Brain-Fitness: So bleibt Ihr Gehirn fit

Brain-Fitness: So bleibt Ihr Gehirn fit

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Demenz, Alzheimer, Vergesslichkeit - im Alter ist unser Gehirn in Gefahr, seine Leistung lässt nach. Dagegen müssen wir rechtzeitig angehen. Wie Sie das Gehirn fit und gesund erhalten, wie Sie es trainieren können, warum es körperliche Bewegung braucht und was die richtige Nahrung für Ihre grauen Zellen ist.

 

Fitness fürs Gehirn lernen

Kennen Sie das? Man kann sich nicht konzentrieren, vergisst wichtige Termine und muss sich eingestehen, dass man plötzlich vertraute Namen, Adressen und Telefonnummern nicht mehr weiß. Das ist keine Frage des Alters. Das hat absolut nichts mit einem ersten Symptom für eine Demenz-Erkrankung zu tun. Das passiert oft auch jungen Menschen. Das ist eine Frage der geistigen Konstitution. In den letzten Jahren haben Studien eindeutig bewiesen, dass jeder von uns sein Gehirn trainieren kann. Und das sich - allen ursprünglichen Behauptungen zum Trotz - Gehirnzellen sehr wohl wieder nachbilden können. Man kann somit Fitness fürs Gehirn lernen.

Wichtig: Eine gute Durchblutung

Das Gehirn ist ein kostbares, aber auch sehr heikles Organ. Es besteht aus dem Großhirn, dem Kleinhirn und dem Mittelhirn, und es beherbergt über 10 Milliarden Nervenzellen. Kein anderes Organ ist bei einem Rückgang der Durchblutung so schnell und so intensiv gefährdet. Wenn die Blutzufuhr gestört ist, können die Gehirnzellen binnen weniger Minuten absterben. Das passiert zum Beispiel bei einem Schlaganfall.

Daher ist oft die erste Handlung des Arztes, bei Vergesslichkeit die Durchblutung im Kopfbereich des Patienten messen zu lassen. Wenn es Störungen der Durchblutung in den feinsten Blutgefäßen im Bereich des Kopfes und damit auch des Gehirns gibt, dann setzt die Medizin heute den hochdosierten Extrakt aus dem Blatt des Ginkgo-Baumes ein. Studien am Institut für Mikrozirkulation in Berlin haben ergeben, dass dieser Extrakt in relativ kurzer Zeit die Kapillaren - die feinsten Blutgefäße - wieder regeneriert und einen schnellen Durchfluss des Blutes wieder herstellen kann. In vielen Fällen kehrt damit auch wieder die geistige Fitness zurück. Eine bessere Durchblutung im Kopf schafft man aber auch mit Knoblauch, mit Fischöl- oder Krillöl-Präparaten aus der Apotheke.

Das Gehirn braucht viel Sauerstoff

Durchblutungsstörungen sind aber nur eine von vielen Ursachen für die Vergesslichkeit, Denkblockaden und für Konzentrationsstörungen. Unser Gehirn und sein Umfeld müssen mit vielen anderen Grundsubstanzen, Nährstoffen und Bedürfnissen des Lebens versorgt werden. Das alles braucht unser Gehirn für optimales Denken, für gute Konzentration, für ein schnelles Erinnerungsvermögen. Das alles gehört zum geistigen Fitness-Programm :

Unser Gehirn braucht Sauerstoff. Lernen Sie nicht ohne Pause viele Stunden lang in einem Stück . Sie müssen zwischendurch hinaus ins Freie, sollten Atemübungen machen. Unser Gehirn braucht viel Sauerstoff. Es wiegt zwar nur 2 Prozent unseres Körpergewichts. Aber es beansprucht 40 Prozent unseres eingeatmeten Sauerstoffs.Treiben Sie in Lern-Pausen Freizeitsport: Radfahren, Joggen, Gymnastik-Übungen . Auch dabei kann das Gehirn mehr Sauerstoff aufnehmen. Außerdem werden Verspannungen von Nacken und Rücken, die durch zu langes Sitzen entstanden sind, abgebaut. Diese Verspannungen blockieren ebenfalls das Denken.

