Rückenschmerzen: Ursachen, Auslöser und Hilfe

Rückenschmerzen - das erwischt uns fast alle irgendwann im Leben. Wenn wir Glück haben verschwindet die stechenden und ziehenden Schmerzen im Rücken wieder von selbst. Wenn wir Pech haben, dann bleiben sie - und müssen behandelt werden. Das geht durch Massagen, eine Umstellung des Lebensstils, Sport, Medikamente oder im schlimmstenfalls müssen die Rückenschmerzen durch eine Operation ausgeschaltet werden. Hier erfahren Sie wichtige Fakten zum Thema Rückenschmerzen.

Oft verschwinden Rückenschmerzen von selbst

Sie stehen auf, machen die erste Bewegung - und ein stechender Schmerz durchfährt Sie: Rückenschmerzen. Das ist kein Grund zur Verzweiflung. Denn es gibt viele natürliche und bewährte Hausmittel, es gibt Wärmebehandlungen, Massagen usw. Das alles ist hilfreich. Ws Sie aber unbedingt brauchen, das ist Geduld. Denn ach den Statistiken verschwinden bei fast 80 Prozent der Betroffenen die Rückenschmerzen nach sechs bis acht Wochen von selbst. Allerdings: Sie können wiederkommen, und dann müssen die Ursachen erforscht werden um sie durch gezielte Behandlungsmethoden los zu werden. Und zwar für immer.

Diagnose ist oft sehr schwer

Das allerdings ist gar nicht so einfach. Denn die Problematik "Rückenschmerzen" ist so komplex, das die Ärzte auch mit modernsten Methoden die Ursachen und Auslöser von Rückenschmerzen nicht eindeutig identifizieren können. Dafür gibt es Zahlen: Bei fast 85 Prozent aller Menschen mit Rückenschmerzen können die Ärzte keine eindeutige Diagnose stellen. Es müssen also oft verschiedene Behandlungsmethoden eingesetzt werden und die Rückenbeschwerden wieder in den Griff zu bekommen.

Operation bei Bandscheibenvorfall

Im Zusammenhang mit Rückenschmerzen taucht immer wieder der Begriff "Bandscheibenvorfall" auf. Oft zu Unrecht, denn ein Bandscheibenvorfall ist viel seltener die Ursache von Rückenschmerzen, als angenommen wird. Ein Bandscheibenvorfall ist nach bisherigen Erkenntnissen in maximal fünf Prozent der Fälle von akuten Rückenschmerzen der Auslöser oder die Ursache. Das ist auch gut so, denn bei einem Bandscheibenvorfall ist sehr oft eine Operation an der Wirbelsäule die letzte Möglichkeit.

Absolute Ruhe ist falsch

Noch vor einigen Jahren verordneten die Ärzte bei einem Anfall von Rückenschmerzen sehr oft: Absolute Bettruhe oder nur ganz wenig und schonende Bewegung. Inzwischen weiss man, das dieses absolute Nichtstun, diese totale Bewegungslosigkeit bei Rückenschmerzen sogar eher schadet als hilfreich ist. Die richtigen Bewegungen der betroffenen Muskelpartien helfen nicht nur, dem Schmerz vorzubeugen, sie können auch bereits ausgelöste Schmerzen lindern und erträglich machen.

Kinder haben zuwenig Bewegung

Die immer mehr zunehmende Bewegungslosigkeit unseres modernen Lebensstils fördert die Zunahme der Rückenschmerzen in der Bevölkerung. Davon sind wir alle betroffen, und in zunehmendem Ausmass auch Kinder. Laut einer Forsa-Umfrage haben bereits sechs Prozent der sechs- bis achtjährigen Kinder Rückenprobleme. Bei den neun- bis zehnjährigen sind es schon 15 Prozent und bei den 13- bis 14jährigen klagen schon fast 40 Prozent über Rückenschmerzen. Es ist also enorm wichtig, das Sie darauf achten, das Ihre Kinder sich oft und konsequent bewegen: Radfahren, schwimmen, Sport jeglicher Art ist da hilfreich.

Krankheiten verursachen Rückenschmerzen

Wenn Sie Rückenschmerzen haben, dann sind daran nicht immer Muskelprobleme oder Verformungen des Skeletts schuld. Rückenschmerzen können auch durch gynäkologische Probleme, Nierensteine, Magen-Darm-Erkrankungen oder auch eine Lungenentzündung ausgelöst werden. Dabei werden Schmerzen verursacht, die in Ihren Rücken ausstrahlen.

Bandscheibenvorfall nicht immer schuld

Es ist eigentlich unlogisch, aber es wurde von Medizinern beobachtet: Selbst Veränderungen an der Wirbelsäule oder sogar ein vorhandener Bandscheibenvorfall lösen nicht unbedingt immer Schmerzen im Rücken aus. Manchmals lieferte eine MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomografie) einen ganz eindeutigen Befund dieser Wirbelsäulenprobleme - aber die Patienten haben keine Schmerzen, sie sind schmerzfrei. Das ist nicht unbedingt positiv, weil Schmerzen ja ein Warnsignal des Körpers sind.

Stress macht Rückenschmerzen

Sie haben Stress im Beruf, es gibt familiäre Probleme, sie werden von Existenz-Ängsten geplagt - und nach einiger Zeit stellen sich Rückenschmerzen ein. Sehr oft spielen psychische Probleme als Ursache oder Auslöser von Rückenschmerzen eine große Rolle. Generell lässt sich sagen: Depressionen und Stress erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Rückenschmerzen ganz gewaltig.

Rückenschmerzen: Frauen müssen öfter leiden

Auch bekannt ist, das Frauen sehr viel öfter an Rückenschmerzen leiden als Männer. Dafür gibt es viele Ursachen, die von der Natur vorgegeben sind: Ein anderer Muskelapparat, schwächeres Bindegewebe, schwächere Knochen. Vor allem aber sind es Schwangerschaften, die das Skelett insgesamt und die Wirbelsäule insbesonders belasten. Weiter Gründe für Rückenschmerzen bei Frauen sind Menstruationsbeschwerden und die falschen Schuhe. Besonders "High heels" lösen Rückenschmerzen aus..