Tipps zur Hilfe bei Trauer

Sie haben einen großen Verlust erlitten, sie sind traurig, das Leben ist leer - Sie trauern. Das ist gut so. Aber Sie müssen Mut der Trauer fertig werden, sonst bekommen Sie gesundheitliche Probleme bis hin zu Herzschmerzen, Migräne, Magenproblemen. Ja sogar Diabetes kann durch Trauer ausgelöst werden. Wie Sie Trauer bewältigen können

Hilfe gegen die Trauer

Unser Leben besteht nicht nur aus Fröhlichkeit und eitel Wonne. Vor allem im vorgerückten Alter bekommt man das zu spüren: Wenn Freunde, Verwandte oder Bekannte, die einem besonders viel bedeutet haben, von dieser Welt abtreten. Aber auch der Verlust eines Partners durch Scheidung oder die Trennung von einer langen Freundschaft sind tief greifende negative Erlebnisse. Im ersten Augenblick denkt man : „Die Welt bricht zusammen. Darüber komme ich nie wieder hinweg! Das schaffe ich nicht!“

Doch das Leben geht weiter. Wir selbst bestimmen, wie und wie lange wir trauern. Es sollte nicht zu lange andauern. Trauer nimmt einem zuerst nicht nur den Boden unter den Füßen weg. Trauer kann auch zu Herzschmerzen, Magenproblemen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, zu Konzentrationsstörungen, zu Ängsten und zu Erschöpfung führen. Ja, sie kann sogar Diabetes auslösen. Man hat oft das Gefühl, dass man die Kontrolle über das Leben verloren hat.

Wir müssen daher auch im Interesse der körperlichen wie geistigen Gesundheit mit der Trauer fertig werden. Die Phase sollte nicht länger als ein bis zwei Jahr andauern. Dann sollte man die Trauerwelle gemeistert haben. Dazu gibt eine Reihe von Rezepten, die uns helfen, dass wir Trauer besser verarbeiten können.

  • Sprechen Sie sich mit einem lieben Mitmenschen aus. Erzählen Sie ihm ihre Geschichte. Jemand, der zuhört, kann ein ungeheurer Trost sein. Genieren Sie sich nicht, in derartigen Gesprächen zu weinen. Das Weinen reinigt und stärkt die Seele.
  • Wenn Sie allein sind, dann bringen Sie Ihre Gedanken und Gefühle zu Papier. Schreiben Sie an den Menschen, den Sie verloren haben, einen Brief, ohne dass Sie jemals diesen Brief abschicken. Das heißt: Es macht auch Sinn, einem Verstorbenen zu schreiben.
  • Wenn Sie keinen neuen Anfang finden können und sich zu schwach dafür finden, dann suchen Sie Anschluss an eine Selbsthilfegruppe. Hier begegnen Sie anderen Trauernden und haben in Gesprächen die Chance, neue Perspektiven zu finden. Es ist vor allem auch beruhigend zu erfahren, dass rundum auch andere gibt, die trauern.
  • Tun Sie etwas Gutes. Trauer wirkt auf den Verstand, auf den Körper und auf die Seele. Ein gutes Werk, mit dem man anderen hilft, kann Kraft geben.
  • Ernähren Sie sich gesund mit reichlich Obst und Gemüse. Die Vitalstoffe stärken Ihre Immunkraft. Und die Bioaktiv-Stoffe können die Stimmung verbessern.

