So werden Sie einen Fersensporn wieder los

Fersensporn

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Jeder Schritt tut weh. Es ist, als hätten Sie einen Nagel im Fuß stecken, der sich immer tiefer bohrt und wahnsinnigen Schmerzen verursacht. Die Ursache dieses Übels: Sie haben einen Fersensporn. Das ist ein knöcherner Fortsatz der sich im Lauf der Jahre an der Sohlenseite des Fersenknochens bilden kann. 

Von diesem sehr schmerzhaften Auswuchs sind bis zu zwanzig Prozent aller Erwachsenen betroffen. Frauen häufiger als Männer. Die Erkrankung tritt meistens im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf. Es ist nicht immer der Dorn, der den Schmerz verursacht. Sehr oft entzündet sich das Gewebe um diese Knochenfehlbildung. Kommt es dann noch zu einer Überbelastung des Fußes, dann beginnen die Schmerzen. Das sind die typischen Symptome: Morgens, sofort nach dem ersten Aufstehen und den ersten Schritten, durchzuckt Sie ein stechender Schmerz, als hätten Sie in einen Nagel oder Glasscherben getreten. Bei Nichtbeachtung oder Verschleppung kann dieses Gesundheitsproblem chronisch werden. Deshalb mein Thema: So werden Sie einen Fersensporn wieder los.

So kommt es zu einem Fersensporn

Der Fersensporn entsteht durch eine ständige Überbelastung der großen Sehnenplatte an der Fußsohle. Dadurch entstehen Risse in der Sehne, sie entzündet sich, diese Entzündung verursacht die Schmerzen. Der Körper lagert zusätzlich Kalk ab, um die Risse der Sehne zu „dichten“. Dadurch entsteh der Auswuchs an Ihrer Ferse, der als „Fersensporn“ bekannt ist. Wenn Sie Gehen, dann tragen die Fersen die gesamte Belastung Ihres Körpers. Unter der Ferse befindet sich ein Fettpolster und die große Sehnenplatte - beide dämpfen die Belastung und federn sie ab. Es gibt aber Umstände, bei denen diese Dämpfung versagt:

  • Dazu gehört in erster Linie ein Übergewicht von mehr als 10 bis 15 % des Normalgewichts.
  • Wenn Sie älter werden, dann schrumpft das Fettpolster unter dem Fuß, die Dämpfung lässt nach. Deshalb sind besonders Männer und Frauen ab 50 gefährdet.
  • Wenn Sie Sport treiben bei dem Fußgelenke und Füße generell belastet werden, dann müssen Sie sich aufwärmen. Tun Sie das nicht, wird die Belastung ungedämpft auf die Fersenknochen übertragen.
  • Sie haben einen Beruf, bei dem Sie viel Gehen oder Stehen müssen, oder bei dem Sie ständig schwere Lasten tragen müssen - das ist Gift für Ihre Fußknochenstruktur.
  • Sie leiden unter Fehlstellungen an den Füßen, wie z. B. Platt-, Knick- oder Senk-Fuß und lassen diese Fehlstellungen nicht korrigieren.

Therapien gegen einen Fersensporn

Was aber können Sie nun tun, um den schmerzenden Fersensporn wieder los zu werden? Da gibt es viele Therapien mit denen der Fersensporn und die chronische Entzündung behandelt werden können. Ich zeige Ihnen jetzt einige Behandlunsgmöglichkeiten auf und beginne mit der einfachsten:

  • Lassen Sie sich Schuheinlagen anmessen. Die müssen den Schmerzpunkt an Ihrer Ferse entlasten. Das geschieht, wenn beim Gehen ein direkter Kontakt zwischen Fuß und Boden verhindert wird.
  • Sehr häufig schlägt auch eine Kältherapie (Kryotherapie) schon nach einigen Behandlungen gut an, die Schmerzen lassen nach.
  • Auf jeden Fall ist eine Krankengymnastik hilfreich. Der Therapeut wird mit Ihnen gezielte Dehnübungen machen, die gegen die chronischen Schmerzen helfen.
  • Eine medikamentöse Behandlung durch Spritzen. Dabei werden schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoffe in den schmerzenden Bereich gespritzt. Oft sind es Kortikosteroide in Kombination mit Mitteln zur lokalen Betäubung.
  • Die nächste Stufe ist eine Therapie mit Stoßwellen. Dabei werden gebündelte Schallwellen gezielt auf den schmerzenden Fersensporn gerichtet.
  • Seit einigen Jahren wird gegen den Fersensporn auch mit einer Strahlentherapie vorgegangen.
  • Wenn gar nichts mehr hilft, dann muss der Operateur zum Messer greifen. Aber das ist nun wirklich der letzte Schritt. Bei dieser Operation wird die Sehnenplatte der Fußsohle und ein Teil der Fußmuskulatur durchtrennt und der knöcherne Fersensporn abgetragen.

Hier noch einige wichtige Tipps, wie Sie einen Fersensporn und die Schmerzen vermeiden können

Sie treiben Sport und wollen dabei Leistung zeigen. Das ist ok - aber: Ihr Sport darf nicht weh tun. Nehmen Sie sich vor dem Sport unbedingt die Zeit, um Muskulatur, Sehnen und Gelenke vorzubereiten und aufzuwärmen.  Also: Dehnen, strecken und belasten. Wenn Sie Schmerzen in der Ferse verspüren, dann ist das ein Signal für eine Überbelastung und für einen sich bildenden Fersensporn. Da hilft: Beine hoch lagern, die Ferse mit Eis abkühlen und den Fuß generell ruhig stellen. Wenn Sie diese Schmerzen verspüren, dann müssen Sie den Sport einstellen, bis wieder alles ok ist. Ganz wichtig ist das richtige Schuhwerk. Das gilt für den Beruf und für die Freizeit. Ganz wichtig beim Schuh sind eine gute Fersenstütze und eine dämpfende Sohle unter den Fersen. Eine Fußfehlstellung können Sie vom Arzt feststellen lassen.