Schutz vor Fettleber und Leberzirrhose

Fast fünf Millionen Deutsche haben eine mehr oder weniger kranke Leber. Und die meisten wissen gar nicht, dass sie krank sind, denn eine erkrankte Leber verursacht zum Beginn der Erkrankung kaum Schmerzen. Was Ihre Leber krank macht, wie Sie einer Leberkrankheit vorbeugen können, wie Sie sich selbst behandeln können.

 

Das größte Problem bei Leberschäden: Nur jede fünfte Erkrankung wird so rechtzeitig entdeckt, dass schwerwiegende Folgen wie Fettleber, Leberzirrhose und Leberkrebs vermieden werden können. Aus diesem Grund gehören Lebererkrankungen weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Die Ursachen für Lebererkrankungen sind vielfältig, manche sind uns fast unbekannt:

Jahrelanger Alkoholmissbrauch

Dabei ist es gleichgültig ob Sie den Alkohol in Form von Bier, Wein oder Schnaps zu sich nehmen. Auch die These: "Brauner Schnaps ist gefährlicher als weisser", ist ein Märchen. Die Farbe des Schnapses ist der Leber egal, nur der Alkoholgehalt zählt. Da gilt die Faustregel: Mehr als 20g reiner Alkohol bei der Frau und mehr als 30 g reiner Alkohol beim Mann täglich sind bereits gefährlich. Zum Mitrechnen:

10 g Alkohol entsprechen einem kleinen Bier, einem kleinen Glas Wein oder zwei cl Kornschnaps.

Die Schäden der Leber

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Menschen. Zu ihren Aufgaben gehört die nahrungsabhängige Speicherung, Umwandlung und Freisetzung von Zuckern und Fetten, der Abbau und die Ausscheidung körpereigener und medikamentöser Giftstoffe, die Bildung der meisten Bluteiweiße und der Gallenflüssigkeit sowie zahlreiche weitere Aufgaben. Bei diesen vielfältigen Aufgaben sind Schäden natürlich besonders schlimm.

Fettleber

Die wichtigste Ursache dafür ist ein übermässiger Alkoholkonsum. Alkohol wird in der Leber abgebaut und zu Essigsäuren umgewandelt. Diese wiederum werden zu Fettsäuren zusammengesetzt und abtransportiert. Bei zu viel Alkohol funktioniert dieses System nicht mehr, das Fett verbleibt in den Zellen, die Leber schwillt an.

Auch Diabetes Typ 2 führt zur Fettleber. Die Leber versucht permanent Energie bereit zu stellen und produziert Fettsäuren und Zucker. Auch hier schafft die Leber den Abtransport nicht mehr, das Fett verbleibt in den Zellen - eine Fettleber entsteht.

Krasse Fehlernährung. Wer ständig zu viel Fett und zu wenig Eiweiss konsumiert, der erzeugt eine Fettleber. Das ist häufig bei starkem Übergewicht oder Fettsucht der Fall.

Medikamente mit starken Nebenwirkungen (Antibiotika aus der Gruppe Kortison und Tetracycline) können die Leber bis hin zur Fettleber schädigen.

Die Folgen: Es kommt zu Entzündungen bis hin zur Hepatitis, es kann zur Leberzirrhose und zum Leberkrebs kommen. Der grosse Trost für alle Erkrankten: Eine Fettleber ist fast immer vollständig heilbar - wenn die Erkrankung nicht schon zu weit fortgeschritten ist.

Das hilft der Leber

  • Vermeiden Sie Alkohol und schädigende Medikamente
  • Trinken Sie vil Wasser, um Giftstoffe schnell auszuschwemmen.
  • Vermeiden Sie unbedingt Lebensmittel, die von Schimmelpilzen befallen sein könnten: Brot, Nüsse, Wurstwaren, Obst.
  • Essen Sie Artischocken so oft wie möglich.
  • Essen Sie fettarm (Schweinefleisch meiden).
  • Machen Sie eine Kur mit Artischocken-Saft (3 mal täglich 2 Esslöffel) oder mit einem Artischocken-Präparat aus Artischocken Blättern (größere Wirksamkeit). Sie verstärken dadurch den Gallenfluss und regenerieren die Leberzellen.
  • Sehr wirksam sind auch die Bitterstoffe aus dem Heilkraut Salbei. Zwei Wochen lang täglich eine Tasse trinken.
  • Würzen Sie fette Speisen nach Möglichkeit immer mit Kümmel.
  • Legen Sie sich zweimal in der Woche einen Heublumenwickel auf dem Oberbauch an. So geht er: 2 Handvoll Heublumen aus der Apotheke werden in 2 Liter kochendem Wasser überbrüht, 15 Minuten ziehen lassen, duchseihen. Leinentuch eintauchen, leicht auswringen, auf den Oberbauch.
  • Verwenden Sie Leinöl. Das wirkt über seine Omega 3-Fettsäuren in der Leber entgiftend und entzündungshemmend.