So gesund ist Baden trotz Corona

So gesund ist Baden trotz Corona

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Der Sommer ist da, der Urlaub auch und Millionen Menschen stellen sich die Frage: Kann ich Baden trotz Corona, ist Schwimmen im Schwimmbad, am See oder im Meer noch gesund – oder ist das Coronavirus im Wasser auch ansteckend? Wie soll ich mich verhalten? Wir alle wissen, das Schwimmen und Bewegung im Wasser für unsere körperliche Gesundheit mit das Beste ist, was es gibt. Aber gilt das auch wenn wir immer noch vom Coronavirus bedroht werden, wenn die Ansteckungsgefahr noch nicht vorbei ist?

Im Wasser tummeln sich vielleicht Menschen, die sich an Corona angesteckt haben, die das Virus verbreiten können, dann bin ich doch auch gefährdet, oder wie ist das? Die Frage ist relativ einfach zu beantworten: Der Gewinn für Ihre Gesundheit durch regelmäßiges Schwimmen und Baden ist größer als die Gefahr einer Ansteckung durch das Coronavirus - wenn Sie sich richtig verhalten.

Kann ich mich beim Baden mit Corona infizieren?

Da gibt die Bundesregierung generell eine Entwarnung: Bisher gibt es laut WHO (Weltgesundheitsorganisation keine Hinweise darauf, dass das Coronavirus über das Wasser übertragen wird. Durch die Verdünnung im Wasser ist eine Ansteckung im See äußerst unwahrscheinlich, sagt auch das Umweltbundesamt. Auch im Frei- oder Hallenbad besteht ein weitreichender Schutz – dank der ständigen, standardisierten Wasseraufbereitung. Da die Viren im Fall von Corona meistens direkt von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen die beim Niesen oder Husten in die Luft geschleudert werden übertragen werden ist die Übertragungsgefahr beim Baden sehr gering. Auch das die Viren über die Hände auf Schleimhäute gelangen, ist eher unwahrscheinlich. Wer unter einer akuten Atemwegsinfekten oder Durchfallerkrankung leidet, sollte deshalb auf keinen Fall baden gehen. Im Sommer steigen die Wassertemperaturen in Bädern, in Seen und am Meer. Das und die erhöhte Sonneneinstrahlung führen auch im Sommer 2020 zu einer stärkeren Inaktivierung von eventuell im Wasser befindlichen Viren die Corona auslösen können.

Verhaltensregeln vom Umweltbundesamt

Kein Mensch geht mit einer Maske ins Wasser um zu schwimmen, trotz Corona. Was Sie aber beherzigen müssen ist der Mindestabstand von 1.50 Meter zum nächsten Badenden. Also sollten auch Kinder keine Wasserschlachten mit engem Kontakt zu anderen Kindern austragen. Das gilt auch für das Sonnen nach dem Baden: Genügend Abstand von Badetuch zu Badetuch oder von Liegestuhl zu Liegestuhl. So halten Sie das Coronavirus in Schach. Beachten Sie bitte unbedingt die Hinweise die überall aushängen. Vor allem beim Duschen und auf den Toiletten gilt: Abstand halten, kein Massenandrang, kein dichtes Nebeneinander. Denn da besteht die größte Gefahr, sich mit Covid anzustecken. Unsere offiziellen Badeanstalten See- und Strandbäder am Meer gehören mit zu den besten und saubersten in ganz Europa. 98 Prozent der Badeseen, Flussbäder und Bäder an Nord- und Ostsee erfüllten die Qualitätsanforderungen. Wegen schlechter hygienischer Wasserqualität mussten vorige Saison nur 27 von 2.291 Badegewässern zeitweise geschlossen werden. Ihre Gesundheit ist also im Wasser nicht in Gefahr.

Schwimmen trotz Coronavirus

Da die Gefahr einer Ansteckung durch Kontakt mit dem Coronavirus im Wasser sehr gering ist, sollten Sie auch 2020 nicht auf Wassersport verzichten. Der Grund: Schwimmen gilt als eine der gesündesten Sportarten überhaupt: Es bringt das gesamte Herz-Kreislauf-System in Schwung und trainiert den Herzmuskel. Nachgewiesen ist auch, dass regelmäßiges, moderates Training den Cholesterinspiegel sowie die Risiken für Diabetes und Arteriosklerose senkt. Besonders wichtig: Schwimmen stärkt unser Immunsystem und seine Abwehrkraft gegen das Coronavirus. Sie werden also trotz Kontakt mit einem Infizierten weniger an Corona erkranken, als Menschen, die nicht schwimmen gehen. Im Schwimmbad können Sie sich also kaum mit Corona anstecken. Aber es lauern da andere Gefahren. Eine Ansteckung an Fußpilz oder Warzen. Das ist übertrieben. Wasser in modernen Schwimmbädern wird durch Einsatz von Filtern und Chemikalien kontinuierlich gereinigt. Die Wirksamkeit der Filter und die Sauberkeit werden regelmäßig kontrolliert. Chlor im Wasser aber auch ultraviolettes Licht töten Mikroorganismen ab, ohne den Schwimmern zu schaden. Labile Viren wie Erreger von z. B. Hepatitis A-Virus oder Hepatitis B-Virus überleben das nicht.

Das sollten Sie meiden

In den letzten Jahren haben immer mehr Bäder geöffnet die mit natürlicher biologischer Aufbereitung des Badewassers werben. Das ist in den Zeiten der Krankheit Covid bedenklich, da sich das Coronavirus in solchem Wasser verbreiten können. Wenn die Schwimmbäder öffnen, sollte man auf eines achten: Bäder mit biologischer Aufbereitung wie Schwimm- und Badeteiche enthalten laut Umweltbundesamt "kein Desinfektionsmittel, daher geht von derartigen Bädern ein gewisses Infektionsrisiko aus, auf welches der Badegast generell vor Ort hingewiesen werden sollte". Um Ihre Gesundheit zu schützen, sollten Sie diese Hinweise beachten.