Richtige Ernährung senkt Herzinfarktrisiko

Zu hohe Cholesterinwerte, ein schwaches Herz und Bluthochdruck - diese drei Risikofaktoren sorgen dafür, dass jeder Dritte zu früh stirbt. Sie aber können selbst schon präventiv dagegen angehen: Mit der richtigen Lebensweise, dem richtigen Sport und vor allem mit der richtigen Nahrung. Was Sie essen sollten, warum zum Beispiel Brombeeren, Tomaten, Petersilie oder Walnüsse diese Risikofaktoren ausschalten und Sie länger leben lassen.

Risikofaktoren für das Herz

Jeder Dritte stirbt heute nach wie vor an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das bedeutet: Jeder von uns sollte so früh wie möglich dazu beitragen, dass sein Herz gesund bleibt. Die meisten Menschen haben von Geburt an einen intakten Kreislauf mitbekommen. Das ist auch lebenswichtig. Die rund 80 Billionen Zellen unseres Körpers müssen ständig mit Nährstoffen versorgt werden, damit sie voll Energie bleiben, damit wir gesund, fit und vital durchs Leben gehen können. Ebenso wichtig aber ist, dass Schadstoffe, Gifte und Abfallprodukte des Stoffwechsels abtransportiert werden. Das geschieht im Wesentlichen über das Blut, das durch Blutgefäße in einer Länge von rund 100.000 Kilometern fließt. Und der Motor des Ganzen ist das Herz. Es pumpt täglich 18 Tonnen Blut durch unseren Körper. Und die Lunge liefert dazu den Sauerstoff. Blutgefäße, Herz und Lunge bilden somit das Kreislauf-System. Wenn es gestört oder geschwächt wird, wenn es zusammenbricht, dann ist unser Leben in Gefahr. Wir sollten uns aber bewusst sein: Wir können auf natürliche Weise den gesunden Kreislauf stärken, damit unser Herz möglichst lange optimal arbeiten kann.

Dazu ist wichtig, dass wir alle Risikofaktoren kennen, die unser Herz mit der Zeit gefährden:

  • Rauchen, bei Frauen ganz besonders gefährlich in Kombination mit der Einnahme der Pille.
  • Zuviel und zu oft Alkohol.
  • Permanent zu üppiges, fettes Essen.
  • Zuviel Zucker.
  • Zu wenig Bewegung.
  • Aber auch übertriebene sportliche Betätigung.
  • Ständiger Stress im Beruf oder aber auch im Privatleben.
  • Umweltschadstoffe aus der Luft, aus dem Wasser und aus der Nahrung.

Hilfe für das Herz

Wie kann man nun dem Herzen helfen? Wie kann man es stärken? Das geht einfacher als man denkt:

  • Man sollte sich angewöhnen, jeden Tag 30 Minuten moderaten Sport zu treiben: zu Fuß gehen, Treppen steigen, Gymnastikübungen machen, Radfahren, wenn es das Wetter zulässt.
  • Und man sollte jeden Tag beim Essen etwas für den Herzschutz tun. Dazu gehören ganz einfache Regeln: Essen Sie nur dann, wenn Sie Hunger haben. Verwechseln Sie niemals Hunger mit Appetit. Gehen Sie sparsam mit Salz um. 5 Gramm täglich sind genug. Mehr belasten und stören den Flüssigkeitshaushalt. Reduzieren Sie aber auch den Zucker-Konsum. Sorgen Sie für eine ausgewogene Ernährung.

 

Nahrung, die Ihr Leben schützt

Und das sind die 30 wichtigsten Herzschützer unter den Lebensmitteln, mit denen wir jeden Tag unserem Blutdruck, dem Blutzucker und dem Cholesterin etwas Gutes tun können.

Essen für den Blutdruck. Wenn es darum geht, ganz besonders den Blutdruck positiv zu beeinflussen, dann haben Sie folgende Naturprodukte zur Verfügung:

  • Aprikosen sind reich am Mineralstoff Kalium. Und der sorgt für gute Blutdruckwerte.
  • Brombeeren enthalten den dunklen Farbstoff Anthocyan. Und auch der zeigt blutdrucksenkende Wirkung.
  • Reich an Kalium und Magnesium ist Petersilie. Mit häufigen Gebrauch von Petersilie in der Küche kann man Salz einsparen.
  • Weintrauben – besonders rote Trauben – liefern uns den Bioaktiv-Stoff Resveratrol , der sich positiv auf den Blutdruck sowie auf das Cholesterin auswirkt. Das Resveratrol bremst auch eine frühzeitige Arteriosklerose.
  • Besonders wertvoll fürs Herz sind Walnüsse. Eine sehr seriösen Studie an der amerikanischen Harvard Universität hat vor einigen Jahren ergeben: Wer viele Jahre jeden Tag 5 Walnüsse kaut, der senkt sein Risiko für Herzinfarkt um bis zu 52 Prozent und verlängert damit sein Leben.

