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UV-Strahlung immer gefährlicher: So vermeiden Sie Hautkrebs

Weißer Hautkrebs

© Markus Bormann - Fotolia.com

"Es gibt keine gesunde Bräune", stellt die American Skin Association fest. Und "Es gibt keine Sonnen-Dosis, die gut für die Haut ist," behauptet Dr. Robert Brodell, Professor für Dermatologie am Medical Center der Universität von Mississippi. Schätzungen besagen, das allein in diesem Jahr etwa 200 000 Fälle von Hautkrebs durch die gefährliche UV-Strahlung der Sonne entstehen. Auch wenn Bräune Gesundheit und Vitalität vortäuscht - die genetische Struktur der betroffenen Hautpartien bleibt für immer beschädigt. Sommer, Sonne, Sonnenbrand - da entwickelt sich ein Hautkrebs am schnellsten. Also haben wir ein großes Thema: So vermeiden Sie den Hautkrebs.

Beachten Sie den UV-Index

Schon ein leichter Sonnenbrand erhöht das Risiko für Melanome - und das ist die tödlichste Version von Hautkrebs. Die Erkrankungsrate für diese Art von Krebs ist heute höher als für alle anderen Krebsarten zusammen. Beachten Sie deshalb immer den UV-Index. Erreicht er den Wert 6 oder 7, dann ist das ein hohes Risiko für Ihre ungeschützte Haut, die Sie der Sonne aussetzen. Da muss Ihre Sonnenschutzcrme den Lichtschutzfaktor von mindestens 30 haben. Und Ihre Sonnenbrille bietet dann sicheren Schutz gegen UVA- und UVB-Strahlen, wenn sie die Kennzeichnung UV 400 trägt.

Gefahr durch die phototoxische Dermatitis

Sehr gefährlich ist die in Mode gekommene "Sunburn Art": Dabei werden auf die Haut Schablonen gelegt, um Muster auf der Haut "einzubrennen". Das sollten Sie unbedingt bleiben lassen. Bereits 15 Minuten pralle Sonne können genügen, um bei Menschen mit heller Haut Verbrennungen 2. oder sogar 3. Grades zu verursachen. Es kommt dann zu einer so genannten phototoxischen Dermatitis. Die Folgen sind schlimm: Fieber, Schwellungen, Übelkeit, Dehydrierung sogar Ohnmacht können auftreten. Wenn Sie eine solche phototoxische Reaktion erleiden, dann müssen Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der kann durch Behandlungsverfahren das Hautkrebsrisiko senken.

Die Sommersprossen werden häufiger: Das Hautkrebsrisiko steigt

Aber nicht nur Hautkrebs ist eine grosse Gefahr durch die UV-Strahlen der Sonne. Eine sich ständige wiederholende UV-Bestrahlung führt auch zum so genannten "Photoaging", das bedeutet "Lichtalterung". Da rufen die Strahlen eine Austrocknung und Faltenbildung der Haut hervor. Muttermale haben sehr viele Menschen, sie sind an sich ungefährlich. Wenn Sie aber zu den Sonnenanbetern gehören, dann sollten Sie sowohl Muttermal wie auch Sommersprossen immer wieder kontrollieren. Wenn sich die Zahl der Sommersprossen drastisch erhöht oder wenn plötzlich Muttermale neu auftreten - dann müssen Sie einen Dermatologen kontaktieren. Denn auch aus diesen Hautveränderungen kann ein Krebs entstehen.

Wir brauchen aber das Sonnenlicht

Nun braucht aber der Mensch Sonnenlicht für wichtige Funktionen. Es reduziert zum Beispiel den Melatoninspiegel, wir werden dadurch energievoller und weniger müde. Ohne Sonnenlicht können wir kein lebenswichtiges Vitamin D erzeugen. Sonnenstrahlen erhöhen den Serotoninspiegel - das macht uns optimistisch und glücklich. In allen Fällen aber genügen kurze Sonnenaufenthalte vollkommen. Die sollten nur länger als zehn Minuten am Stück dauern.

Vorschläge, wie Sie das Krebsrisiko verringern können.

Die UV-Strahlung wird für uns immer gefährlicher, wie kann ich also Hautkrebs vermeiden? Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat diese Ratschläge ausgearbeitet:

  • Da Kinder besonders gefährdet sind, sollten diese nie in der prallen Sonne spielen, oder sich länger darin aufhalten. Sie müssen immer einen Kopfschutz tragen. Im Freibad oder am Meer müssen Sie die Kinder jede Stunde nachcremen. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) entwickeln Kinder, die frühzeitig und häufig der Sonne ausgesetzt sind, mehr Muttermale als Kinder, die vor der Sonne geschützt werden. Und daraus kann später ein Krebs entstehen.
  • Sonnenbaden am Wasser ist gefährlich. Durch die Reflexion der Sonnenstrahlen kann die UV-Belastung um bis zu 90% steigen.
  • Solarien sollten eigentlich tabu sein. Eine Vorbräunung im Solarium vor dem Urlaub schützt die Haut nicht nennenswert.
  • Beim richtigen Einsatz von Sonnencrems vermeiden Sie nicht nur einen Sonnenbrand, sondern senken auch das Risiko für einen Hautkrebs.
  • Körperteile, die sonst durch Bekleidung geschützt sind, brauchen besonderen Schutz. Das sind: Oberschenkel, Fussrücken Po und Oberkörper.
  • Achten Sie unbedingt nicht nur auf dem LSF (Lichtschutzfaktor). Der verhindert den durch die UV-B-Strahlen verursachten oberflächlichen Sonnenbrand. Wichtig ist auch der Schutz vor den UV-A-Strahlen. Die dringen tief ins Gewebe ein, zerstören es und lösen die vorzeitige Hautalterung aus. Achten Sie also auf das "UV-A-Siegel.