So können Sie nachhaltig leben und das Klima schützen

So können Sie nachhaltig leben und das Klima schützen

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Es gehen große Sorgen in Deutschland um: Wie können wir das Klima schützen, wie können wir die Zukunft unserer Kinder sichern, wie können wir den Planeten retten. Das beschäftigt Millionen Menschen und zu Recht. Um Das zu erreichen, müssen wir unseren Lebensstil, unsere Ernährung und unseren Verbrauch an natürlichen Ressourcen in Einklang bringen. Das ist ein weiter Weg und wir stehen erst am Anfang. Wir haben große Ziele: Die Erderwärmung abbremsen, den Ausstoß von Co2 deutlich senken, die Natur schonen und bewahren. 

Wie können wir das schaffen, ohne unsere Industrie abzuwürgen und unseren Wohlstand zu gefährden? Das geht, wenn wir uns dem Ideal eines nachhaltigen Lebens annähern, wenn wir selbst handeln und wir die Prinzipien des nachhaltigen Lebens verinnerlichen. Damit können wir auch das Klima schützen und drohende Naturkatastrophen verhindern. Deshalb behandeln wir das Thema „So können Sie nachhaltig leben und das Klima schützen“ und deshalb sagen wir Ihnen, was eine gesunde und nachhaltige Ernährung damit zu tun hat. Ein wichtiger Artikel mit Rezepten und Tipps.

Beginnen wir die Tipps mit dem Verkehr

Wir sind ein Autoland. Wir produzieren Autos und wir fahren damit. Das gehört zu unserer persönlichen Freiheit. Wenn Sie aber die Nachhaltigkeit Ihres Lebens steigern wollen (und Ihrer körperlichen Gesundheit helfen möchten), dann überdenken Sie mal Ihr Verhalten in Sachen Autofahren. Helfen Sie mit, den Klimawandel zu bremsen. Das ist eigentlich ganz einfach:

  • Ihr Auto steht im Jahresdurchschnitt fast 23 Stunden am Tag still. Sie benutzen es gar nicht. Sehr oft gibt es in der Familie auch zwei Autos. Wahrscheinlich genügt ein Auto, wenn Sie die Nutzung einteilen.
  • Wechseln Sie auf öffentliche Verkehrsmittel. Der Öffentliche Personennahverkehr wird immer stärker ausgebaut, die Politik in Deutschland bekommt Druck von Wählern die auf mehr Nachhaltigkeit in ihrem Leben bestehen.
  • Benutzen Sie viel öfter ein Fahrrad. Auch hier wird von der Öffentlichen Hand viel getan: Neue Radwege, kombinieren Sie den Öffentlichen Nahverkehr mit Ihren Fahrradstrecken und gehen Sie auch öfter zu Fuß. Das dient nicht nur dem Klimaschutz und verringert den Ausstoß von Co2 – das hilft auch Ihrer Gesundheit, Ihrem Kreislauf und Ihrer Muskulatur.
  • Jeden Morgen und jeden Abend sind die Straßen verstopft von Autos, in denen ein einzelner Mensch sitzt. Suchen Sie in der Nachbarschaft Menschen, die den gleichen Weg zur Arbeit haben, nutzen Sie Car-Sharing, bilden Sie Fahrgemeinschaften. Das verringert Ihren Stress und macht Ihr Leben nachhaltiger.

Fliegen produziert Co2, schädigt die Umwelt und beschleunigt den Klimawandel

Fliegen gehört schon längst zu unserem normalen Lebensstil. Obwohl gerade der Luftverkehr extrem viel co2 produziert. Aber wir wollen im Urlaub auf die Kanaren, nach Thailand, nach Afrika und in die Türkei fliegen. Brauchen Sie das wirklich, um Ihrem Leben Nachhaltigkeit zu geben? Zwei Wochen Urlaub mit Fernreise sind Stress, die langen Flüge, der Zeitunterschied, der abrupte Temperaturwechsel – das alles reduziert den Erholungswert Ihres Urlaubs beträchtlich. Stellen Sie sich die Frage: "Brauche ich das wirklich?" Wenn Sie dem Klimawandel entgegentreten möchten, dann denken Sie vor allem über die Notwendigkeit von Inlandsflügen nach. Am meisten wird die Umwelt durch die Abgase der Flugzeuge bei Start und Landung belastet. Das betrifft dann vor allem Flüge innerhalb von Deutschland. Der Flug von München nach Frankfurt, von Berlin nach Hamburg, von Düsseldorf nach Leipzig oder von Nürnberg nach Hannover ist nicht mehr zeitsparend. Sie müssen mit langen Wartezeiten wegen der Sicherheitskontrollen rechnen, die meisten Flüge haben wegen des hohen Flugaufkommens Verspätungen und Sie müssen auch noch bedenken, welche Zeit Sie brauchen um vom Flughafen an Ihr Ziel zu gelangen. Das alles hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun, das ist Stress, das ist anstrengend und das ist zeitraubend. Mit dem Zug erreichen Sie innerhalb Deutschlands Ihr Ziel meist mindestens genauso schnell – und Sie sind entspannter. Noch eine Möglichkeit um zum Klimaschutz beizutragen: Vermeiden Sie möglichst Zwischenlandungen, denn das bedeutet zusätzlich eine Landung und einen Start – das verdoppelt die Emissionen. Ein Rechenbeispiel: Wenn Sie von Hamburg nach Berlin-Tegel fliegen, dann erzeugen Sie einen Co2-Ausstoß von 116 kg. Die klimaverträgliche Gesamtemission eines Menschen sollte im Jahr höchstens 2 300 Kilo Co2 betragen.

