Richtiges Raumklima für Ihre Gesundheit

Richtiges Raumklima für Ihre Gesundheit

Bild: © Teamarbeit - Fotolia.com

Wenn es in diesen Tagen draußen kalt, nass und ungemütlich ist, ziehen wir uns gern in unsere Wohnräume zurück. Und auf den ersten Blick könnte man glauben, dass die Luft draußen weitaus schlechter ist als die in den Räumen.

Wenn auch an nebeligen Tagen der Winter-Smog die Städte belastet, so ist doch in vielen Räumen die Luft drinnen nach einer Untersuchung der Weltgesundheits-Organisation weit schlechter und daher auch besonders ungesund. Die schlechte, für die Gesundheit schädliche Qualität unserer Raumluft ist auf viele Faktoren zurückzuführen:

Viele Wohnungen sind jetzt in der kalten Jahreszeit überheizt. Das führt dazu, dass die Luftfeuchtigkeit fast immer zu niedrig ist. Man hat in deutschen Schulen Messungen duchgeführt und festgestellt, dass die Luftfeuchtigkeit dort oft nur 20 Prozent beträgt. Für unsere Gesundheit sind 45 bis 60 Prozent nötig. Außerdemwird in den Wohnungen sehr oft geraucht. Und es wird kein ausreichender Luftaustausch durchgeführt. Kurz: Es wird falsch gelüftet. Viele Menschen leiden ständig an Husten, Halsschmerzen, an Kopfschmerzen. Sie haben Atemwegsprobleme, sind verstärkt infektanfällig, zeigen einen deutlichen Leistungsabfall. Und sie sind selbst schuld daran. Sie werden durch die schlechte Luft in ihrer Wohnung krank.

In überheizten und zu trockenen Wohnungen trocknen die Schleimhäute in Mund,Rachen und Nase schnell aus. Sie werden dann zu einem Tummelplatz für Viren und Bakterien. Also ist man schneller erkältet. Ganz besonders groß ist die Gefahr für trockene Luft bei Zentralheizungen, bei Klimaanlagen und bei Fußbodenheizungen. Und so kann man die Luftfeuchtigkeit verbessern: Machen Sie es wie unsere Großmütter. Hängen Sie nasse Tücher in der Wohnung auf. Ideal: die Wäsche in den Räumen zum Trocknen aufhängen. Man kann aber auch Gefäße mit warmem Wasser auf die Heizkörper stellen. Das verdunstende Wasser sorgt für eine angemessene Luftfeuchtigkeit.

Trockene Luft im Zimmer macht faltige Haut

Man kann sich natürlich auch ein elektrisches Luftbefeuchtungsgerät anschaffen. Doch man muss wissen: Wenn man so ein Gerät – vor allem den Filter – nicht regelmäßig peinlich säubert, dann wird das Gerät zu einer Bakterienschleuder und macht erst recht krank. 

Und dann braucht man ein Hygrometer, ein Gerät an der Wand, das die Luftfeuchtigkeit anzeigt. Vielleicht sollte man vor allem auch den Frauen und Mädchen sagen: Feuchte Luft in den Räumen ist auch deshalb so wichtig, weil die Haut austrocknet und man viel leichter Falten im Gesicht bekommt, wenn man sich zu lange in trockenen Räumen aufhält. Das Faltenprofil wird tiefer und ausgeprägter. Ganz wichtig: Die Luftfeuchtigkeit sollte – ich habe es schon oben erwähnt – zwischen 45 und 60 Prozent in der Wohnung liegen. Bei einer Raumtemperatur von höchstens 22 bis 23 Grad Celsius. Zu viel Luftfeuchtigkeit ist für Allergiker schädlich. Denn bei einem sehr feuchten Klima vermehren sich die Hausstaubmilben ganz besonders.

Wichtig für das Raumklima: Nur Stoßlüften

Es ist wichtig, dass man im Winter regelmäßig und oft lüftet, neue Luft in die Räume lässt. Richtig ist das so genannte Stoßlüften: nur einige Minuten, dafür etwa jede Stunde. Wer bei sehr kalten Wintertemperaturen die Fenster zu lange offen hält, der verursacht im Raum noch mehr Trockenheit. Was wenige wissen: Die Winterluft unter null Grad ist knochentrocken, auch wenn’s draußen Schnee gibt. Das bedeutet: Die Winterluft entzieht dem Raum die wichtige Feuchtigkeit. Es ist auch ganz schlecht, wenn Fenster ständig gekippt offen stehen. Dadurch kühlen die Räume zu sehr aus.

Auch Zimmerpflanzen können dazu beitragen, dass die Raumluft gesünder wird. Aber es müssen die richtigen Zimmerpflanzen sein. Die beste und sauberste Luft mit entsprechender Luftfeuchtigkeit garantieren großflächige, dicke, saftige Blätter, die auch viel Wasser brauchen. Das geben sie dann auch zu einem Großteil an den Raum ab. Kakteen, Palmen und andere Pflanzen mit großen, fleischigen Blättern verbessern die Raumluft. Man kann auch mit ätherischen Ölen, mit bestimmten Düften die Raumluft so verbessern, dass sie nicht nur angenehmer zu riechen ist, sondern dass sie auch einen Beitrag zur Gesundheit leistet.

Man legt einen feuchten Wattebausch auf einen Teller, gibt fünf Tropfen eines ätherischen Öls drauf und stellt den Teller dort auf, wo man sich aufhält. Man atmet dann die gesundheitsfördernden ätherischen Öle aus der Raumluft ein.

Ätherische Öle verbessern das Raumklima

Oder man gibt drei Tropfen in ein Textil-Taschentuch, trägt es bei sich und schnuppert immer wieder daran. Das ist vor allem in fremden Räumen sinnvoll, in denen man sich aufhält. Welche ätherischen Öle machen uur Verbesserung der Raumluft Sinn?

  • Lavendelöl zum Stärken der Nerven.
  • Eukalyptusöl bei Erkältungsgefahr und Atemnot.
  • Zitronenöl für bessere Laune und mehr Leistungskraft.
  • Orangenblütenöl hilft gegen Stress und Ängste.
  • Rosenduft fördert das Wohlbefinden, verhindert depressive Zustände.
  • Mandarinen- und Zimtöl zum Entspannen.

Grundsätzlich sollte man wissen: Man muss beim Einsatz mit ätherischen Ölen sehr sparsam sein. Allzu leicht verätzt man sich die Atemwege. Wenn Kinder im Haus sind, sollte man auf ätherische Öle verzichten, auch bei Haustieren. Eine alternative Möglichkeit: Man nimmt eine Orange und eine Hand voll Gewürznelken und steckt die Gewürznelken rundum in die Orange. Dann stellt man mehrere solcher Orangen in der Wohnung auf. Das riecht nicht nur wunderbar. Der intensive Duft reinigt die Luft von Krankheitserregern.