Tipps gegen Wetterfühligkeit

Das Wetter wechselt wie der Blitz. Ein Hoch wird von einem Tief gejagt - Millionen Menschen leiden: Kopfweh, Migräne, Müdigkeit und Erschöpfungszustände sind die Folgen. Machen Sie Ihren Organismus gegen das Aprilwetter stark. Welche Rolle der Alkohol spielt, wie kaltes Wasser hilft, warum Spaziergänge so wichtig sind. Und welche Akupressur-Punkte Sie selbst mobilisieren können.

Das Achterbahn-Wetter macht uns fertig

Es ist jedes Jahr um diese Zeit immer wieder das Gleiche: An einem Tag ist es wunderschön und die Temperaturen klettern enorm hoch. Dann wieder ist es plötzlich wieder kalt. Man nennt diesen extremen Wetterwechsel im Volksmund „Achterbahn-Wetter“ oder „ Zick-Zack-Wetter“. Es ist jedes Mal eine Attacke auf Herz und Kreislauf. Die Frage ist nun: Wie kann man sich vor diesem verrückten Wetter, das ständig in Höhen und Tiefen wie durch Berg und Tal verläuft, schützen? Wie kann man den Organismus dagegen stark machen?

Das Achterbahn-Wetter ist für viele Menschen eine Riesen-Strapaze. Es kommt zu Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen, Migräne und lähmender Müdigkeit. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, mit denen man diese schnell wechselnden Wetterlagen meistern kann.

Tipps, die Ihnen bei Wetterfühligkeit helfen

  • Essen Sie wenig und entscheiden Sie sich für leichte Mahlzeiten: keine fetten, keine blähenden Speisen. Legen Sie Tage mit frischem Obst und rohem Gemüse ein. Ideal: Knackige Salate mit Olivenöl, Leinöl oder Rapsöl angerichtet. Als Dessert: Melonen genießen.
  • Reduzieren Sie das Rauchen, oder hören Sie am besten - zumindest vorübergehend - ganz damit auf.
  • Trinken Sie keinen Alkohol. Höchstens erst nach Sonnenuntergang.
  • Sorgen Sie für eine tägliche Aufnahme von 2 bis 3 Liter Flüssigkeit. Ideal für den Kreislauf: Mineralwasser nicht zu kalt , lauwarmen Hagebuttentee, Melissentee oder Kümmeltee. Dem Wasser sollten Sie etwas frisch gepressten Zitronensaft beifügen.
  • Zur Stärkung des Kreislaufs bei starken Wetter-Schwankungen hat sich sehr das Kneipp‘sche Wassertreten bewährt: Steigen Sie in kaltem Wasser - 20 Zentimeter hoch - in der Bade- oder Duschwanne im Storchenschritt 1 bis 2 Minuten umher. Gleich am Morgen.
  • Oder nehmen Sie ein lauwarmes Fußbad in einem Eimer. Verrühren Sie in dem Wasser eine Handvoll Kochsalz oder medizinisches Salz aus dem Toten Meer ( Apotheke ).
  • Wann immer Sie Zeit und Gelegenheit haben : Lagern Sie die Beine hoch.
  • Eine wunderbare Hilfe gegen Kreislaufbeschwerden durch das AchterbahnWetter ist das Armbad. Lassen Sie kaltes Wasser ins Waschbecken einlaufen. Tauchen Sie beide Arme bis zur Oberarm-Mitte ein. Bewegen Sie sie nun ein wenig hin und her. Bereits nach 20 Sekunden Arme herausnehmen, das Wasser abstreifen, abtrocknen.
  • Oder: Lassen Sie kaltes Wasser aus der Leitung über den Puls beider Hände. Höchstens eine Minute.

All diese Rezepte kann man einsetzen, wenn man auf Grund des Berg- und Tal-Wetters müde, abgeschlagen und leistungsgebremst ist, wenn leichter Schwindel auftritt. Bei ausgeprägteren Symptomen sollte unbedingt der Arzt informiert werden.

Ein indische Rezept bei Wetterfühligkeit

Bestimmte Faktoren verstärken die Empfindlichkeit gegenüber dem Achterbahn-Wetter: weil man sich nach der Arbeit nicht ausreichend erholt und entspannt hat. Oder man ernährt sich falsch. Oder man hat zu viel Alkohol getrunken, zu viel Medikamente genommen Es kann auch ein Mangel am Mineralstoff Magnesium die Belastung des Wetters verstärken. Oder man leidet unter zu niedrigem Blutdruck.

