nacken gibt es viel bewährte Hausmittel. Ich sage Ihnen hier, was Ihrer Gesundheit wirklich nützt:

  • Besorgen Sie sich einen Kirschsteinsack, den Sie im Backofen aufwärmen und dann auf die schmerzende Stelle legen. Hilft besonders in der Nacht, wenn Sie der Schmerz nicht schlafen lässt.
  • Sauna und Dampfbad sind immer hilfreich um die Nackenmuskulatur zu entspannen. Aber lassen Sie beim Kaltduschen nach der Sauna die verspannten Körperstellen aus, sonst verhärten diese – der Schmerz beginnt aufs Neue.
  • Beugen Sie Ihren Kopf im Stehen vorsichtig nach links, während Ihre rechte Hand sich nach unten streckt, bis Sie eine Dehnung im Hals rechts spüren. Halten Sie nun die Position für zehn Sekunden und fahren anschließend auf der linken Seite genauso fort.
  • Auch ein Hirsekissen hilft gegen quälende Nackenschmerzen. Das Kissen stützt Ihre Muskeln in Schulter und Nacken und passt sich Ihrer Halten an. Besonders für die Nacht ist es richtig, denn es nimmt Hautfeuchtigkeit auf und schmiegt sich auch bei einer Bewegung dem Körper an. Das tut Ihrer Gesundheit gut.