Schlaganfall: Mit schneller Hilfe überleben

Schlaganfall: Mit schneller Hilfe überleben

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Mehr als 200 000 mal erleben Menschen in Deutschland eine gesundheitliche Blitz-Katastrophe: Den Schlaganfall. Kommt nicht ganz schnell Hilfe, dann wird das Hirn schwer geschädigt, Lähmungen, Taubheitsgefühle, Seh-, Sprach- und Sprachverständnisstörungen sind die Folge. Und ein Jahr nach dem Schlaganfall sind über 40 Prozent der Betroffenen tot. Von den Überlebenden bleiben 64% Pflegefälle. Wie Sie das Risiko mindern könne, wie Sie einen kommenden Schlaganfall erkennen können, wie die Erste Hilfe aussehen muss.

 

Die Schlaganfall auslösenden Faktoren

Der Schlaganfall wird fast immer durch ein Blutgerinnsel ausgelöst. Die Entstehung eines solchen wiederum wird in den meisten Fällen durch eine Gefässverkalkung ausgelöst. Wir kennen das auch als Arteriosklerose. Die grössten Risikofaktoren dafür sind:

  • Stress
  • Erhöhter Cholesterinspiegel
  • Diabetes
  • Bluthochdruck

Was Sie beachten müssen

Deshalb ist es wichtig, Ihr persönliches Risiko zu erkennen - und es zu senken. Beachten Sie einfach folgende Punkte:

  • Überprüfen Sie regelmässig Ihren Blutdruck. Ist er ständig zu hoch, dann müssen Sie zu blutdrucksenkenden Massnahmen greifen.
  • Erhöhte Blutfettwerte fördern die Verkalkung der Herzkranzgefässe. Auch hier ist eine regelmässige Kontrolle ( 2 x im Jahr) nötig.
  • Hören Sie sofort mit dem Rauchen auf.
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum auf etwa 40 g reinen Alkohol (Männer und 25 g reinen Alkohol (Frauen).
  • Übergewicht fördert das Schlaganfall-Risiko. Nehmen Sie ab, bis Ihr BMI höchstens bei 26 liegt.
  • Sie müssen sich mehr bewegen. Das Minimum: Dreimal in der Woche mindestens 30 Minuten schnell Gehen, Joggen oder Radfahren.
  • Ändern Sie Ihre Ernährung: Weniger Fleisch, mehr Obst, Gemüse und Eiweiss. Sie sollten nicht mehr als 30% Ihres Energiebedarfs aus tierischem Fett decken.

Tempo rettet Leben

Kommt es zu einem Schlaganfall, dann können Tempo und die richtige Erstversorgung Leben retten. Bemerken Sie Symptome wie Lähmungserscheinungen, Taubheit, Seh- oder Sprachstörungen bemerkbar, so wählen Sie unverzüglich den Notruf 112. Tempo ist unglaublich wichtig, denn es dürfen zwischen dem Schlaganfall und der Behandlung im Krankenhaus nicht mehr als drei Stunden vergehen. Wenn ein Schlaganfall-Patient innerhalb dieser Frist fachgerecht medizinisch versorgt wird, dann stehen seine Chancen gut. Dann können bleibende Schäden im Gehirn verhindert werden.

Also: Der Notarzt muss her, und zwar so schnell wie möglich. Bis zu seinem Eintreffen können Sie sich aber als Lebensretter betätigen - auch ohne grosse medizinische Vorbildung.

  • Lockern Sie enge Kleidung, öffnend Sie Hemdkragen und Hosenbund.
  • Bei Bewusstlosigkeit müssen Sie den Patienten in eine stabile Seitenlage bringen.
  • Geben Sie dem vom Schlaganfall Betroffenen auf keinen Fall Getränke oder Medikamente. Das berühmte Glas Wasser ist völlig fehl am Platz, es besteht nämlich Erstickungsgefahr.
  • Wenn bereits ein Herz-Kreislaufstillstand eingetreten ist, müssen Sie eine Herzdruckmassage und eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen. Wobei nach neuesten Erkenntnissen die Herzdruckmassage wichtiger ist.

Die "Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat ein Info-Telefon eingerichtet: 0180/50 93 093.