Was kann man nun tun, wenn man in erster Linie durch den extremen Wetterwechsel erschöpft ist? Da sollte man sich bewegen, so oft man Zeit hat:

und zwar an der frischen Luft. Ausgedehnte Spaziergänge in freier Natur sind ideal. Wichtig dabei: Man darf an den heißen Tagen nicht übertreiben. Anstrengende Sportarten sind abzulehnen. Vor allem an den kühlen Tagen ist die Bewegung ganz besonders wichtig.

Sehr wirksam bei Erschöpfung ist es, wenn man in kleinen Schlucken eine Tasse warme Gemüsebrühe oder Fleischbrühe trinkt.

Sehr zu empfehlen ist auch ein uraltes indisches Rezept. Man kocht 1/4 Liter Wasser einmal auf und trinkt es - möglichst warm - in kleinen Schlucken. Die Flüssigkeitszufuhr und die Wärme geben neue Energie. Als Alternative: 1/4 Liter Orangensaft mit 2 Esslöffel Sanddorn-Sirup und Saft von 1/2 Zitrone.

Auch sinnvoll: Zucker-, Honig- oder Wasser-Melonen. Aber auch Champignons, Rosinen , Nüsse. Der Organismus braucht Eisen: Das liefern Apfelmus, Kürbiskerne, Petersilie, Schnittlauch, grüne Erbsen.

Am Institut für Ernährungs-Forschung in New York hat man eine kuriose Entdeckung gemacht: Manche Menschen können rasch wieder Kraft finden, wenn sie 1 Esslöffel Senf auf ein Stück Vollkornbrot streichen und das dann essen. Oder wenn sie 1 saure Gurke essen.

Man kann sich beim Achterbahn- Wetter auch mit Gerüchen stark machen. Bei manchen Menschen hilft es, intensiv an einer aufgeblühten Freiland-Rose zu riechen. Oder an einer aufgeschnittenen Blutorange. Man kann auch ein paar Tropfen Blutorangenöl ins Taschentuch träufeln und dann tagsüber immer daran schnuppern.

Es gibt auch einfache Trainingsübungen, die beim Achterbahn-Wetter Energie liefern und den Kreislauf stärken:

  • Spannen Sie einfach einen Muskel oder mehrere Muskelgruppen für 10 Sekunden an und lassen Sie dann wieder locker. Zum Beispiel die Po-Backen. Oder die Oberarm-Muskeln. Oder die Bauchmuskeln. Das gibt Energie. Die Übung sollte jeweils 5 mal wiederholt werden.
  • Die isometrische Übung: Legen Sie vor Ihrem Gesicht die Handflächen wie zum Gebet zusammen. Und jetzt pressen Sie die Handflächen 1 Minute lang ganz fest gegeneinander. Gleich nach dem Aufwachen am Morgen und mehrmals tagsüber.

Akupressur gegen Wetterfühligkeit

  • Es gibt auch eine 5.000 Jahre alte Akupressur-Übung: Auf der Spitze der Mittelfinger beider Hände sitzt der Energie-Punkt KS 9 .Von hier aus gehen Energiepunkte, die den Kreislauf beleben. Reiben Sie nun einfach jeweils mit dem Daumen einer Hand die Spitze des Mittelfingers so fest, dass ein Wärmegefühl eintritt. Dann Pause machen und die Übung wiederholen.
  • Eine weitere Akupressur-Übung ist das Reiben am „Palast der Arbeit“. Der Punkt liegt zwischen den Knöcheln von Zeigefinger und Mittelfinger am Handrücken 1 Finger breit in Richtung Handgelenk.
  • Oder Sie reiben das "Tor des Bewusstseins", die Vertiefung im Nacken am Ende der Schädeldecke in kreisenden Bewegungen: 30 Sekunden reiben, 30 Sekunden Pause und immer wieder wiederholen.

Viele fragen zu diesem Thema: Wie ist das mit einem Glas Sekt ? Das soll ja auch helfen? Sekt ist keine echte Hilfe bei Problemen mit dem Achterbahn-Wetter. Er bringt den Blutdruck nur kurzfristig in Schwung. Schon nach ein paar Minuten ist die erfrischende Wirkung vorbei. Und dann wirkt nur der Alkohol, und der macht wieder müde.