Essen für die Gefäße. Wir können mit der täglichen Nahrung unsere Blutgefäße elastisch und jung erhalten. Auch dabei helfen uns bestimmte Nahrungsmittel:

  • Ganz vorne in dieser Liste findet man die Tomaten mit dem roten Farbstoff Lycopin. Wenn die Tomaten verarbeitet und erhitzt wurden, wirkt dieser Farbstoff noch intensiver. So bekommen Großmutters Tomatensoße, Tomatensuppe und geschmorte Tomaten eine besondere Bedeutung. Dazu gibt es einen wunderbaren herzstärkenden Cocktail, den man jeden Morgen trinken sollte: Man verrührt in einem Viertelliter Tomatensaft 2 Eßlöffel Leinöl und einen Schuss Limettensaft. Man sollte diesen Herzschutz-Cocktail langsam in kleinen Schlucken trinken. Und der Tomatensaft muss Zimmertemperatur haben, darf also nicht eiskalt sein.
  • Rapsöl und Olivenöl sind reich an herzschützenden Omega-3-Fettsäuren. Und diese Eigenschaft bringen auch Fische mit, ganz besonders Hering, Lachs und Makrele.
  • Naturreis mit dem Silberhäutchen versorgt uns mit wertvollem Magnesium, ein Mineralstoffe, den unser Herz täglich benötigt.
  • Buchweizen ist als Getreide deshalb so interessant und für unsere Gesundheit so wichtig, weil die Blutgefäße elastisch bleiben.
  • Das schafft auch der Knoblauch. Am Institut für Herz-Kreislauf-Forschung in Mainz hat man nachgewiesen: Wer jahrelang Knoblauch konsumiert, hat im Alter um bis zu 7 Jahre jüngere Blutgefäße.
  • Bierhefe oder auch andere Hefeprodukte versorgen uns mit Folsäure. Diese senkt einen zu hohen Homocystein-Spiegel. Und das Homocystein ist genauso gefährlich wie zu hohes Cholesterin.

 

Cholesterin positiv beeinflussen

Essen für ein gesundes Cholesterin. Dazu ist zu sagen: An sich ist Cholesterin lebenswichtig. Es baut Gehirnzellen auf, ist an der Gesundheit aller Köperzellen beteiligt und ist wesentlicher Faktor für die Sexualität des Menschen. Gefährlich wird Cholesterin, wenn es in zu großen Mengen im Blut nachweisbar ist. Aber es gibt in unserer Nahrung eine Cholesterin-Polizei:

  • Dazu gehört Lecithin aus der Soja-Bohne. Es ist ein wichtiger Gegenspieler von zu hohem Cholesterin.
  • Äpfel senken zu hohes Cholesterin. Dafür sorgt der Faserstoff Pektin.
  • Artischocken hemmen ein Enzym, das an der Produktion von Cholesterin maßgeblich beteiligt ist.
  • Das Gewürz Kurkuma – auch Gelbwurz genannt – senkt zu hohes Cholesterin. Aber auch Zimt weist eine ähnliche Eigenschaft auf.
  • Joghurt und Kefir haben mit ihren Milchsäurebakterien einen positiven Einfluss aufs Cholesterin.

 

Pflanzenstoffe gegen Entzündungen

Essen gegen Entzündungen. Man weiß heute , dass entzündliche Prozesse im Organismus immer auch das Herz bedrohen und gefährden. Dagegen kann man Lebensmittel einsetzen, die Entzündungen abbauen:

  • Heidelbeeren haben sekundäre Pflanzenstoffe, die anti-entzündlich wirken.
  • Kürbiskernöl und Leinöl bauen Entzündungen ab.
  • Auch die Schwefelstoffe im Brokkoli wirken entzündungshemmend.
  • Ein absoluter Klassiker unter den Naturstoffen, die uns vor Entzündungen bewahren und damit auch Herz und Gefäße schützen, sind die Polyphenol-Schutzstoffe im Grünen Tee, vor allem das Epigallocatechin-3-Gallat.