Unser Gehirn braucht Flüssigkeit. Trinken Sie über den Tag verteilt, wenn Sie geistig fit bleiben wollen, 2 Liter stilles Mineralwasser oder gutes Leitungswasser. Unser Gehirn besteht zu 70 Prozent aus Wasser, kann also nur im feuchten Milieu aktiv sein. Wer beim Lernen zu wenig trinkt, wird denkfaul, kann sich nichts merken. Man hat das an Schulen beobachtet: Wenn Kinder sich während des Unterrichts nicht mehr konzentrieren können, lässt man sie einfach in den Waschraum zum Wasser trinken.

Wer zu wenig trinkt, baut ab

Die Folge: Mädchen und Jungen sind danach wieder voll fit im Kopf. Übrigens: Es muss nicht immer nur Wasser sein. Ein ideales Getränk ist die allseits bekannte Apfelschorle: Apfelsaft und Mineralwasser 50 zu 50. Damit bekommt das Gehirn genau jene Menge Mineralstoffe, die es zum Arbeiten braucht. Das hat eine Studie an der Münchner Universität ergeben. Wer zu wenig trinkt, wird nicht nur denkfaul, baut Fitness im Kopf ab, er wird oft auch depressiv.

Unser Gehirn braucht wertvolle Nahrung. Ein ganz wesentliches Kapitel beim Gehirn-Service ist die gesunde, ausgewogene Ernährung. Wir sollten 50 bis 60 Prozent Kohlenhydrate aufnehmen, maximal 30 Prozent Fett und nur 10 bis 20 Prozent Eiweiss. Das heißt: Vollkornprodukte, Kartoffeln, Grün-Gemüse. Weiters Pflanzenöle statt tierischer Fette und Fisch. Pflanzenöle und Fisch liefern Omega 3-Fettsäuren. Und die sind wertvolle Baumsteine für neue Gehirnzellen.

Vitamine fürs Gehirn

Sehr wichtig für geistige Fitness sind B-Vitamine aus Vollkornprodukten und Salat, Hülsenfrüchten, Milch, Blattgemüse, Eier und Käse. Wir benötigen Eiweiß für die Konzentration und für den Langzeit-Speicher im Gehirn. Kohlenhydrate sind wichtige Energie-Spender für die Gehirnzellen. Unterzuckerung hat nicht nur Müdigkeit, sondern auch Konzentrationsstörungen zur Folge.

Das Gehirn-Training

Das Gehirn ist wie ein Muskel. Wird es nicht trainiert, verkümmert es. Es gibt im Alltag so viele Möglichkeiten, die „graue Zellen“ zu fordern:

  • Schreiben Sie vor dem Besuch im Supermarkt alle Waren, die Sie einkaufen wollen und benötigen, auf ein Blatt Papier. Stecken Sie diesen Merkzettel aber weg und benützen Sie ihn nicht. Kaufen Sie ein und versuchen Sie, sich an alles, was Sie aufgeschrieben haben, zu erinnern. Vor der Kasse werfen Sie dann einen Blick aufs Papier und kontrollieren, was Sie vergessen haben. Je öfter Sie diesen Test machen, desto weniger Waren werden Sie vergessen.
  • Gehen Sie geistigen neuen Aufgaben nicht aus dem Weg. Befassen Sie sich mit einem Computer oder mit einem Videorecorder. Machen Sie Sprach-Kurse. Lernen Sie Fremdsprachen.
  • Pflegen Sie regen Kontakt mit anderen Menschen, führen Sie viele Gespräche.
  • Rechnen Sie doch wieder mal im Kopf. Verwenden Sie nicht immer nur den elektronischen Taschenrechner. Manche verwenden ihn ja sogar für Rechnungen wie 3 mal 3, oder 4 und 4.
  • Lernen Sie wieder einmal ein Gedicht auswendig. Und sagen Sie es dann laut auf. Üben Sie solange, bis Sie die Verse perfekt beherrschen.
  • Lösen Sie Kreuzwort-Rätsel. Aber bitte nicht immer in derselben Zeitschrift. Da wiederholen sich Fragen und Antworten. Manche können die Felder dann bereits automatisch ausfüllen. Das ist dann kein geistiges Training, sondern nur mehr Routine.

