Statt guter Vorsätze: Gesünder sündigen

Wir hatten doch so viele gute Vorsätze, als das Jahr begann. Wie aber sieht es mit der Realisierung aus? Die meisten schaffen es nicht: Wir rauchen weiter, wir essen zu viel, wir schütten literweise Kaffee in uns hinein, der Alkohol fließt immer noch zu reichlich, und die tägliche intensive Bewegung (mindestens eine halbe Stunde hatten wir geschworen) ist auch nicht realisiert worden. Was also tun, wenn wir unsere Vorsätze absolut nicht umsetzen können, wenn wir von vielen Alltagssünden nicht loskommen? Dann müssen wir die Strategie ändern, andere Tricks anwenden. Wir müssen uns bemühen, die bestehenden Sünden zu entschärfen, um sie wenigstens etwas weniger gefährlich zu machen. Wählen wir einen Weg, damit die Sünden gesünder werden.

 

Guter Vorsatz 1: Rauchen

Raucher brauchen Brokkoli. Sie müssen Einiges tun, die Belastung der Sünde „Rauchen“ zu entschärfen. Damit der Nikotin-Konsum nicht gar so gefährlich wird. Da gibt es einige wichtige Maßnahmen:

  • Nikotin und die Verbrennungsstoffe der Zigarette zerstören große Mengen von Vitamin C. Daher gilt die Faustregel: Der Raucher braucht drei Mal soviel Vitamin C, um sich wirkungsvoll vor Erkältungen und vor Stress schützen zu können. Wenn also der Nichtraucher an einem Tag 2 Orangen oder 2 Paprikaschoten genießt, um sich mit Vitamin C zu versorgen, so benötigt der Raucher die dreifache Menge.
  • Das ist allerdings noch kein Schutz vor Krebs. Zur Senkung des Risikos für Lungenkrebs sollte der Raucher jeden Tag 3 Tassen grünen Tee oder weißen Tee trinken. Der weiße Tee ist grüner Tee, der aus den ganz zarten, von Hand gepflückten Teeblättern vor der eigentlichen Ernte eingebracht wird. Er liefert zwar auch Vitamin C, vor allem aber tumorbremsende Polyphenol-Schutzstoffe.
  • Rauchen belastet auch die Leber, die Entgiftungszentrale des gesamten Organismus. Daher muß der Raucher die Leber besonders verwöhnen, muß ihr neue Kraft geben und sie beim Entgiften unterstützen. Das kann er, wenn er mehrmals im Jahr folgende 3-Wochen-Kur macht: Trinken Sie in dieser Zeit 3 mal täglich etwas Wasser mit 2 Teelöffel Artischockensaft aus dem Reformhaus. Die Wirkstoffe Cynarin und Cynaridin können sogar angegriffene Leberzellen regenerieren.
  • Raucher sollten 3 mal die Woche eine Portion gedünsteten Brokkoli essen. Das sind etwa 250 Gramm. Der Bioaktiv-Stoff Sulforaphan im Brokkoli sorgt dafür, daß Schadstoffe und Giftstoffe rasch ausgeschieden werden.
  • Zum Schutz vor dem gefürchteten Raucherhusten sollte der Raucher im Winter jeden Abend inhalieren. 2 Liter Wasser werden zum Kochen gebracht. Dann gibt man 15 Tropfen vom Hauptwirkstoff Cineol aus dem Eukalyptus-Blatt dazu und atmet die aufsteigenden Dämpfe 10 Minuten ein. Für unterwegs gibt es den Eukalyptus - Wirkstoff in Kapseln.

Guter Vorsatz 2: Das fette Essen

Wer vom fetten Essen nicht loskommt, der sollte das Fett entschärfen und die Belastungen reduzieren.

Sehr oft spürt man nach einem fetten Essen ein unangenehmes Völlegefühl. Da kann man sich mit dem Einsatz von Heilerde bestens behelfen. Sie sollte in jeder Hausapotheke verfügbar sein. Ein gehäufter Teelöffel wird in 1 Tasse Wasser verrührt. Dann trinkt man diese Brühe zügig. Die Heilerde bildet im Magen und im Darm eine riesige Oberfläche, saugt Fett und Giftstoffe auf, transportiert diese ab.

Sehr sinnvoll ist es auch, zu jeder fetten Speise Radieschen oder Rettich zu essen. Die beste Möglichkeit bietet da ein Salat aus geraffeltem Rettich oder aus in dünne Scheiben geschnittenen Radieschen. Die scharfen Senföle im Rettich und in den Radieschen binden einen Teil des aufgenommenen Fettes und führen es ebenfalls über den Darm ab, so daß es keinen Schaden anrichten kann.

Eine gute Möglichkeit, das Fett besser zu verdauen und einem unangenehmen Völlegefühl vorzubeugen, ist die Auswahl der Beilagen: Essen Sie zu fettem Fleisch Artischocken. Sie liefern die Hauptwirkstoffe Cynarin und Cynaridin. Diese unterstützen die Leber bei der Verarbeitung von Fett und könnn sogar bereits angegriffene Leberzellen reparieren. Man nützt diesen Effekt auch in der Naturmedizin: Ärzte raten, nach einer fetten Mahlzeit 2 bis 3 Kapseln mit dem Extrakt aus Artischockenblättern einzunehmen.

