Vorweihnachtszeit: So vermeiden Sie das Burn out Syndrom

Hektik und Hast vor Weihnachten: Was muss gekauft werden, wem muss ich schreiben, wo sollen wir feiern, was soll es als Weihnachtsbraten geben, wer freut sich über welches Geschenk, wer muss einglasen werden - da braut sich ein kräftiges Burn out Syndrom zusammen. Das können Sie aber auch leicht vermeiden. Wie das geht, was Sie tun und was Sie unbedingt lassen sollten.

 

Der Advent gilt zwar als „stillste Zeit im Jahr“. Doch die meisten von uns haben speziell in diesen Tagen viel Stress und Hektik, leiden an schwachen Nerven und sind angespannt das Burn out Syndrom meldet sich. Es ist nicht sehr sinnvoll, in dieser Situation ein beruhigendes Medikament zu schlucken. Es gibt eine Reihe von wirksamen natürlichen Hausmitteln, mit denen man Nervosität, Erschöpfung und Anspannung wirksam bekämpfen kann, sodass man zum Fest selbst längst wieder gut drauf ist.

Das gute Nervenbad

Ziehen Sie sich inmitten des Advent-Trubels für zwei Stunden ins Badezimmer zurück und genießen Sie ein Wannenbad. Dazu sollten Sie jeweils 2 Liter eines Heilkräuter-Aufgusses vorbereiten, den Sie dann ins Badewasser gießen. Gegen Nervosität und Anspannung helfen Ihnen Melissenblätter, Hopfenblüten und Passionsblume. Übergießen Sie in einem Küchentopf 2 bis 3 Hände voll von den getrockneten Heilkräutern, zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen. Dann durchseihen, in die Wanne gießen, mit den Händen im Wasser verteilen und dann darin 20 Minuten genüsslich baden. Danach für eine Stunde ins Bett zum Ausruhen zurückziehen. Dann haben Sie wieder Nerven wie Drahtseile.

Die Tees für guten Schlaf

Es macht aber auch Sinn, 3 mal täglich einen beruhigenden Kräutertee zu trinken. Da gibt es die Auswahl zwischen Lavendelblütentee, Melissentee, Hopfentee, Johanniskrauttee oder Baldrianwurzeltee. Lavendelblüten, Hopfenblüten und Melissenblätter bereitet man klassisch zu: 1 gehäufter Teelöffel wird mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen, 8 bis 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann durchseihen und lauwarm mit etwas Honig langsam in kleinen Schlucken trinken. Der Baldriantee muss kalt angesetzt werden: 1 gehäufter Teelöffel kleingehackte Baldrianwurzel wird übe Nacht mit einem Viertelliter kaltem Wasser angesetzt. Am nächsten Morgen durchseihen, leicht erwärmen und ungesüsst trinken. All diese Tees fördern auch das Einschlafen und Durchschlafen. Und auch das ist in der hektischen Advent-Zeit sehr wichtig, wenn man gesund bleiben möchte.

Nahrung für die innere Ruhe

Für unterwegs eignet sich ein uraltes Hausmittel: Geben Sie 5 Tropfen Lavendelöl ( Apotheke) auf ein Taschentuch und schnuppern Sie tagsüber mehrmals daran. Die ätherischen Öle der Lavendelblüten, vor allem das Linalyt-Azetat, wirken nervenberuhigend. Sehr hilfreich ist es auch, wenn Sie 3 mal täglich 2 Eßlöffel Johanniskrautsaft ( Reformhaus) in etwas Wasser verrühren und trinken. Tanken Sie über die tägliche Ernährung B-Vitamine: B 1 – das „Nervenvitamin“ aus Naturreis, Vollkornbrot und Hülsenfrüchten, B 2 aus Milchprodukten, B 5 aus Champignons, B 6 aus Nüssen, Haferflocken, Hefeflocken und Pellkartoffeln, B 12 – das Energie-Vitamin – aus Sauerkraut, Makrele, Sanddornsaft und aus Fleisch, Folsäure aus Wurzel- und Grüngemüse. Sehr gute Nervenstärker im Advent sind getrocknete Datteln, Rosinen und Apfelringe, die man langsam und intensiv kauen sollte. Sie liefern den Mineralstoff Magnesium. Die Rosinen und Datteln versorgen uns mit B-Vitaminen, die ebenfalls optimale Nervenstärker sind. Eine ganz besonders wichtige Substanz für starke Nerven ist das Lecithin aus der Sojabohne, das in den Nervenzellen gebraucht wird. Rühren Sie zum Frühstück 2 Esslöffel Lecithin-Granulat ( Reformhaus) in einen Becher Naturjoghurt, etwas stehen lassen und dann essen. Der Nebeneffekt: Sie verbessern auch die geistige Fitness. Das Soja-Lecithin liefert den Stoff Cholin ans Gehirn, und das Gehirn baut daraus Acethylcholin, den wichtigsten Botenstoff fürs Denken. Es macht auch Sinn, im Trubel der Vorweihnachtszeit – unmittelbar vor dem Fest – Soja-Gerichte in den Speiseplan einzubauen. Auch sie verbessern das Nervenkostüm.