Nachhaltigkeit für den Klimaschutz in der Landwirtschaft

Das Wort „Nachhaltigkeit“ kommt aus der Landwirtschaft, genauer gesagt aus der Forstwirtschaft. Auf diesem Gebiet kann viel für den Klimaschutz getan und der Klimawandel gebremst werden.

  • Landwirte müssen fünf Prozent ihrer Ackerfläche als ökologische Vorrangflächen ausweisen. Darauf wachsen dann Pflanzen die Nahrung für die Bienen bereitstellen und dem Insektenschutz dienen.
  • Dazu gehört der Anbau von stickstoffbindenden Pflanzen und Zwischenfrüchten (Klimaschutz und Hilfe gegen den Klimawandel).
  • Die Anlage von Hecken, brachliegenden Flächen, Streuobstwiesen, Baumreihen und Feldgehölzen.

Das alles würde sich positiv auf den Co2-Ausstoß und eine Verlangsamung des Klimawandels auswirken.

Mit die größte Nachhaltigkeit beim Klimaschutz haben Pflanzen

Wir produzieren das für unser Klima schädliche Kohlendioxid – die Pflanzen brauchen es um leben zu können. Dabei spielen unsere Wälder eine große Rolle. Ein Stück Regenwald in der Größe eines Fußballfelds speichert die Menge Co2, die 59 Bewohner Deutschlands im Jahr ausstoßen. Das ist bekannt. Und trotzdem werden Jahr für Jahr viele tausend Quadratkilometer Wald abgeholzt oder – was noch schlimmer ist – durch Brandrodung zerstört. Dabei wird durch die Verbrennung des Holzes zusätzlich Co2 frei. Welch ein Irrsinn. Wir müssen also den Raubbau an unseren Wäldern verhindern und dafür sorgen, das mehr aufgeforstet wird. Dabei sind es nicht nur die großen Wälder mit ihren riesigen Bäumen, die für den Klimaschutz so wichtig sind. Es sind auch ganz unscheinbare Pflanzen wie zum Beispiel Moose, Flechten und Algen. Das Max Planck-Institut für Chemie in Mainz hat herausgefunden, das diese Pflanzen riesige Mengen Kohlendioxid aufnehmen und so das Klima beeinflussen.

Deutschland muss Energie für einen nachhaltigen Klimaschutz sparen

Wir brauchen Energie, viel Energie. Das bedeutet einen hohen Stromverbrauch. Der wird bei uns zu einem großen Teil noch mit fossilen Brennstoffen erzeugt. Und das bedeutet einen hohen Co2-Ausstoß. Wenn wir den senken wollen, dann müssen wir Energie sparen, weniger Strom verbrauchen und unser Leben in dieser Richtung nachhaltiger gestalten. Nur so können wir unsere Umwelt schützen. Also soll Deutschland wieder zur Kerze zurückkehren? Nein, das wäre Unsinn, außerdem produziert eine Kerze ja auch Co2.
Tipps wie Sie selber Strom sparen können.

Wir wollen ja nicht in die Debatte über Atom-, Kohle- oder Windstrom einsteigen. Wir wollen Ihnen nur einige praktische Tipps geben, wie Sie selbst durch Strom sparen Klimaschutz betreiben können:

