Sport und Bewegung gegen schlechte Laune

Die Laune ist im Keller, die Stimmung auf Null: Sie können sich selbst und den Rest der Welt nicht leiden. Das kommt vor - und wenn Sie nicht dagegen ankämpfen besteht die Gefahr, dass Sie in eine Depression abgleiten. Und das ist dann nicht mehr nur eine schlechte Laune, sondern ein richtiges gesundheitliches Problem. Wissenschaftler von der Sporthochschule in Köln haben dagegen ein ganz einfaches Rezept gefunden: Bewegung und Training an der frischen Luft helfen. Wie das funktioniert.

 

Die Dauerleistung ist wichtig

In vielen Studien haben die Wissenschaftler nachgewiesen: "«Regelmäßige Bewegung schon ab zweimal pro Woche konnte die Lebensqualität verbessern und dabei auch die Depressivitätsneigung vermindern», sagt Joachim Latsch, Sportarzt am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Dabei geht es gar nicht so sehr um ein intensives Training zur Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit - oft hilft schon ein täglicher Spaziergang von etwa einer halben Stunde an der frischen Luft.

Empfohlen werden ausschließlich Sportarten und Bewegungen, welche die Dauerleistung fördern und nicht die Spitzenleistung:

  • Spazierengehen im schnellen Gang
  • Schwimmen (besonders Rückenschwimmen ist zu empfehlen)
  • Radfahren (schwere Steigungen bitte meiden)
  • Toggeln (mit Pausen und nicht aus asphaltierten Wegen)
  • Nordic walking
  • Skilanglauf

Arbeiten Sie die schlechte Laune weg

Ganz wichtig ist, dass Sie den positiven Einfluss de frischen Luft und der Sonne nutzen. Sie können Ihre schlechte Laune aber auch wegarbeiten: Arbeiten Sie im Garten, räumen Sie den Keller auf, sortieren Sie alten Krempel aus, hacken Sie Holz usw. Es müssen unbedingt Arbeiten sein, bei denen Sie das Resultat hinterher sehen können. Erfolgserlebnisse sind wichtig.

Es gibt auch eine ganz einfache aber wirkungsvolle Übung, die miese Laune zu vertreiben:

Richten Sie sich gerade im Rücken auf, ziehen Sie Ihre Schultern etwas zurück und heben Sie den Kopf. Gucken Sie gerade und aufmerksam in Ihre Umgebung. Entspannen Sie Ihre Augenbrauen und die Stirn und vor allem: lächeln Sie.

Humor und Lachen sind die besten Mittel gegen schlechte Laune. Da helfen Ihnen Witze, lustige Filme, Comedy-Sendungen. Fant gut ist es, wenn Sie es schaffen, über sich selbst zu lachen. Übersteigern Sie den Grund für Ihre schlechte Laune so extrem, dass er einfach nur noch lächerlich ist.

Sehr oft ist eine latente innere Unzufriedenheit die Ursache für schlechte Laune. Finden Sie die heraus - und beheben Sie das Problem. Sie sollten sich auch nicht scheuen, über Ihre schlechte Laune zu reden: Miteinander reden hilft immer.

Die richtige Nahrung für gute Laune

Ganz wichtig bei der Bekämpfung von schlechter Laune ist das Serotonin. Den Serotoninspiegel können Sie mit folgenden Nahrungsmitteln anheben:

  • Käse, Geflügel, Fisch und mageres Fleisch
  • Sojaprodukte und Hülsenfrüchte
  • Haferflocken, Weizen und Nüsse

Wichtig: Serotonin wird aus dem Eiweißbaustoff Tryptophan gebildet. Das kann nur in Kombination mit Kohlenhydraten als Glücksbote funktionieren. Deshalb sollten Sie die oben genannten Nahrungsmittel mit Nudeln, Reis und Kartoffeln kombinieren. Bei Ananas oder Bananen ist diese Kombination überflüssig, denn die enthalten schon Serontonin.

Ohne die richtige Menge an den richtigen Vitaminen und Mineralstoffen wird das nichts mit der Verbesserung der schlechten Laune. Zum Beispiel kann ein Mangel an Vitamin B1 zu Depressionen und Müdigkeit führen. Das essen wir in Vollkornprodukten, Weizenkeimen, Haferflocken, Hülsenfrüchten und Nüssen. Ebenfalls wichtig ist Zink aus Eiern, Milchprodukten, Fisch, Karotten, Kartoffeln und Kürbiskernen.