Schmerzen in der Schulter: Operationen die helfen

Frau hat Schmerzen in der Schulter

© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Sie sind eine Volkskrankheit geworden: Schmerzen in der Schulter. Die Hauptursachen sind: Frühzeitiger Verschleiss durch einseitige berufliche oder sportliche Belastungen, oder altersbedingter Verschleiß.. Wer jeden Tag immer wieder die selben Bewegungen mit den Armen und der Schulter macht, der verschleißt seine Knorpel, Sehnen und Muskeln welche die Schulter zum beweglichsten Gelenk in unserem Körper machen: Sie bekommen Schmerzen in der Schulter.

Und da helfen dann eben oft nur noch Operationen. Operationen in der schmerzenden Schulter sind oft das letzte Mittel, wenn Bewegungs- und Kräftigungstherapien nicht mehr helfen. Welche Operationen bei Schmerzen in der Schulter helfen - das lesen Sie jetzt. Ganz wichtig: Nach fast jeder Schulteroperation folgt eine Zeit der Ruhe - und danach eine Physiotherapie in der Reha.

Schmerzen durch verkalkte Sehnen

Sehr oft kommt es im Lauf der Jahre zu Verkalkungen im Schultergelenk. Meist beginnt das ab dem 50. Lebensjahr. Davon ist vor allem die obere Rotatorensehne betroffen. Deren Verkalkung führt zu sehr starken Schmerzen in der Schulter, vor allem beim Heben und bei Drehungen. Wenn der Leidensdruck zu gross wird, der durchgehende Schlaf nur noch mit Schlafmitteln zu erreichen ist, dann wird folgender chirurgischer Eingriff empfohlen: Der Chirurg öffnet die Sehnen und putzt sozusagen den Kalk aus diesen heraus.

Schmerzen durch eine Operation stoppen

Bleiben wir bei der Rotatorensehne. Sie liegt oben auf dem Schulterdach und bereitet die häufigsten schmerzenden Beschwerden. Bei sich ständig wiederholenden starken Belastungen entstehen winzige Minirisse, die sich aber mit der Zeit vergrössern. Dadurch kommt es zu Löchern im Muskel, die Schmerzen werden immer grösser. Um diesen Prozess zu stoppen, wird in einer Operation die bereits beschädigte Sehne fest am Oberarmkopf vernäht.

Ein Stück Schulterknochen wird abgefräst

Oft gibt es unter dem Schulterdach immer grösser werdende Verengungen. Dort liegt ein Schleimbeutel, der als Gleitschicht für die obere Rotatorensehne dient. Dieser entzündet sich durch die Reibung. Es kommt bei Bewegungen unter Belastung zu Schmerzen in der gesamten Schulter. Wenn die Entzündung nicht medikamentös behoben werden kann, dann wird durch eine Operation der Sehne mehr Bewegungsfreiheit verschafft. Dabei wird der Knochen minimal weggefräst.

Entzündetes Gewebe aus der Schulter entfernen

Das Schultergelenk wird durch eine Kapsel geschützt, deren Bindegewebe die Kapsel umschliesst. Dieses beginnt irgendwann zu verkleben. In einem langsam fortschreitenden Prozess beginnt die Schulter immer mehr zu schmerzen, bis es dann zu einer Versteifung kommt. Wenn physiktherapeutische Übungen nicht mehr helfen, dann muss die Kapsel in einer Operation geöffnet werden, nur so kann der Chirurg das entzündete Gewebe wieder entfernen. Das aber ist das wirklich letzte Mittel, wenn sanftere Methoden aus der Naturmedizin nicht mehr helfen.

Prothesen helfen bei Schulterschmerzen

Besonders schmerzhaft ist eine Arthrose in der Schulter. Die entsteht, wenn sich die Schutzschicht am Hauptgelenk stark abnutzt, so dass sich der Oberarmkopf am Schultergelenk reibt. Es beginnt mit andauernden Schulterschmerzen. Wenn nichts unternommen wird, dann versteift sich das Schultergelenk, oft kann dann nur noch eine Operation helfen. Immer öfter werden dabei künstliche Ersatzteile verwendet, mit deren Hilfe das Hauptgelenk wieder funktionsfähig gemacht wird. Dafür gibt es mehrere verschieden Prothesen. Welche verwendet werden soll müssen Sie mit dem Arzt besprechen.