Trockenes Auge: Damit Ihre Augen nicht brennen

Trockenes Auge: Damit Ihre Augen nicht brennen

© vgstudio - Fotolia.com

Ihre Augen sind rot, sie brennen, Sie haben das Gefühl, einen Fremdkörper im Augen zu haben. Die Ursachen für dieses Beschwerden: Das Symptom: Trockenes Auge. Es fehlt an genügend Tränenflüssigkeit. Trockene Augen zählen mit zu den in Deutschland am weit verbreitetsten Krankheiten. Die Ursachen sind vielfältig, oft hilft nur noch eine Behandlung durch den Arzt. Es gibt aber auch gute Hausmittel, mit denen sie die Ursachen - meist fehlende Tränenflüssigkeit - beheben können.

Oft stecken hinter dem Problem trockene Augen äußere Einflüsse wie zum Beispiel Kontaktlinsen, oder eine Reizung durch Luftzug, oder zu trockene Luft durch Klimaanlagen. Aber auch Erkrankungen wie Diabetes können der Auslöser sein. „Künstliche Tränen“ sind ein Mittel gegen die zu geringe Tränenflüssigkeit. Bei deren Benutzung müssen Sie aber darauf achten, das sie möglichst  ohne Konservierungsstoffe sind.

Trockenes Auge: Mangel an Tränenflüssigkeit

Damit unsere Augenoberfläche glatt und geschmeidig bleibt und wir gut sehen können, brauchen wir als Schutz den Tränenfilm. Ausserdem hat die Tränenflüssigkeit eine keimtötende Wirkung. Überdies versorgt die Tränenflüssigkeit die durchsichtige Hornhaut auch mit Sauerstoff und Nährstoffen, denn diese besitzt keine eigenen Blutgefäße. Bei trockenen Augen haben Sie oft das Gefühl, als hätten Sie Sand oder andere Fremdkörper in den Augen. Häufig ermüden die Augen schnell, zum Beispiel bei der Arbeit am Bildschirm. Zudem sind sie stark lichtempfindlich. Bei trockenen Augen kann auch ein Druckgefühl im Auge entstehen. In seltenen Fällen schmerzen trockene Augen. Paradoxerweise tränt ein trockenes Auge auch vermehrt.

Beim Fernsehen, bei der Arbeit am Computer oder auch beim konzentrierten Autofahren (vor allem in der Nacht) blinzeln wir weniger. Dadurch wird weniger Tränenflüssigkeit auf dem Auge verteilt.  Tabakrauch, Autoabgase und Ozon in der Atmosphäre reizen die Augen zusätzlich. Zugluft, Autogebläse, Klimaanlagen oder trockene Heizungsluft steigern die Verdunstung des Tränenfilms. Zu lange Tragezeiten von Kontaktlinsen mit geringer Sauerstoffdurchlässigkeit wirken ebenfalls austrocknend und reizend. Die Produktion von Tränenflüssigkeit wird verringert.

Trockenes Auge im Alter

Mit zunehmendem Alter nimmt die natürliche Produktion von Tränenflüssigkeit ab. Dabei sind interessanterweise Frauen mehr gefährdet als Männer. Der Grund: Der Rückgang des weiblichen Hormons Östrogen kann die Tränenflüssigkeitsproduktion stören.  Aber auch Krankheiten können die Ursache für das Phänomen trockene Augen sein.  In vorderster Linie ist da Diabetes zu nennen. Dazu kommen Krankheiten wie Rheumatismus, entzündliche Gefäßkrankheiten und chronische Erkrankungen der Schilddrüse. Es kann aber auch ein Mangel an Vitamin A sein, der zu trockenen Augen führt. Der Grund für diesen Mangel kann falsche Ernährung oder eine Leberfunktionsstörung sein. Auf jeden Fall müssen Sie bei trockenen Augen die Symptome beachten und zum Arzt gehen.

Sehr oft werden gegen trockene Augen "künstliche Tränen" verschrieben. Wenn die Tränenproduktion zu gering ist, helfen Tränenersatzmittel, welche die wässrige Phase der Tränenflüssigkeit ergänzen. Zur Verbesserung der Qualität des Tränenfilms werden fetthaltige Präparate eingesetzt. Es gibt auch andere helfende Augentropfen.

So helfen Sie sich selbst

Aber Sie selbst können auch viel gegen Augentrockenheit tun, wenn Sie keine Tränenersatzmittel nehmen wollen. Achten Sie auf feuchte und frische Luft im Raum.  Setzen Sie sich nicht dem direkten Luftzug von Klimaanlagen (auch im Auto) aus. Legen Sie beim Arbeiten kleine Pausen ein, in denen Sie nicht auf den Bildschirm schauen, idealerweise jede Stunde etwa zehn Minuten. Es hilft auch bewusst zu blinzeln, denn beim Starren auf den Monitor verringert sich die Lidschlagfrequenz. Wenn Sie als Kontaktlinsenträger vorbeugend Tränenersatzmittel nehmen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass diese keine Konservierungsstoffe enthalten. Die können nämlich Allergien auslösen und die Trockenheit der Augen verstärken. Auch viel Trinken beugt trockenen Augen vor. Täglich sollten Sie mindestens zwei Liter zu sich nehmen.

Noch ein paar Tipps aus der Hausmittel-Apotheke bei Beschwerden

  • Verteilen Sie je einen EL lauwarmen Quark auf die geschlossenen Augen. Eine Viertelstunde einwirken lassen, dann sorgfältig abwaschen.
  • Streichen Sie mit dem Zeigefinger ganz leicht senkrecht von innen nach außen über das Oberlid in Richtung Pupille, dann über das Unterlid. Die Massage regt die Produktion der Tränenflüssigkeit an.
  • Nehmen Sie zwei benutzte Teebeutel Schwarztee und legen Sie sie abgekühlt auf Ihre Augen. Dies wirkt erfrischend und hilft gegen trockene Augen.
  • Frische Gurkenscheiben auf die Augen legen und zehn Minuten einwirken lassen.
  • Eine Möglichkeit, die Tränenflüssigkeitsbildung zu steigern, ist die Einnahme von Fischöl-Kapseln.
  • Künstliche Tränenflüssigkeit sollten Sie bei Zimmertemperatur lagern. Gekühlt wird sie zu dickflüssig.
  • Reiben Sie die Haut um die Augen mit Augentrosttropfen ein. Alternativ können Sie sich auch einen Augentrosttee zubereiten, damit einen Wattebausch befeuchten, und damit Ihre Augen auswaschen. Augentrosttropfen und –Tee erhalten Sie in der Apotheke.