Omas Rezepte sind gesund und schmecken gut

Omas Rezepte sind gesund und schmecken gut

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Geht es Ihnen auch so? Mitunter erinnert man sich an Speisen und Getränke, die wir damals als Kinder von unserer Großmutter vorgesetzt bekommen haben, die heute bei den meisten von uns längst vergessen sind. Das ist traurig, denn Vieles, was unsere Omas zubereitet und aufgetischt haben, war sowohl schmackhaft als auch gesund.

Hirse macht die Haut schön

Unsere Großmütter waren redlich bemüht, das Getreide Hirse aufzutischen: als Hirsebrei, Hirse-Auflauf, Hirse-Bouletten oder Hirseflocken in der Suppe. Doch sie hatten keinen großen Erfolg damit. Keiner wollte die Hirse. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Nur wenige mögen Hirse. Vermutlich haftet der Hirse immer noch der Ruf des Arme-Leute-Essens an. In den alten Märchen essen die Kinder armer Leute immer Hirsebrei. Dabei wäre es gerade in unserer modernen Zeit so wichtig, die kleinen gelben Getreidekörner zu genießen. Zum Beispiel gedünstet, gemischt mit grünen gedünsteten Erbsen.

Hirse ist ein wertvoller Bestandteil der gesunden, ausgewogenen Ernährung. Sie liefert uns interessante Mengen vom Spurenelement Silicium, Kieselsäure, wichtig für eine gesunde Haut, feste Nägel und schöne Haare. Außerdem ist Hirse reich an B-Vitaminen, macht stressfest, stärkt die Nerven und verhilft uns zu guter Laune. Deshalb hat man Hirse im Mittelalter als das " fröhliche Getreide" bezeichnet.

Graupen schützen vor Cellulite

Kaum jemand kennt heute noch die Graupen-Suppe, auch Rollgerste-Suppe. Graupen sind geschälte und abgeschliffene Gerstenkörner. Sie liefern das Spurenelement Eisen fürs Blut sowie für Vitalität, weiters Zink für die Immunkraft und Mangan für ein festes, gesundes Bindegewebe. Graupen können vor Cellulite schützen.

In schlechten Zeiten, wenn unsere Großmütter keinen Spinat kaufen konnten, griffen sie zu einer verblüffenden Notlösung. Sie sammelten zarte Brennesselblätter und bereiteten sie wie Spinat zu. Sie werden sich vielleicht erinnern: Man sprach damals vom " Brennessel-Spinat". Er schmeckt köstlich, ist aber bei den meisten von uns in Vergessenheit geraten. Dabei ist er fast gesünder als der echte Spinat. Das hat seinen guten Grund: In den Spinatblättern befinden sich große Mengen von Oxalsäure. Sie kann die Entstehung von Calcium-Oxalat-Steinen in der Niere fördern. In den Brennesselblättern ist keine Oxalsäure enthalten. Wer also zu Nierensteinen neigt, kann bedenkenlos Salat aus zarten Brennesselblättern essen.

Omas Himbeersaft ist ein Energy-Drink

Wenn es zu Großmutters Zeiten galt, Durst zu löschen, dann gab es Himbeersaft. Und zwar eine Mischung aus 1 Teil Himbeersirup mit hohem Fruchtanteil und 6 Teilen Wasser, mitunter noch etwas Zitronensaft dazu. Ein überaus erfrischendes Getränk, das heute vollkommen aus der Mode gekommen ist. Bedauerlicherweise, denn an der Sporthochschule Köln hat man nachgewiesen: Dieser Himbeersaft ist für den Sport und nach dem Sport ein hervorragendes Kraftgetränk, welches jedem Energy-Drink gleichkommt. Die Mineralstoffe und Spurenelemente im Himbeersaft sind so gelöst, dass sie vom menschlichen Organismus besonders schnell und intensiv aufgenommen werden.

Für unsere Grossmütter war die Kuhmilch rar und teuer. Wir können uns das heute gar nicht vorstellen. Dafür besaßen viele Kleinbauern eine Ziege und ernährten sich von Ziegenmilch. Mancher schwärmt heute noch, wie sahnig Großmutters Kaffee mit Ziegenmilch schmeckte. Heute gibt es zwar Ziegenmilch im Supermarkt, sie ist aber eine Außenseiter-Ware. Schade, denn Ziegenmilch ist besser verträglich als Kuhmilch. Und sie ist ein Jungbrunnen. Sie enthält die Anti-Aging-Substanzen Orotsäure und Ubichinon. Probieren Sie es aus: Trinken Sie eine Woche lange jeden Tag 1 Liter Ziegenmilch oder essen 1 Liter Ziegenjoghurt. Danach haben Sie weniger Falten im Gesicht.