So können Männer den Krebs früh erkennen

Jedes Jahr bekommen über 250 000 Männer die niederschmetternde Diagnose: Sie haben Krebs. Für viele bedeutet diese Diagnose den Tod. Inzwischen weiss man: Je früher ein Krebs erkannt wird, desto grösser sind die Chancen für eine Heilung. Es ist deshalb gerade für Männer wichtig, auf die Symptome zu achten, die einen Krebs ankündigen können. Wenn Sie an sich und in Ihrem Körper verdächtige Anzeichen bemerken, dann dürfen Sie die auf keinen Fall ignorieren, sondern müssen unbedingt schnell zum Arzt gehen. So können Männer den Krebs früh erkennen.

Kontrollieren Sie Ihre Hoden

Hodenkrebs kommt sehr häufig vor, und es bestehen sehr gute Chancen auf eine Heilung -vorausgesetzt, der Krebs wird rechtzeitig erkannt. Sie sollten deshalb einfach jeden Morgen Ihre Hoden kontrollieren. Im gesunden Normalzustand sind sie rund, haarig und weich anzufühlen. Wenn Sie aber beim Betasten Vergrösserungen oder Verkleinerungen feststellen, wenn Sie harte Knoten oder Verdickungen spüren, wenn Sie Ihnen schwerer als sonst vorkommen - dann müssen Sie sofort zum Arzt gehen. Und zwar egal wie alt Sie sind, denn der Hodenkrebs kann Sie in jedem Alter erwischen. Deshalb müssen Männer den Krebs frühe erkennen.

Wunden im Mund müssen gut heilen

Sie sind ein geselliger Mensch, trinken gerne einen guten Schluck Alkohol und Sie rauchen: Dann müssen Sie Ihren Mund genau beobachten. Entdecken Sie weißliche Schleimhautveränderungen, vor allem am Zungenunterrand oder der Wangeninnenseite, könnten das Vorstufen von Krebs sein. Jeder beisst sich mal die Wange auf, es entstehen Wunden, die sehr scherzhaft sind. Wenn diese Wunden nicht innerhalb von 14 Tagen abheilen, dann kann das ein Hinweis auf einen Mundhöhlenkrebs sein. Das müssen Sie vom Arzt abklären lassen.

Krebsgefahr: Geschwollene Lymphknoten

Wenn ein Tumor wächst, dann entsteht meistens knotiges Gewebe, das sich auch von aussen anfühlt wie ein Knoten. Auch geschwollene Lymphknoten können sich anfühlen wie ein Knoten. Lymphknoten schellen oft ganz normal an, wenn Ihr Immunsystem gegen eine Infektion kämpft. Das geschieht aber auch, wenn es gegen einen bösartigen Tumor ankämpft. Bei geschwollenen Lymphknoten ist der Gang zum Arzt unbedingt nötig.

Anzeichen für Prostatakrebs

Irgendwie ist die Sache mit dem Wasserlassen nicht mehr in Ordnung: Sie müssen öfter, manchmal geht schon Urin ab bevor Sie die Toilette erreicht haben. Das kann ein Hinweis auf eine Krebserkrankung in Ihren unteren Regionen sein. Prostatakrebs, der häufigste Krebs beim Mann, oder Blasenkrebs könnten hinter den Symptomen stecken. Sind diese Symptome auch noch mit Schmerzen verbunden, dann muss der Urologe ran. Generell lautet da die Empfehlung: Ab dem vierten Lebensjahrzehnt ist eine regelmässige Untersuchung beim Arzt ein absolutes Muss. Auch bei einer Erkrankung der Verdauungsorgane gibt es Anzeichen, auf die Sie rechtzeitig achten müssen.  Wenn sich der gewohnte Rhythmus Ihrer Klogänge plötzlich verändert, wenn Sie an langanhaltendem Durchfall oder einer Verstopfung leiden, dann können das Hinweise auf einen Darmkrebs sein. Auch wenn diese beiden Probleme immer abwechselnd auftreten sollten Sie eine Darmspiegelung machen lassen.

