So vermeiden Sie eine Herzinsuffizienz

Wenn Sie lange und gesund leben wollen, dann müssen Sie eine Herzinsuffizienz vermeiden. Denn die Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wegen seiner Schwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Organe, das Gehirn und die Muskeln ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Natürlich ist eine solche schwere Erkrankung eine Sache für den Arzt. Aber Sie selbst können einiges tun, um eine Herzinsuffizienz zu vermeiden.

Grippe gefährdet Ihr Herz

Die Gefahr, an einer Herzinsuffizienz zu erkranken steigt im Alter stark an, Männer erkranken früher als Frauen. Die häufigste Ursache für die Krankheit ist eine Verkalkung der Herzkranzgefässe. Dadurch wird der Herzmuskel unterversorgt, seine Leistungsfähigkeit lässt nach. Danach kommt als Ursache sofort der Bluthochdruck: Das Herz muss stärker Pumpen, auf Dauer lässt aber seine Pumpleistung nach. Weitere wichtige Krankheitsursachen sind nicht ausgeheilte Infektionen (Grippe), übermässiger Alkohol- oder Nikotingenuss und Medikamentenmissbrauch. Auch Diabetes spielt bei der Herzschwäche eine große Rolle.

Das setzt der Arzt ein

Der Arzt kann durch Abhören schon erste Hinweise auf eine Herzinsuffizienz erhalten: Eine rasselnde Lunge weist auf eine Wasseransammlung in der Lounge hin - Anzeichen für eine Herzschwäche. Auch Wasseransammlungen in den Beinen (Sie können eine Delle hineindrücken) sind ein erstes Anzeichen. Sichere Methoden, die Krankheit zu erkennen sind Ultraschall, Herzkatheder und Blutdruckmessungen.

Die Schulmedizin setzt ACE-Hemmer ein, um eine Herzinsuffizienz zu verhindern oder zu beseitigen. Die sorgen dafür, dass die Blutgefässe erweitert bleiben und der Blutdruck sinkt. Auch Betablocker verbessern die Prognose bei einer Herzschwäche. Medikamente mit Digitalis verbessern die Pumpleistung, das steigert die Lebensqualität und die Belastbarkeit. Auch entwässernde Medikamente (Duaretika) mindern die Belastung des Herzens durch Flüssigkeitsansammlungen im Körper.

So vermeiden Sie eine Herzinsuffizienz

  1. Regeln Sie die tägliche Flüssigkeitszufuhr in einem Gespräch mit Ihrem Arzt. Als Faustregel gilt bei Herzinsuffizienz: Nicht mehr als drei Liter pro Tag, ideale sind anderthalb bis zwei Liter am Tag.
  2. Sie müssen sich unbedingt bewegen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt eine regelmässige sportliche Betätigung (an fünf Tagen in der Woche etwa eine halbe Stunde). Ideal sind Schwimmen, Radfahren und Walking. Auch leichte Kraft- und Koordinationsübungen sind empfehlenswert..
  3. Bei der Ernährung müssen Sie darauf achten, so wenig Salz wie möglich zu essen. Ca. 5 g am Tag müssen genügen, weniger ist besser. Salz verursacht Wassereinlagerungen, das Herz muss verstärkt arbeiten. Auch auf tierische Fette (Butter, Schmalz, fetten Käse, fettes Fleisch) sollten Sie weitgehend verzichten. Dagegen sind Obst und Gemüse gut für ein starkes Herz.
  4. Alkohol und Nikotin schädigen bei täglichem Missbrauch die Herzmuskelzellen schwer. Auf das Rauchen sollten Sie unbedingt komplett verzichten. Bei alkoholischen Getränken sollten Frauen nicht mehr als zwölf Gramm reinen Alkohol (ein Glas Wein, ein Bier oder ein Schnaps) zu sich nehmen. Männer können sich die doppelte Menge gönnen. Wenn Sie bereits an einer Herzinsuffizienz leiden, dann sind sowohl Alkohol als auch Nikotin strikt verboten.
  5. Übergewicht ist bei Herzinsuffizienz sehr gefährlich. Wenn Ihr BMI (Body-Masss-Index) über 40 beträgt, dann muss der runter auf unter 30. Das Abnehmen sollten Sie ärztlich kontrollieren lassen. Wenn sie plötzlich sehr schnell sehr stark zunehmen - sofort zum Arzt gehen. Das trifft zu, wenn Sie in einer Woche mehr als zweieinhalb Kilo zunehmen.
  6. Eine Grippeinfektion ist eine große Gefahr für Ihre Herzmuskulatur. Lassen Sie sich deshalb jedes Jahr im Herbst gegen Grippe impfen. Eine Pneumokokkenimpfung ist alle fünf Jahre zu empfehlen.

Generell gilt bei Herzinsuffizienz: Sobald sich Ihr Zustand verschlechtert müssen Sie sofort zum Arzt gehen.