Sinusitis - Nasennebenhöhlenentzündung richtig behandeln

Sinusitis - Nasennebenhöhlenentzündung richtig behandeln

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Einen Schnupfen haben wir alle mehrmals im Jahr. Viele von uns nehmen einen banalen Schnupfen nicht mehr richtig ernst. Die Gefahr dabei: Sie tun nichts dagegen. Und das kann verheerende Folgen haben: Es kann sich daraus eine langwierige und schmerzhafte Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung) entwickeln. Und das belastet Körper und Seele.

 

Sinusitis: Schmerzen und Fieber

Und so kommt es zu einer Sinusitis: Wenn beim Schnupfen die Nasenschleimhaut anschwillt, verschließen sich die feinen, schmalen Eingänge zu den Nasennebenhöhlen. Diese können nun nicht mehr belüftet werden. Damit wird der Raum zu einem Tummelplatz für Viren und Bakterien. Sie vermehren sich schlagartig. Der Körper sendet  sofort als Abwehrmaßnahme über die Blutbahn Fresszellen, um die Eindringlinge zu bekämpfen. Dabei entsteht sehr oft eine Flüssigkeit aus zerstörten Zellen, Schleim- und Schleimhautteilen, die wegen der zugeschwollenen Schleimhäute nicht abfließen kann. 

Dadurch entsteht eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, in der Medizin Sinusitis genannt. Typisch dafür: ein schmerzhaftes Druckgefühl im Bereich der Wangenknochen oder über den Augen. Es verstärkt sich vor allem, wenn man sich nach vorn beugt. Sehr oft kommt auch Fieber dazu. Die Betroffenen fühlen sich abgeschlagen, müde und vielfach auch depressiv, vor allem, wenn das Leiden chronisch wird. Man muss sich das vorstellen: Jeder siebente Deutsche hat einmal im Jahr eine Sinusitis, viele leiden sogar mehrmals darunter.

Nasenspray: Nicht immer hilfreich

Man darf somit den einfachen Schnupfen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Man kann verhindern, dass es zu einer Sinusitis kommt. Daher muss so rasch wie möglich die unbehinderte Nasenatmung sicher gestellt werden, damit eine Belüftung der Nebenhöhlen stattfinden kann. Hier haben sich abschwellende Schnupfensprays als effektiv wirksam und hilfreich erwiesen. Allerdings: Viele der herkömmlichen Schnupfensprays, die ausschließlich einen abschwellenden Wirkstoff enthalten, aber keine schützenden und pflegenden Stoffe, sind zwar in der Regel preisgünstig, haben aber einen Nachteil: Es kommt häufig bei längerfristigem Gebrauch zu einem Austrocknen und zu einer Schädigung der empfindlichen Schleimhäute. Dazu kommt noch ein Gewöhnungs-Effekt. Über kurz oder lang ist man dann  von dem Schnupfenspray abhängig.

So schnäuzen Sie sich richtig

Damit das nicht passiert, sollte man in der Apotheke unbedingt einen von jenen Nasen-Sprays kaufen, die nicht nur  abschwellende Substanzen enthalten, sondern solche, die  auch hochdosiertes Dexpanthenol mitliefern, das die Schleimhaut schützt, feucht hält und das außerdem Entzündungen hemmen kann. Die Behandlung mit solchen Nasen-Sprays ist ideal zur Schnupfen – Therapie und zum Senken des Risikos für eine Nebenhöhlen-Entzündung.  Die Nasenschleimhäute trocknen nicht aus. Die Nase wird schnell wieder frei. Die Nasen- und Nebennasenhöhlen können belüftet werden. Der Schnupfen heilt schneller aus.

Wichtig ist auch das richtige Schnäuzen. Wer das Taschentuch vor beide Nasenlöcher hält und beide zugleich entleeren will, läuft Gefahr, dass Nasensekret in die Nebenhöhlen getrieben wird und  dort eine Infektion auslöst. So schnäuzt man richtig: Man hält immer ein Nasenloch zu und bläst das andere leer. Dann kommt das andere Nasenloch dran. Außerdem sollte man das Papiertaschentuch nach jedem Schnäuzen entsorgen und immer wieder ein neues verwenden. 

Natursubstanzen gegen Sinusitis

Eine weitere, ergänzende Maßnahme zur Vorbeugung von Sinusitis und zugleich eine ganz wichtige Behandlungsmöglichkeit bei einer bereits bestehenden Sinusitis ist der Einsatz von schleimlösenden Natursubstanzen. Hier bewährt sich jeden Abend eine Inhalation: Erhitzen Sie 2 Liter Wasser und geben Sie 15 Tropfen Eukalyptus-Öl dazu. Atmen Sie die aufsteigenden Dämpfe 10 Minuten ein. Man kann auch die Dämpfe von Thymian-Tee inhalieren. Danach ab ins Bett. 

Eine wichtige Maßnahme zum Schutz vor einer Nebenhöhlen-Entzündung: Tragen Sie an kalten Tagen draußen eine Wollmütze, die Sie bis tief in die Stirn ziehen.