Sauna: Das Beste für die Gesundheit

Sauna: Das Beste für die Gesundheit

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In die Sauna gehen ist in: Man kann dabei abnehmen, man härtet sich ab, man baut Stress ab, man entspannt. Stimmt alles. Aber das Wichtigste am Saunieren ist: Der Saunagang ist eines der wirkungsvollsten und einfachsten Naturheilverfahren, das wir kennen. Denn in der Sauna schwitzen Sie für Ihre Gesundheit.

Sauna: Das sind die Vorteile für Ihre Gesundheit

  • Herz und Kreislauf werden gestärkt. Die Blutgefässe weiten sich, das Herz und auch alle anderen Organe werden besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
  • Die Schweissproduktion wird angekurbelt. Um die Haut zu kühlen werden pro Minute Saunagang etwa 30 g Schweiss produziert. Das sind bei einem Saunagang von einer Viertelstunde fast ein halber Liter Körperflüssigkeit.
  • Mit der Flüssigkeit werden Schlackenstoffe abgegeben.
  • Da sich die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad erhöht, wir dem Immunsystem Fieber vorgetäuscht, die Produktion von Abwehrstoffe wird dadurch angeregt, der Schutz vor Infektionen verbessert sich.
  • Wegen der extremen Hitze ist die Luft in einer Sauna fast keimfrei, man kann sich also keine Erkältung holen.
  • Die Schleimhäute werden stärker durchblutet, die Sekretabsonderung steigt an. In diesen Sekreten befinden sich mehr Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger.
  • Regelmässige Saunagänge senken den Blutdruck.
  • Rheumatische Beschwerden, Muskelverspannungen und Wirbelsäulenprobleme werden gelindert.

Der gesunde Sauna-Aufguss

Für den Aufguss dürfen nur Duftstoffe verwendet werden, die keine Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten und von künstlichen Aromen und synthetischen Zusätzen frei sind. Zumeist kommen ätherische Öle zum Einsatz die eine positive Wirkung auf den Körper haben. Zum Beispiel: Latschenkiefer, Eukalyptus, Lavendel, Thymian, Pfefferminze usw.

Bei einem Aufguss steigt die Luftfeuchtigkeit - nicht die Temperatur - im Raum schlagartig an. Das wird als Hitzeschock empfunden. Wenn es Ihnen zu "heiss" wird - sofort raus. Auch wenn die andern Saunagäste murren.

Während eines Saunabesuchs sollten Sie maximal zwei Aufgüsse mitmachen. Gegen Erkältungen hilft ein Aufguss mit Kampfer oder Eukalyptus.

Sauna - wie oft und wie lange?

Sie sollten regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche in die Sauna gehen. Als Faustregel für die Verweildauer gilt: Etwa acht bis höchstens 15 Minuten. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, denn man ist nicht an jedem Tag gleich drauf. Mal verträgt man einen längeren Saunagang, mal nicht. Zwischen den Saunagängen sollten Sie etwa 20 Minuten Pause machen. Nach dem letzten Saunagang sollten Sie sich dann für etwa eine halbe Stunde auf einer Liege gut zugedeckt erholen.

Die Sauna-Typen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ins Schwitzen zu kommen und so den Körper zu stärken und zu reinigen. Jede hat etwas für sich, hat ihre Eigenheiten. Man kann die verschiedenen Typen auch an einem Nachmittag oder Abend kombinieren.

Die finnische Sauna

Das ist die klassische Sauna mit sehr heißer und sehr trockener Luft. Der Saunaraum ist mit aufsteigenden Holzbänken ausgestattet - ganz oben ist es am heißesten. Bei jeder Stufe nach oben steigt die Temperatur um etwa zehn Grad.Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen zehn bis 25 Prozent.

Das Dampfbad

Das ist ein Schwitzbad mit Temperaturen zwischen 40 und 55 Grad. Dafür ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, etwa 80 bis 100 Prozent. Das typische Dampfbadklima wird durch die Erzeugung von übersättigtem Wasserdampf mit einem Dampfkessel erzeugt. Die ideale Kombination von Wärme und Feuchtigkeit entkrampft, reinigt, pflegt und entspannt. Insbesondere bei Atemwegserkrankungen hilft das Dampfbad. Es ist wegen der hohen Luftfeuchtigkeit besonders gut für die Haut.

Der Hamam - das türkische Bad

Das ist ein wahres Ritual der Reinigung und Erholung. Der Hamam hat einen heißen Raum mit etwa 50 Grad, einen warmen Raum mit 40 Grad und mehrere Räume mit normalen kühlen Temperaturen. Sie schwitzen eine halbe Stunde in den warmen Räumen und liegen dann auf vorgewärmten Marmorbänken um sich zu erholen. Im Hamam werden Sie vom Bademeister eingeseift, durchgeknetet und mit einem rauen Massagehandschuh abgerubbelt.

Danach wird eine Heilerde (Rasul) auf Gesicht und Körper aufgetragen und nach 20 Minuten wieder entfernt. Danach folgt eine Ölmassage mit anschließender Entspannung im Teeraum.