Salz und Zucker: Gefahr für den Kreislauf

Ohne Salz und ohne Zucker wäre unser Leben ohne Genuss und Würze. Und der Körper braucht beide Substanzen. Aber wer zu viel Salz oder /und Zucker geniesst, der fügt seinem Kreislauf grossen Schaden zu. Besonders dann, wenn bereits eine Diabetes-Erkrankung vorliegt. Eine salzreiche Ernährung verdoppelt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Schlimm, denn die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ist ja bei Zuckerkranken ohne hin sehr hoch.

Ein japanisches Forscherteam wertete über acht Jahre hinweg die Daten von 1 588 Diabetikern im Alter zwischen 40 und 70 Jahren aus. Die Ergebnisse der Studie stellen einen klaren Zusammenhang zwischen einem hohen Salzkonsum und einem verstärkte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen her. Teilnehmer, die im Schnitt rund 15 g Salz zu sich nahmen, hatte ein doppelt so hohes Risiko zu erkranken, wie Teilnehmer, die nur die Hälfte Salz pro Tag zu sich nahmen. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautete: Fünf Gramm Salz pro Tag genügen für einen Erwachsenen. Tatsächlich aber konsumieren Europäer durchschnittlich zwischen acht und zwölf Gramm täglich.

„Für Menschen mit Typ-2-Diabetes ist es wichtig, ihre Blutzuckerwerte zu verbessern und auf ihre Ernährung zu achten“, erklärt Studienleiterin Horikawa. „Unsere Studie zeigt, dass ein reduzierter Salzkonsum dazu beitragen kann, gefährliche Komplikationen des Diabetes zu verhindern.“

Salz ist fast allen Lebensmitteln

Eine stark salzhaltige Nahrung ist sich für Menschen gefährlich, die keine Probleme mit ihrem Blutzucker haben. Salz hat einen hohen Bestandteil an Natrium - das wiederum treibt den Blutdruck in die Höhe. Ein hoher Blutdruck - den man übrigens nicht von selbst bemerkt - schädigt auf Dauer die Blutgefässe, es kommt zur Plaquebildung, das führt zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Da Diabetiker durch hohe Blutzuckerwerte ohnehin den gesunden Zustand ihrer Blutgefässe  gefährden, ist eine stark salzhaltige Ernährung für sie sehr riskant.

Wenn Sie sich dazu entschliessen, Ihren Salzkonsum zu senken, dann genügt es nicht, den Salzstreuer seltener zu benutzen. Denn Salz steckt heutzutage in fast allen Nahrungsmitteln und auch in vielen Getränken. Die Gefahr der Übersalzung ist bei Käse, Wurstwaren und vor allem bei Fertiggerichten sehr gross. Der beste Weg, den Salzgehalt Ihres Essen zu kontrollieren: Selber kochen. Und noch ein guter Rat: Unsere Küchenkräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Zwiebel, Knoblauch, Paprika usw. eigenen sich hervorragend zum Würzen unserer Speisen. Ers muss nicht immer alles nach Salz schmecken.