Tipps: Gesund grillen im Sommer

Tipps: Gesund grillen im Sommer

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Sommer, Garten, Grillen - welch ein herrlicher Dreiklang. Nirgendwo schmeckt es besser als im Freien, wenn man zuschauen und riechen kann, wie auf dem Grill eine leckere Speise zubereitet wird. Wichtig dabei ist aber, das Sie gesund grillen. Das Sie nicht durch falsche Behandlung, falsches Grillen und falsche Nahrungsmittel gesundheitlichen Schaden anrichten. Gesund grillen im Sommer - hier Tipps, die Sie beachten sollten.

Ganz besonders wichtig beim gesunden Grillen im Sommer ist es, zu vermeiden das Fett auf glühende Grilkohle tropft. Das Fett verbrennt auf der Kohle, Rauch steigt auf und kommt ans Fleisch. In diesem Rauch ist Benzpyren vorhanden. So kommen bis zu acht Milligramm Benzpyren auf ein Kilo Fleisch. Das entspricht etwa dem Benzpyrengehalt von 600 Zigaretten. Sehr oft wird Bier auf das Fleisch oder zu grillende Wurst geträufelt um eine besonders knackige Kruste zu erzeugen. Schmeckt gut - ist aber kein gesundes Grillen. Denn in der so erzeugten Kruste stecken krebserregende Stoffe. WQas Sie unbedingt vergessen sollten ist das Grillen von bereits gepökeltem Fleisch oder Würsten (Kassler, Wienerle usw.). Dabei entstehen aus dem im Pökelfleisch enthaltenen Nitrit die Nitrosamine, die als krebserregend gelten.

Der einfachste Rat: Grillen Sie prinzipiell auf Alufolie, so kann kein Fett auf die Grillkohle tropfen und aufsteigender Rauch kommt nicht ans Fleisch oder die Würste. Wenn Sie einen offenen Grill benutzen, dann sollten Sie nur Holzkohle oder Holzkohlenbriketts benutzen. Kein Holz, kein Papieren und keine Tannenzapfen. Die Glut ist richtig fürs gesunde Grillen, wenn Sie von einer feinen weißen Ascheschicht bedeckt ist, das dauert mindestens eine habe Stunde.

Ganz wichtig ist das Fett, wenn Sie gesund grillen möchten. Das fängt schon beim Öl an, denn nicht jedes Öl ist gut für den Grillabend. Maiskeimöl (eigentlich sehr gesund), oxidiert beim Grillen es entsteht ein starker Rauch mit gefährlichen Stoffen. Das gilt auch für Butter und Margarine. Es ist besser, wenn Sie das Grillgut mit Erdnuss- oder Olivenöl bestreichen. Auch Mischöle halten hohe Temperaturen aus.

Die beliebtesten Grillgerichte haben einen Grundfehler: Sie sind zu fett. Schweinenacken, Koteletts oder Bratwurst haben einen zu hohen Fettanteil - bis zu 30 Prozent. Also greifen Sie doch mal zu magerem Geflügel, magerem Rindfleisch - oder zu Fisch.  Das Argument: "Zu mager, vertrocknet auf dem Grill", zieht nicht - Sie dürfen das Grillgut eben nur ganz kurz der Grillhitze aussetzen. Selbst der hitzeempfindliche Fisch wird wunderbar, wenn Sie ihn - zusammen mit den Gewürzen und etwas Öl - in eine Alufolie einwickeln und so auf den Grill legen.

Wunderbar und sehr gesund sind diese Nahrungsmittel zum Grillen geeignet:

Maiskolben
Bestreichen Sie ihn mit Butter und legen Sie ihn auf den Grill. Saufpassen, das er nicht anbrennt. Mais gehört zum gesunden Grillen, weil er glutenfrei ist. Er enthält das Provitamin A, einige wichtige B-Vitamine, Vitamin C und vor allem Vitamin E, das ist wichtig für die Zellerneuerung. Mais ist außerdem reich an den Mineralstoffen Zink, Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium und Phosphor. 100 Gramm haben 330 Kalorien und Mais hat sehr viele Ballaststoffe. Am besten schmeckt Mais, wenn er frisch geerntet ist.

Kartoffeln
Die lassen sich gut in der Schale direkt auf dem Grill oder auf Alufolie grillen. Passt wunderbar zum Grillfleisch oder einfach pur mit einem Dipp. Sie ist kein Dickmacher, denn 100 Gramm Kartoffel enthalten etwa 70 Kalorien. Dafür hat sie aber ein sehr hochwertiges Eiweiß, das vom Körper gut aufgenommen wird. Sie habt einen hohen Anteil an B-Vitamionen und Vitamin C. Besonders wichtig ist sie als Kaliumspender. Wenn Sie blaue Kartoffeln grillen, dann senken Sie damit Ihren Blutdruck.

Tomaten
Tomaten sollten eigentlich zu jedem Grillabend gehören, denn ohne sie ist gesundes Grillen gar nicht denkbar. Sie ist absolut kalorienarm, hat kein Fett aber dafür den sekundären Pflanzenfarbstoff Lycopin. Und der schützt vor koronaren Herzerkrankungen und Arteriosklerose. Lycopin ist ein Caratinoid, das bereits vorgeschädigte Zellen wieder reparieren kann. Es ist fettlöslich, deshalb sollten Sie gegrillte Tomaten immer mit etwas Olivenöl beträufeln. Der besondere Vorteil von Tomaten: Das Lycopin ist hitzebeständig.

Paprika
Die Frucht in Streifen schneiden, mit Öl beträufeln und auf den Grill legen. In der Paprika stecken viele Vitamine, vor allem Vitamin C. Außerdem Vitamin E, Magnesium, Kalium, Eisen und Kalzium. Und das Capsaicin, das ihr die Schärfe gibt. Paprika ist total kalorienarm und hat einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Das fördert die Verdauung uns reinigt den Darm.