Dauerfieber kann ein Symptom für Krebs sein.

Fieber ist eigentlich das positive Zeichen dafür, das Ihr Immunsystem gegen eine Infektion ankämpft. Wenn es aber nicht abklingt, obwohl es gar keine Anzeichen für ein Infektion gibt, dann kann das ein Symptom für eine Krebserkrankung sein. Fieber unbekannter Ursache kann zum Beispiel von Tumoren des Immunsystems (Non-Hodgkin-Lymphome) ausgelöst werden. Brustkrebs bei Männern ist sehr selten, aber es gibt ihn. Achten Sie auf folgende Anzeichen: Nimmt die Brustmasse zu, ist die Haut gerötet oder schuppig, zieht die Brustwarze sich ein oder sondert Flüssigkeit ab? Dann muss das beim Arzt! abgeklärt werden

Depressionen können Krebsvorboten sein

Ein beginnender Krebs wirkt sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Psyche aus. Missmut und Erschöpfung sind Hinweise dafür, dass etwas nicht stimmt. Es gibt zum Beispiel einen Zusammenhang zwischen Depressionen und einem beginnenden Prostatakrebs. Wenn Sie also über längere Zeit schlecht gelaunt und leistungsschwach sind, dazu auch noch Schmerzen im Unterleib spüren, dann sollten Sie abklären, ob das nicht Anzeichen für einen Prostatakrebs sind.

Blutungen sind Anzeichen für eine Leukämie

Wenn wir uns schneiden, dann bluten wir. Nasenbluten kommt auch öfter mal vor. Wenn Sie aber öfter grundlos bluten, wenn Ihr Auswurf beim Abhusten blutig ist, oder sich im Kot Blutspurten finden, dann müssen Sie das untersuchen lassen. Bei einer beginnenden Leukämie haben Sie eine höhere Blutungswahrscheinlichkeit als gesunde Menschen. Wenn sich Tumore in den Atemwegen bilden, kann sich das durch Blut beim Husten äußern und bei Darmkrebs durch Blut aus dem Enddarm.    

Starker Gewichtsverlust: Vorsicht Krebsgefahr

Kontrollieren Sie ständig Ihr Gewicht. Wenn Sie in wenigen Wochen mehr als zehn Prozent Ihres Körpergewichts verlieren, dann ist das beunruhigend. Vor allem dann, wenn Sie keine Diät machen oder Ihre Nahrungsaufnahme drastisch reduziert haben. Aber auch Übergewicht ist schlecht, vor allem, wenn Sie jung sind. Denn das erhöht das Risiko für einen Prostatakrebs. Auch über Wochen anhaltender Husten kann ein Anzeichen für einen sich bildenden Tumor in den Atemwegen sein.

Schmerzen unbedingt beachten

Es zwickt hier und es zwackt da, Sie werden sehr oft von Schmerzen geplagt - können aber nicht sagen wo und warum es weh tut. Schieben Sie das nicht auf Ihr zunehmendes Alter, weil einem da ja bekanntlich immer etwas weh tut. Denn unbestimmter Schmerz kann auch ein erster Vorbote für Krebserkrankungen sein. Sie müssen zum Arzt, um das abklären zu lassen.

Hautveränderungen sind Symptome

Die Haut ist ein sehr wichtiges Organ für den Menschen. Sie lebt mit uns, sie beschützt uns - und sie altert mit uns. Dabei verändert sie sich. Das ist normal, Falten und Runzeln sind kein Grund zur Beunruhigung. Aber:  Sie sendet auch Signale, die Sie beachten müssen. Dunkle Leberflecken ohne klare Abgrenzungen können auf Hautkrebs hindeuten – auch andere Farbveränderungen, Blutungen, Knötchen oder Schuppen an der Hautoberfläche können Zeichen für einen Tumor sein. Es gibt den Weissen und den Schwarzen Hautkrebs: Letzterer ist sehr gefährlich und aggressiv.