  • Sie kaufen einen neuen Kühlschrank, eine Waschmaschine oder ein anderes Elektrogerät. Dann kaufen Sie unbedingt nur Geräte mit dem Siegel A* bis A***. Wenn Sie Ihren alten Kühlschrank mit der Energieeffizienzklasse B durch ein Gerät mit A+++ ersetzen, dann sparen Sie im Jahr ca. 160 Kilo Co2 und etwa 72 EUR.
  • Kochen Sie Ihr Essen nur mit zugedecktem Topf auf der passenden Herdplatte. Das spart schon mal rund 100 Kilo Co2 im Jahr, wenn Sie fünfmal in der Woche den Topf benutzen.
  • Schalten Sie Ihre elektrischen Geräte ab und lassen Sie diese nicht im "stand by"-Modus weiterlaufen. Das kostet Strom und Ihr gutes Geld.
  • Der Kühlschrank ist ein Stromfresser und schadet so dem Klima. Stellen Sie Kühl- und Gefrierschrank an einen kalten Platz. Kühlen Sie Ihre Lebensmittel bei sechs bis sieben Grad und stellen Sie den Gefrierschrank auf 18 Grad. Das genügt. Sie sparen so rund 20 Kilo Co2 und zehn EUR im Jahr. Tauen Sie Gefrierfach und -truhe regelmäßig ab. So lassen sich zwischen 15 und 40 % Strom sparen.
  • Wäsche waschen ist heute kein Problem mehr: Maschine auf, einschalten, Trockner – erledigt. Dazu einige Tipps: Waschen Sie nur mit voller Maschine, waschen sie bei 40 statt bei 60 Grad, trocknen Sie an der Luft und verzichten Sie auf Koch- und Vorwäsche. Ist bei den heutigen Waschmitteln überflüssig. Nutzen Sie die Ökoprogramme. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, dann können Sie bei 160 Waschgängen pro Jahr 250 Kilo Co2 und rund 110 EUR sparen.
  • Die Spülmaschine ist inzwischen im Haushalt Standard. Tipps: Geschirr nicht vorspülen, die Maschine immer voll beladen und das Sparprogramm benutzen. So sparen Sie bei 160facher Nutzung im Jahr 110 Kilo Co2 und etwa 35 EUR.
  • Sie sind ein Frischluftfan und leben auch im Winter mit gekipptem Fenster. Das kostet Heizung und Strom und fördert den Klimawandel. Denn Sie verbrauchen so viel Heizenergie. Machen Sie die Fenster zu und alle drei bis vier Stunden eine Stoßlüftung: Einige Minuten die Fenster öffnen. Bei einem normalen Winter sparen Sie übers Jahr 610 Kilo Kohlendioxid bzw. 180 EUR.

Mit diesen simplen Tricks können Sie Ihren persönlichen Kohlendioxid senken, dem Klima helfen und Kilowattstunden sparen. Denn wer Energie spart, der hilft der Umwelt und dem Klima.

Nachhaltig leben, die richtige Ernährung – das hilft dem Klima

In einem Artikel über nachhaltiges Leben und Klimaschutz darf das Thema Ernährung nicht fehlen. Denn unsere Ernährung hat in der Tat sehr viel mit der Erhaltung unserer Umwelt zu tun. Was wir essen, wo und wie wir unsere Lebensmittel einkaufen – das alles hat Einfluss auf Klimaschutz, Umwelt und Klimawandel. Allein in Deutschland ist die Ernährung für ein Fünftel der schädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Deshalb spielt die richtige Ernährung nicht nur für unsere Gesundheit, sondern auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle.

  1. Erster Tipp: Bei der Produktion von tierischem Fleisch wird viel Energie (Strom) verbraucht und viel Co2 produziert. Fahren Sie Ihren Fleischkonsum um ca. 20 bis 30 Prozent zurück. Steak, Schnitzel und Gulasch nur dreimal die Woche, weniger Wurst, Eier und Schinken, dafür mehr Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte essen.
  2. Zweiter Tipp: Frische Orangen im Winter, Früchte aus Südamerika oder Asien – alles kein Problem mehr. Aber leider sehr umweltschädigend. Greifen Sie lieber auf saisonale Freilandware aus regionaler Produktion zurück. Auch Produkte aus Folientunneln und unbeheizten Gewächshäusern sind gesund, schmecken gut und sind umweltfreundlich. Und alle diese Artikel sind nur mit wenig Co2 belastet.
  3. Dritter Tipp: Kaufen Sie nur ein, was Sie gleich oder spätestens am nächsten Tag essen wollen. Lange Lagerung im Kühlschrank vermeiden.
  4. Vierter Tipp: Ganz wichtig: Achten Sie darauf wie die Artikel die Sie kaufen verpackt sind. Man muss nicht nach jeder Scheibe Käse eine Plastikfolie einlegen. Kaufen Sie Mehrwegprodukte. Greifen Sie wieder zum guten alten Einkaufskorb, zum Netz oder zur wieder verwendbaren Papiertüte. Hände weg vom Plastik
  5. Fünfter Tipp: Kaufen Sie von regionalen Produzenten. Das stärkt die Landwirtschaft vor Ort und spart lange und co2erzeugende Transportwege. Ihre Ware ist frisch.
  6. Sechster Tipp: Bio-Obst und Bio-Gemüse sind im Vergleich zu konventionellen Produkten die klimafreundlicher Variante. Bei Bio-Fleisch ist das aber nicht immer der Fall.

Das alles sind nur Tropfen auf den heißen Stein. Aber bedenken Sie: Viele Tropfen ergeben auch einen Fluss.