So schützen Sie Ihre Haut im Sommer

Sonnenschutz im Sommer ist wichtig

© drubig-photo - Fotolia.com

Herrliche Sommerzeit und Urlaubszeit. Sie erholen sich, Ihre Organe erholen sich, Sie sind aktiv und Sie sind entspannt. Nur Ihre Haut, die muss jetzt im Juli richtig ran. Ob Meer oder Berge -  wir alle sind süchtig nach Wärme und Sonne, Sonne, Sonne. Nur Ihre Haut, die erholt sich gar nicht - die muss jetzt Schwerstarbeit leisten. Damit Ihre Haut den Sommer gut übersteht habe ich wichtige Tipps und Ratschläge für Sie.

Ihr Hauttyp bestimmt den Schutz

Der helle und mitteleuropäische Hauttyp kann eigentlich nur fünf bis zehn Minuten die pralle Sonne geniessen. Südeuropäer mit dunkler Haut halten es sogar bis 45 Minuten aus. Lassen Sie unbedingt Ihren Hauttyp bestimmen.

  • Hauttyp 1: Sehr helle Haut, viele Sommersprossen, rötlich-blonde Haare, wird fast nie braun, höchstens fünf bis 10 Minuten in die Sonne.
  • Hauttyp 2: Helle Haut wenige Sommersprossen, blonden oder hellbraune Haare, wird kaum braun, höchstens 20 Minuten in die Sonne.
  • Hauttyp 3: Hellbraune Haut, keine Sommersprossen, dunkelblonde bis braune Haare, wird gut braun, kann etwa 30 Minuten in die Sonne.
  • Hauttyp 4: Braune bis olivfarbene Haut, keine Sommersprossen. dunkle bis schwarze Haare, kann bis zu einer Dreiviertelstunde in die Sonne.

Der richtige Sonnenschutz

Raus aus der Sonne, wenn sie vom Himmel brennt. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten. Das verkürzt die Eigenschutzzeit Ihrer Haut. Also: Rein in den Schatten.

Je näher Sie dem Äquator kommen, desto mehr nimmt die UV-Strahlung zu. In den Bergen nimmt sie pro 1 000 Meter Höhe um über 10% zu. Da müssen Sie den Lichtschutzfaktor Ihrer Sonnencreme erhöhen: von Faktor 25 auf Faktor 50. Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen, die UV-Belastung der Haut kann sich um bis zu 90% erhöhen. Deshalb: Alle zwei Stunden unbedingt nachcremen.

Hut auf, wenn die Sonne scheint. Nehmen Sie einen breitkrempigen oder eine Mütze mit einem langen Schirm, der auch die Nase schützt. Denn die ist hochempfindlich gegen Sonnenstrahlen.

Tragen Sie weite und dunkle Kleidung aus dichtem Gewebe. Baumwolle lässt die Sonnenbrand auslösenden UV-B Strahlen durch, das ist gefährlich.

Wenn Sie Ihre Augen nicht richtig schützen, dann kommt es zu Schäden an der Horn- und Netzhaut. Gut schützende Sonnenbrillen tragen Angaben wie UV-400, oder "100 Prozent UV" oder das CE-Zeichen. Braune und graue Gläser schützen am besten.

Ohne cremen geht es in der Sonne überhaupt nicht. Wählen Sie eine Sonnencreme oder -milch die zu Ihrem Hauttyp passt. Hoher Lichtschutzfaktor (LSF) passt zu heller Haut, (LSF mindestens 30) mittlerer Lichtschutzfaktor zu dunkler Haut (LSF mindestens 20). Nehmen Sie im Zweifel immer den höheren Lichtschutzfaktor. Der LSF ist ausgewiesen durch das UVA-Logo.

Cremen Sie sich ein, bevor Sie in  die Sonne gehen. Und cremen Sie grosszügig. Diese Körperteile sind besonders empfindlich und werden oft vergessen: Ohren, Nase, Oberlippe, Kopfhaut, Dekolleté, Nacken, Schultern und Fußrücken.

Beim Sport und beim Herumtoben im Wasser sind Sie der Sonne besonders stark ausgesetzt. Sie brauchen eine Sonnecreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor. Und sie sollte unbedingt wasserfest sein. Auch wenn Sie eine Creme mit einer Dauerwirkung benutzen müssen Sie nachcremen.

Schützen Sie vor allem Ihre Kinder vor der brennenden Sommersonne. Wenn ein Mensch 18 Jahre alt ist, dann hat er bereits 75% der Lebensdosis an UV-Strahlen abbekommen. Kinder sollten bis zwei Jahre die Sonne generell meiden. Langärmelige Kleidung und ein Sonnenhut sind Pflicht. Sonnencreme nicht unter 30 LSF.

Mittel gegen Sonnenbrand gehören in jeden Haushalt. Und im Urlaub ins Reisegepäck. Besonders bewährt haben sich Aloe vera-Saft oder Gel, ohne Duftstoffe. Die Inhaltsstoffe entspannen die Haut und reparieren die geschädigten Zellen. Auch ein Sud oder die Tinktur von Eichenrinde helfen Ihrer Haut.

Noch ein Tipp:  Bestreichen Sie die betroffenen Stellen mit After-Sun-Lotionen. Wenn Sie das alles nicht haben, dann mischen Sie kaltes Wasser und Essig im Verhältnis 2 : 1, tränken Sie ein sauberes Tuch mit dieser Lösung und legen Sie dieses auf die verbrannte Haut.

Um die Haut zu entspannen und zu kühlen können Sie diese mit Zitronen- oder Limettensaft beträufeln. Das geht auch mit einem Quarkwickel: Bedecken Sie die verbrannten Hautstellen mit ganz normalem Speisequark und lassen Sie diesen ca. 30 bis 45 Minuten einwirken, danach sehr gründlich mit lauwarmem Wasser abwaschen. Wichtig wegen der Infektionsgefahr.

Wenn Sie kühlende Gels verwenden, dann dürfen das keine Fettcremes sein. Bestreichen Sie zum Beispiel Ihre betroffenen Hautstellen sanft mit Ringelblumensalbe und lassen Sie diese einwirken. Auch ein Bad kann bei Sonnenbrand helfen: Geben Sie acht Löffel Molkepulver in höchstens 28 Grad warmes Wasser und legen Sie sich für 20 Minuten in dieses Bad. Dann raus und die Lösung auf der Haut trocknen lassen.

Sonnenbrand tut weh und kann zu einer Entzündung führen. Nehmen Sie also schmerzstillende Mittel, die auch entzündungshemmend sind, ein.