Fordern Sie Ihr Gehirn

Wenn wir gegen Vergesslichkeit und mangelnde Konzentration ankämpfen wollen, sollten wir uns immer vor Augen halten: Man ist niemals am Ende der Gehirn-Kraft. Man kann das Gehirn auch nicht überfordern, kann nicht zuviel denken. Im Kopf gibt es so unendlich viele Vernetzungen unter den Nervenzellen. Das alles sind Chancen für erneute geistige Fitness. An der Memory Clinic in Essen hat man vor einigen Jahren nachgewiesen: Wir alle nützen im Durchschnitt nur rund 20 Prozent unseres Gehirns. Das heißt: Jeder von uns kann mit geistigem Training noch viel mehr aus sich herausholen.

Mit dem Rauchen aufhören

Rauchen aufhören mit unseren Tipps zur Rauchentwöhnung

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X mal probiert, nie geschafft: Mit dem Rauchen aufhören ist für Gewohnheitsraucher mit eine der schwersten Sachen auf dieser Welt. Ob mit einer Radikalkur oder mit langsamer Entwöhnung, ob mit Nikotinersatz oder mit Psychotricks - es ist einfach kaum möglich, vom Glimmstängel wegzukommen. Dabei ist es im wahrsten Sinn des Wortes lebenswichtig: Denn Rauchen verbrennt Ihre Lebenszeit. Raucher sterben früher. Wie schädlich das Rauchen ist, warum Sie unbedingt aufhören sollten, wie Sie es schaffen können.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag in 2009 das durchschnittliche Sterbealter eines an Lungen- und Bronchialkrebs Erkrankten bei 70,1 Jahren und damit 7 Jahre unter dem mittleren Sterbealter von 77,1 Jahren.

Rauchstopp, Schluss mit dem Rauchen

  • Mir schmeckt meine Zigarette, warum sollte ich mir das Rauchen abgewöhnen
  • Das bisschen Qualm kann doch nicht schaden
  • Mein Opa ist 87 geworden und hat gequalmt wie ein Schlot
  • Mich beruhigt meine Zigarette
  • Ich treibe doch Sport, da kann ich doch auch rauchen

Das sind die typischen Ausreden der Raucher. Das sind die Sätze, die man bei Diskussionen ums Rauchen oder Nichtrauchen von eingefleischten Rauchern immer wieder hört. Es sind die Sätze von Unverbesserlichen und von Unbelehrbaren. Jede wissenschaftliche Untersuchung, jede Forschungsarbeit beweist aber seit Jahrzehnten immer nur Eines: Es gibt nichts auf dieser Welt, was für den Menschen so gesundheitsschädlich ist wie das Rauchen. Und das tun sich Menschen freiwillig an und bezahlen auch noch viel Geld dafür. Rauchen ist kein Spaß - es ist ein Sucht, die lebensgefährlich ist. Das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Lokalen wird nun mit aller Macht durchgesetzt. Viele Raucher wollen aufhören, aussteigen aus der Droge Nikotin - aber sie schaffen es nicht. Deshalb Tipps für alle, die rauchfrei werden wollen.

Gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören

  • Jede gerauchte Zigarette kostet Sie fast eine halbe Stunde Ihrer Lebenszeit. Wenn Sie 20 Zigaretten am Tag rauchen, dann verkürzen Sie damit Ihr Leben um fast zehn Stunden. So lautet eine Warnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
  • In der Bundesrepublik sterben jedes Jahr zwischen 110 000 bis 140 000 Menschen an den Folgen des Rauchens.
  • Wer mit 14/15 anfängt zu Rauchen, verkürzt sein Leben um ca. 10 bis 12 Jahre.
  • Rauchen kostet Sie inzwischen ein Vermögen. Wenn Sie eine Schachtel Zigaretten am Tag rauchen, dann kostet Sie das innerhalb von zehn Jahren fast 20 000 EUR.
  • Raucher altern deutlich schneller als Nichtraucher: Die Haut wird faltig, die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, das Interesse und der Spaß am Sex hört deutlich früher auf als bei Nichtrauchern.
  • Wenn Sie Ihre Kinder oder andere Menschen durch Ihre Rauchsucht zum Passivrauchen zwingen, dann ist das fast wie vorsätzliche Körperverletzung.
  • Das Gift des Nikotins verändert Ihr Gehirn, Sie werden abhängig.
  • Rauchen gilt schon längst nicht mehr als "gemütlich" und stimmungsbelebend. Raucher sind sozial geächtet, geraten immer stärker ins Abseits.

