Offene Beine: Heilende Naturarzneien

Wundheilungsstörungen nehmen immer mehr zu. "Offene Beine", chronische Entzündungen, nicht heilende Verletzungen - davon sind Millionen betroffen. Für die Erkrankten entsteht ein großer Leidensdruck. Dabei können Sie selbst bei der Behandlung von offenen Wunden mithelfen: Durch eine richtige Ernährung und natürliche Methoden. Was Sie essen sollen, was Sie tun müssen.

 

Ernährunsgwissenschaftlerin Irina Baumbach von der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention in Aachen: "Menschen mit chronischen Wunden oder chronischen Entzündungskrankheiten sollten beispielsweise möglichst wenig Arachidonsäure zu sich nehmen." Diese Säure wird aus omega 6-Fettsäuren gebildet. Die Fettsäure wird in die Zellwänden aller Körperzellen eingebaut und befindet sich damit auch in den Zellen des Immunsystems. Bei einer zuckerreiche Ernährung und einer Ernährung die überwiegend schnell abbaubare Kohlenhydrate enthält, wird die Arachidonsäure hormonell gesteuert vermehrt in die Zellen eingeschleust. Oxidative Prozesse führen zur Freisetzung der Arachidonsäure und zur Bildung der entzündungsvermittelnden Substanzen, die gleichzeitig ein gesteigertes Schmerzempfinden hervorrufen. Der Arachidonsäurestoffwechsel spielt bei so unterschiedlichen Erkrankungen wie u.a. Rheuma, Allergien, Neurodermitis oder Arteriosklerose eine Rolle.

Einfach gesagt: Ein hoher Anteil von Arachidonsäure in der Nahrung erhöht das Risiko. Besonders gefährlich sind folgende Nahrungsmittel:

  • Eigelb
  • Schweineleber
  • Leberwurst
  • Thunfisch
  • Der absolute Spitzenreiter ist Schweineschmalz
  • Dazu kommen Zucker und Kohlenhydrate aus ausgemahlenem Weissmehl oder geschälter Reis.

 

Die Gegenspieler und Gesundmacher dagegen sind die Omega 3-Fettsäuren. Die haben ein großes antientzündliches Potential und können über folgende Nahrungsmittel aufgenommen werden:

  • Raps-, Lein-, Oliven- oder Hanföl
  • Walnüsse
  • Heringe, Makrelen, Lachs
  • Würzkräuter wie Petersilie, Thymian, Koriander, Schnittlauch, Knoblauch etc.
  • Pfeffer, Nelken und Ingwer haben ebenfalls enzündungshemmende Eigenschaften
  • Oregano
  • Die sekundärn Pflanzenstoffe fast aller Teekräuter und Gewürze haben Wirkstoffe, die das Immunsystem unterstützen und die Heilung fördern.

 

Ebenfalls empfehlenswert ist das Bestreichen der offenen Wunden mit Honig. In letzter Zeit hat die Behandlung mit Insektenlarven an Bedeutung gewonnen.

Tipp: Hausmittel bei offenen Beinen