Ursachen für schlecht hören

Ursachen für schlecht hören

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Wenn Sie Gesprächen nicht mehr folgen können, wenn sie Vogelgezwitscher nicht mehr vernehmen, wenn Sie bei lautem Umfeld den Sinn von Worten nicht mehr verstehen - dann gehören Sie zu den Millionen Menschen die schlecht hören. Das macht einsam, das grenzt aus, denn schlecht hören ist eine soziale Katastrophe. Es gibt viele Möglichkeiten, die beste Möglichkeit beim Problem schlecht hören aber ist ein Hörgerät. Hier erfahren Sie die Ursachen, wie es kommt, dass Sie irgendwann einmal schlecht hören - und was Sie dagegen tun können.

Wenn Sie merken, dass Sie schlecht hören, dann müssen Sie zum Arzt um die Ursachen feststellen zu lassen. Der wird Sie durchtesten - und Ihnen dann wahrscheinlich ein Hörgerät vorschlagen. Damit sollten Sie sich anfreunden, denn die modernen Hörgeräte sind eine wirklich gute Hilfe: Klein, unauffällig, sehr leistungsfähig und mit etlichen Variationsmöglichkeiten für ein besseres Hören. Damit können Sie nicht nur besser hören und fühlen sich in geselligere Runde besser -Ihr Gehirn verlernt auch nicht die Verarbeitung von Tönen, es bleibt im Training.

Wenn Sie merken, dass Sie schlecht hören, dann ist wahrscheinlich Lärm eine der Ursachen für Ihr Problem. Wenn Sie langfristig einem hohen Lärmpegel ausgesetzt sind (Baulärm, lauter Arbeitsplatz, häufige Discobesuche, starker Verkehrslärm), dann kommt es zur Lärmschwerhörigkeit (Lärmtrauma). Wenn Sie diese Lärmbelästigung beruflich nicht vermeiden können, dann sollten Sie zu Ohrenstöpseln greifen und immer wieder längere "Lärmpausen" einlegen. Das sind mehrere Stunden Stille oder nur gedämpfte Geräusche. Für so eine akustische Pause ist ein stiller Urlaub sehr geeignet.

Es kommt auch vor, das Ihre Schwerhörigkeit von Ihrem Körper selbst erzeugt wurde. Wenn Sie zum Beispiel eine Otosklerose entwickeln. Dabei kommen die Schallwellen gar nicht mehr bei den Sinneszellen an. Die Ursache: Bei einer Otosklerose verhärten und verknöchern wichtige Teile des Ohr und blockieren die Schallwege. Wenn Sie das feststellen, unbedingt zum Arzt gehen, denn diese Schwerhörigkeit kann durch eine Operation behoben werden.

Wenn Sie schwer hören, dann kann das auch einen ganz einfachen Grund haben: Ihr Gehörgang ist verstopft. Zum Beispiel durch Ohrenschmalz. Ältere Menschen - vor allem die Männer - produzieren ab 60 relativ große Mengen Ohrenschmalz. Das führt zur Bildung von Pfropfen, die den Gehörgang blockieren. Wenn Sie da eine professionelle Reinigung beim Ohrenarzt vornehmen lassen, dann kann sich Ihre Schwerhörigkeit um bis zu zehn Dezibel verbessern - und das ist sehr viel. Manchmal sind aber auch Fremdkörper im Gehörgang schuld an Ihrer Schwerhörigkeit. Ärzte haben in Ohren schon Erbsen, Papierpfropfen oder sogar Glasperlen gefunden.

Hin und wieder kommt es vor, dass Sie einem sehr starken Knall oder einer Unfallverletzung am Ohr ausgesetzt sind.Das kann zu einer Beschädigung des Trommelfells führen: s reisst ein, oder es bekommt Löcher. Das führt bau sehr starken Schmerzen und zum einem schlagartigen Verlust des Hörvermögens: Sie hören auf einmal sehr schlecht. wenn die Verletzungen kleinflächig sind, dann repariert sich das Trommelfeld selbst. Sind sie aber grösser, dann hilft nur eine Operation beim Arzt.

Manchmal ist aber gar nicht das Ohr schuld daran, dass Sie schwer hören: Ihr Gehirn wertet die übertragenen Schallwellen nicht mehr richtig aus. Sie hören zwar die Töne, aber Ihr Gehirn kann damit nichts anfangen, sie nicht einordnen. Das ist ein gefährliche Zeichen, denn dahinter kann ein Schlaganfall stecken. Wenn Sie dieses Symptom bei sich entdecken - sofort zum Arzt, denn da muss ganz schnell eine Therapie eingeleitet werden. Genau so plötzlich kommt der Hörsturz. Plötzlich just das Hörvermögen auf einem oder auch auf beiden Ohren völlig weg, oder stark vermindert. Die Ursache dafür liegt wahrscheinlich an Durchblutungsstörungen in Ihrem Innenohr. In diesem Fall müssen Sie für eine bessere Durchblutung sorgen.

Ihr Hörvermögen kann aber auch durch chronische Krankheiten eingeschränkt werden. Zum Beispiel durch "Morbus Menie`re." Das ist ein krankhafter Überdruck im Innenohr. Wenn Sie plötzlich Ohrensausen haben,m an Drehschwindelattacken leiden und schlecht hören, dann könnte diese Krankheit die Ursache sein. Diese Krankheit ist nicht heilbar,m kann aber durch Medikamente gemildert werden.

Eigentlich sollen Medikamente ja heilen - aber manchmal haben Sie Nebenwirkungen, die sehr unangenehm  sein können. Sie könne auch dazu führen, dass Sie schlecht hören. Dazu gehören etwa Chinin, Acetylsalicylsäure und einige Antibiotika. Die werden unter Umständen gefährlich, wenn sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Diese Möglichkeit sollten Sie über einen Arzt prüfen lassen.