Man kann zum fetten Essen auch Rote Bete Salat konsumieren. Auch die Rote Bete macht fettes Essen weniger schädlich. Der Eiweißbaustein Betain hilft der Leber beim Verdauen von Fett und verbessert der Fettstoffwechsel. Man kann zur Mahlzeit auch 1/4 Liter Rote Bete Saft aus biologischem Anbau (Reformhaus) trinken.

Guter Vorsatz 3: Weg mit dem Kaffee

Wenn ein gesunder Mensch regelrecht „ süchtig“ nach Kaffee ist, sollte er bei mehr als 5 Tassen am Tag Einiges beachten, was das Koffein weniger aggressiv und etwas bekömmlicher macht. Sie sollten Kaffee immer nur als Genuss betrachten und in Muße und Ruhe trinken.

Das kann sich vor allem am Morgen sehr nachteilig auswirken. Ernährungsexperten in den USA haben errechnet: Wenn jemand morgens ein paar Tassen Kaffee trinkt und sich keine Zeit nimmt, etwas dazu zu essen, dann wird er zwar vorerst einige Zeit hellwach und konzentriert in den Tag gehen, sehr bald aber schon müde werden. Das Koffein verengt die Blutgefäße im Kopfbereich und bremst damit die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn.

Wenn man dazu isst, macht Kaffee für längere Zeit geistig fit. Sie sollten Kaffee am besten immer mit Papierfilter zubereiten, wenn Sie ein Ansteigen der Cholesterinwerte verhindern wollen. Im Kaffee befinden sich zwei Substanzen, welche das Cholesterin um etwa 10 Prozent anheben: das Cafestol und Kahweol. Diese Substanzen bleiben im Filter zurück. Das macht den Kaffee viel bekömmlicher und für Herz und Kreislauf gesünder. Im Übrigen werden das Cafestol und Kahweol auch bei der Herstellung von Instantkaffee ausgeschieden. Das alles hat eine Studie in Holland ergeben.

Wenn es darum geht, weniger Koffein aufzunehmen, muß man Espresso trinken.

Manche glauben, man kann das Koffein mit der Beigabe von Milch in den Kaffee entschärfen. Ein Irrtum: Das Koffein kann nur ab einem gewissen Fettgehalt entschärft werden. Nur wenn man Kaffeesahne dazu gibt, dann funktioniert das.

Guter Vorsatz 4: Weg mit dem Alkohol

Wer regelmäßig Alkohol trinkt und es nicht schafft, davon los zu kommen, der kann auch diese Sünde entschärfen. Dabei ist eine der wichtigsten Maßnahmen: Die Leber stärken:

  • Machen Sie mehrmals im Jahr eine 3- Wochen- Kur mit Mariendisteltee (Apotheke). Trinken Sie über den Tag verteilt 3 bis 4 Tassen ungesüßten lauwarmen Tee. So wird er zubereitet: 1 Teelöffel zerkleinertes , getrocknetes Mariendistel-Kraut wird mit 1 Tasse kochendem Wasser aufgegossen, 8 Minuten ziehen lassen, durchseihen.
  • Oder machen Sie eine 3-Wochen-Kur mit Artischocken-Frischpflanzensaft. Trinken Sie 3 mal täglich ganz wenig Wasser mit jeweils 2 Eßlöffel von dem Saft ( Reformhaus). Die Wirkstoffe Cynarin und Cynaridin geben der Leber nicht nur Kraft zum besseren und schnelleren Abbau des Allkohols, sondern sie können auch bereits angegriffene und lädierte Leberzellen wieder aufbauen und voll funktionsfähig machen.
  • Eine perfekte Leber-Aufbau-Kur kann man auch mit dem klassischen Brottrunk machen. Die Brotsäure-Bakterien im Brottrunk, sozusagen eine besonders aktive und starke Truppe von Milchsäure-Bakterien, transportieren den Alkohol rasch aus der Leber ab und machen sie damit stark. Man muß allerdings auch wissen, was beim Alkohol-Konsum im Körper des Menschen vor sich geht: Da werden ganz mächtig Mineralstoffe und Spurenelemente verbraucht und aus den Zellen gedrängt. Allen voran Magnesium und Zink. Es ist daher sehr wichtig, daß all jene, die regelmäßig Alkohol trinken, ebenso regelmäßig die Verluste an Vitalstoffen nachliefern.
  • Magnesium kann man am besten mit Kürbiskernen, Cashew-Nüssen, Mandeln, Haselnüssen, Erdnüssen , Walnüssen, Vollkornprodukten, mit Spinat, Bohnen, Erbsen, Linsen, Sojaprodukten, Meeresfischen, Krabben, Bananen, Rind- und Schweinefleisch, mit gekochtem Schinken, Pellkartoffeln und Tomaten tanken.
  • Zink liefern Austern, Hühnerherzen, getrocknete Linsen, Leber, Eigelb, Grünkern, Walnüsse, Hummer und Aal, aber auch Haferflocken.