Gute Tees für Ihr Gemüt

  • Nutzen Sie die Kraft eines Heilkrautes. Trinken Sie in Zeiten tiefer Traue jeden Tag drei Tassen Lavendelblüten-Tee. Studien habe ergeben, dass man mit den ätherischen Ölen der Lavendelblüten Ängste und Trauer besser in den Griff kriegen kann. Und so wird der Trauerzeit-Tee zubereitet: 2 Teelöffel getrocknete Lavendelblüten ( Apotheke, Reformhaus) werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, durchseihen, mit etwas Honig süßen, lauwarm langsam in kleinen Schlucken trinken. Am besten morgens, mittags und abends.
  • Ein weiterer Tee – nämlich ein Gewürztee – kann helfen, die Seele zu festigen. Mischen Sie zu gleichen Teilen Anis, Fenchel und Kümmel. Zerstoßen Sie die Samenfrüchte in einem Mörser. Dann übergießen Sie davon einen gehäuften Teelöffel voll mit einem Viertelliter kochendem Wasser, lassen 10 Minuten zugedeckt ziehen und trinken den Tee dann lauwarm mit etwas Honig gesüßt langsam in kleinen Schlucken.
  • Trinken Sie in Zeiten der Trauer mehr Wasser als sonst. Wasser sorgt dafür, dass Ihr Blut flüssig bleibt, flott durch die Adern fließt und Sauerstoff sowie Nährstoffe besser ans Gehirn heranträgt. Das hilft mitunter, die Trauerzeit etwas zu verkürzen. Wenn Sie nämlich in der Zeit der Trauer aufs Wassertrinken vergessen, dann wird ihr Blut zäh und dick, fließt nur träge durch die Adern und kann alle Organe – vor allem das Gehirn – nicht mehr optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Sie sind dann der Trauer gegenüber nicht stressfest und werden lange keinen Trost finden. Das klingt banal, ist aber Tatsache.

Tipps für Trauernde

  • Entscheiden Sie sich, mit anderen einen Freizeitsport durch zu führen. Das lenkt ab, vor allem, wenn Sie mit dem Sport die Natur entdecken: also mit Wandern, Radfahren, Nordic Walking. Es muss unbedingt ein moderater Sport sein, bei dem Sie sich nicht anstrengen müssen.
  • Füllen Sie Ihre Leben mit neuen Inhalten. Widmen Sie sich karitativen Aufgaben. Oder nehmen Sie einen Beruf auf, der nicht viel Zeit kostet und auch noch etwas Geld bringt.
  • Erfüllen Sie sich einen langjährigen Wunsch: Unternehmen Sie eine Reise. Suchen Sie dabei neue Bekanntschaften. Dazu eignen sich Bus- und Schiffsreisen ganz besonders, weil sie mehrere Tage mit vielen anderen Menschen beisammen sind und sicher jemand finden, der Ihnen sympathisch ist.
  • Und haben Sie den Mut, nach längerer Zeit auch wieder mit fröhlichen, lachenden Menschen beisammen zu sein. Lernen Sie wieder zu schmunzeln. Suchen Sie wieder etwas Heiterkeit. Das geht langsam. Aber es geht dann doch wieder. Denken Sie immer: Ihre Seele kann nicht immer Trauer tragen. Sonst werden Sie krank.
  • Ganz wichtig: Achten Sie darauf, dass Sie jede Nacht etwa 7 bis 8 Stunden Schlaf haben. Ungestörten Schlaf. Das ist wichtig, damit Sie wieder starke Nerven bekommen. Im Schlaf kann der Organismus auch die Seele reparieren.
  • Halten Sie Ausschau nach einer guten Masseurin oder einem Masseur. Lassen Sie sich jede Woche massieren. Das nimmt seelische Verspannungen.
  • Wenn das alles nicht hilft, dann sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen: bei einem Psycho-Therapeuten oder einem Psychiater. Sprechen Sie zuerst darüber mit Ihrem Hausarzt.
  • Trost bringt vielen Menschen in der Trauer-Phase, wenn Sie mit dem Verstorbenen Gespräche führen.

Nicht nur das von der Trauer betroffene sollte sich mit diesem Thema befassen. Auch Freunde oder Familien-Angehörige sollten überlegen, wie sie dem Trauernden helfen können:

  • Sparen Sie sich Phrasen wie: „Mit der Zeit wirst Du darüber hinweg kommen. Du schaffst das schon.“ Das bringt dem Betroffenen gar nichts.
  • Reden Sie den Trauernden nicht an. Hören Sie ihm zu. Sie beweisen ihm damit mehr Mitgefühl.
  • Bitten Sie den Trauernden, aus seinen Erinnerungen zu erzählen. Ermuntern Sie ihn, über seine Gefühle zu reden.
  • Bieten Sie Ihre Hilfe im Alltag an: beim Kochen, beim Einkaufen, bei notwendigen Behörden-Wegen.
  • Haben Sie mit dem Trauernden Geduld. Bei manchen dauert es sehr lange, bis Sie die tiefe Trauer-Phase bewältigt haben...