Helfer für die Entspannung

Und hier noch gute Tricks, mit denen man ganz schnell die Nerven stärken und Anspannungen loswerden kann:

  • Kauen Sie 5 Rosinen oder 3 Stück von den großen Sultaninen.
  • Oder lassen Sie 1 Teelöffel Honig langsam im Mund zergehen.
  • Oder essen Sie langsam und genussvoll eine reife Banane.
  • Eine sehr wirksame schnelle Hilfe gegen schwache Nerven: Kauen Sie Rosinen und Walnüsse gemeinsam.
  • Lassen Sie einfach in kritischen Situationen einen Teelöffel mit Blütenhonig langsam auf der Zunge zergehen.
  • Trinken Sie ein Viertelliter Liter frisch gepressten Orangensaft mit 3 Esslöffel Feigensirup aus dem Reformhaus. Sie versorgen sich damit mit einer raffinierte Kombination aus reichlich Vitamin C und viel Magnesium.

Vitamin C gegen den Stress

Woran wenige im Trubel der Vorweihnachtszeit denken: Vitamin C hilft gegen Stress und Stressfolgen. Daher sollte man sich kurz vor dem Fest aus der Natur mit reichlich Vitamin C versorgen. Die beste Möglichkeit bietet Sanddorn-Sirup, eins zu sechs oder eins zu sieben mit Wasser aufgegossen. Wenn Sie diesen Mischung in einem Viertelliter Wasser herstellen, dann tanken Sie mit diesem Glas etwa 400 Milligramm Vitamin C. Dazu eine interessante amerikanische Studie: Wer einmal am Tag 15 Minuten Stress und Ärger hat, verbraucht in dieser zeit etwa 300 bis 320 Milligramm Vitamin C. Ein Glas Sanddornsaft wäre da ein geeigneter Ausgleich, damit man – allein schon als Schutz vor Erkältungen – genügend „Sprit“ für die Killerzellen hat, die ja ohne Vitamin C nicht aktiv werden.

All diese Tipps sind natürlich für den Diabetiker nicht geeignet. Vor allem, wenn man den Sanddornsirup mit Honig oder Rohrohrzucker einsetzen möchte.

Was Sie noch tun sollten

Zu diesen verschiedenen Hausmitteln sollten Sie noch einige zusätzliche Maßnahmen setzen:

  • Sorgen Sie jede Nacht für 6 bis 7 Stunden erholsamen Schlaf.
  • Meiden Sie Alkohol, zuviel starken Kaffee sowie Nikotin.
  • Wandern Sie am Wochenende eine Stunde durch die Natur. Bleiben Sie inmitten eines Nadelwaldes stehen und atmen 10 Minuten lang so richtig durch. Die Stille und der Sauerstoff werden Ihnen viel Kraft für die turbulenten Feiertage geben.

Mit Wasser gegen den Stress

Was man nicht oft genug sagen kann: Wasser spielt im Kampf gegen Stress eine bedeutende Rolle. Auch im Advent. In Stress-Situationen verliert der Körper über Harn und Schweiß viel Flüssigkeit. Das Blut wird dick, fließt langsamer, bringt zu wenig Sauerstoff in die Zellen. Der Blutdruck steigt. Man ist sehr stressanfällig. Wer jeden Tag eineinhalb bis zwei Liter Wasser trinkt, der kann das alles vermeiden. Wasser macht stark gegen Stress.

Ja, und dann gibt es einen kleinen Trick für eine kleine Meditation, die jeder durchführen kann. Schauen Sie wenigstens einmal am Tag verträumt in das Licht der brennenden Kerzen am Advent-Kranz. Damit zaubern Sie wenigstens einige Minuten lang für Körper, Geist und Seele die stillste Zeit im Jahr.