Guter Vorsatz 5: Mehr Bewegung und Sport

Viele von uns nehmen sich zum Jahresanfang vor: "Ich werde regelmäßig Sport treiben!" Vielleicht wird sogar ein Fitneßgerät gekauft. Aber dann ist der Vorsatz vom Sport bald vergessen. Was kann man tun, um die Sünde mangelnder Bewegung zu entschärfen? Das Geheimnis lautet: Fitneß für Faule. Sport ohne wirklich echte Bewegung. Wer die Tricks kennt, kann da Einiges für die Gesundheit tun. Das Motto dazu lautet: Gesund und vital durch den Tag mit so wenig körperlichem Einsatz wie nur möglich. Während andere morgens oder abends Freizeitsport treiben und dabei richtig ins Schwitzen kommen, gibt es für die Faulen einfache, leichte Bewegungs-Übungen, die für Herz und Kreislauf sehr wertvoll und sinnvoll sind:

  • Wenn Sie morgens aufwachen, dann dehnen und recken Sie sich. Strecken Sie die Arme weit nach oben und ballen Sie dabei die Finger zu Fäusten.
  • Danach steigen Sie langsam aus dem Bett, bleiben aber gleich neben dem Bett stehen und beginnen nun mit den Zehen auf und ab zu wippen. Zuerst hängen dabei die Arme nach unten, später werden sie weit nach oben gestreckt. Die Übung muß 20 Mal wiederholt werden.
  • Danach bleiben Sie locker stehen, schauen geradeaus, heben und senken die Schultern soweit wie es geht. Die Übung sollte 10 mal wiederholt werden. Sie stärken damit die Schultermuskeln für den bevorstehenden Tag. Das ist ganz besonders für Autofahrer Schreibtischarbeiter wichtig.
  • Jetzt ist eine gute Zeit, daß auch die Faulen mit einer leichten Übung den Kreislauf stärken: Sie stellen sich locker hin, heben die Hände an die Ohren und beginnen die Hände langsam,dann schnell aus dem Handgelenk zu drehen. Und während Sie die Hände drehen, strecken Sie die Arme weit nach oben und führen dann die Hände zurück zu den Ohren. Sie fördern damit nach dem Haar-Röhrchen-System die Durchblutung im Kopfbereich - völlig ohne Anstrengung.

Guter Vorsatz 6: Weg mit der Schokolade

"Ich werde 2008 nicht mehr soviel Süßes naschen!" Das ist ein guter Vorsatz, schwer einzuhalten, aber auch nicht unbedingt notwendig. Denn man muß nicht auf alternative süße Genüsse verzichten.

  • Kauen Sie Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen, Pflaumen und Apfelringe. Sie liefern Fruchtzucker mit vielen Mineralstoffen und werden bestens verstoffwechselt. Das macht der Bauchspeicheldrüse keinen Streß.
  • Naschen Sie Schokolade mit einem Kakao-Anteil von etwa 70 bis 80 Prozent. In diesem Fall nimmt man reichlich vom Bioaktiv-Stoff Reveratrol auf. Er stärkt Herz und Kreislauf. Und das Phenyl-Ethyl-Amin in der Schokolade macht glücklich, baut Streß ab.
  • Wer dennoch weiter viel Zucker konsumiert, muß reichlich Vitamin B 1 zuführen. B1 liefern uns: Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Naturreis, Pistazien, Haselnüsse, grüne Erbsen und Pellkartoffel.

Guter Vorsatz 7: Nie wieder Stress

Ist ja bei der heutigen Hektik gar nicht einzuhalten. Als erdulden wir weiterhin unseren Stress und unterlaufen ihn mit ein paar guten Tricks:

  • Mehr trinken. Wenn Sie unter Stress stehen, dann sollten Sie am Tag mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Am Besten stilles Mineralwasser oder ungesüssten Kräutertee. Denn bei Stress schwitzen Sie stark, dieseFlüssigkeit mus esetzt werden.
  • Gesünder essen. Vermeiden Sie zuviel Fleisch, Hülsenfrüchte und spätabends noch Rohkost. Das belastet den Organismus, der Verdauungsvorgang braucht viel zuviel Energie, der Stress kann nicht bewältigt werden, Ihre Nerven flattern. Essen Sie viel Fisch, verwenden Sie olivenöl, essen Sie jeden Tag drei bis viel Walnüsse, führen Sie Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel zu.
  • Stellen Sie Ihre Lebensweise um. Versuchen Sie, eine regelmässige Einschlafzeit zu finden. Machen Sie täglich ein zehn- bis 20minütiges Mittagsschläfchen. Besprechen Sie nach 20.00 Uhr keine aufregenden Themen mehr.
  • Mehr körperliche Bewegung. Sie können Stress wunderbar durch gleichmässige Dauerbewegungen abbauen. Edal ob Radeln, Laufen, Schwimmen oder Nordic walking: Jeden Tag 20 Minuten bis zu einer halben Stunde - und der Stressteufel zieht seine Hörner ein.