Wenn Sie es schaffen mit dem Rauchen aufzuhören, dann beweisen Sie sich und Ihrer Umwelt Willensstärke und Unabhängigkeit. Man wird Sie achten.

Vorteile des Rauchstopps

Sie haben es geschafft, die letzte Zigarette ist ausgedrückt, Sie werden auch nie wieder rückfällig. Was geschieht nun in Ihrem nikotinverseuchten Körper? Wie reagiert er. Können sich die durch jahrelangen Nikotinmissbrauch geschädigten Zellen regenerieren? Auch darüber gibt es Studien und Untersuchungen. Die haben ergeben:

  • Die erste Blitzreaktion kommt vom Blutdruck und vom Puls: Beide sinken schon nach 20 Minuten in einen wesentlich gesünderen Bereich. Die Durchblutung von Händen und Füßen verbessert sich, die Blutgefässe weiten sich.
  • Schon nach einem halben Tag beginnt der rauchbedingte Kohlenmonoxidspiegel im Blut zu sinken, der gesundheitsfördernde Sauerstoffspiegel steigt.
  • Weitere 12 Stunden später wird bereits ein Sinken des Herzinfarktrisikos registriert.
  • Zwei bis drei Tage nachdem Sie Ihre letzte Zigarette geraucht haben, spüren Sie: "Ich schmecke und rieche wieder besser."
  • Spätestens nach einem Vierteljahr lässt der chronische "Raucherhusten" nach, Ihr Kreislauf stabilisiert sich, Ihre Lungenfunktion verbessert sich, Sie können wieder frei durchatmen.
  • Nach einem Jahr Nichtraucherdasein ist Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 50 Prozent gesunken.
  • Nach fünf  Jahren hat sich das Lungenkrebsrisiko auf die Hälfte verringert.
  • Nach etwa zehn Jahren kann Ihr Arzt feststellen: Ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ist jetzt auf Nichtraucherniveau, das Krebsrisiko sinkt weiter.

Diese Angaben stammen von der renommierten amerikanischen Krebs- Gesellschaft. Hätten Sie gedacht, dass sich das Nichtrauchen so sehr lohnt, dass Sie so viel an Gesundheit gewinnen? Alleine das sind Gründe genug, mit dem Rauchen endlich aufzuhören.

Folgen des Rauchens: Die Raucher-Krankheiten

Es gibt sehr viele Krankheiten, die unmittelbar mit dem Genuss von Nikotin und dem Inhalieren vom Feinstaub der Zigaretten zu tun haben. Je länger Sie rauchen, je höher der Zigarettenkonsum ist, desto größer ist die Gefahr, dass Sie sich an eine dieser Krankheiten "hinrauchen". Hier die wichtigsten:

Herzinfarkt:

Durch das Rauchen verengen sich die Blutgefäße, es kann sich dort Plaque ablagern (Arterienverkalkung). Besonders gefährdet sind die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen (Raucherbein). Das führt zu sehr oft lebensgefährlichen Gefäßverschlüssen. Außerdem erhöht Rauchen den Blutdruck, ein weiterer Risikofaktor für einen Herzinfarkt.

Raucherlunge:

Hauptverursacher dieses chronischen Hustens ist das Rauchen. Die charakteristischen Merkmale: Husten (vor allen nachts und am Morgen), Auswurf beim Husten und Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Kann nur nach einem sofortigen Rauchstop geheilt werden.

Raucherbein:

Die durch das Rauchen entstandenen Gefäßverengungen und -verschlüsse führen zu schweren Durchblutungsstörungen. Die Folgen: Verletzungen heilen nicht mehr, es entstehen beim Gehen plötzlich starke Schmerzen, die zum Stehenbleiben zwingen (im Volksmund "Schaufensterkrankheit" genannt). Die schweren Durchblutungsstörungen können bis zur Amputation des betroffenen Beines führen.

Raucherkrebs:

Jeder Zug an einer Zigarette befördert rund 40 krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch in unsere Lunge. Von dort gelangen sie in die Blutbahn, wo sie unsere natürlichen Killerzellen zur Krebsbekämpfung schädigen. Damit steigt das Krebsrisiko für alle Organe die mit dem Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, enorm. Deshalb sind Speiseröhre, Kehlkopf, Zunge, Rachen Mundhöhle, Lippen, Luftröhre, Bronchien und vor allem die Lunge sehr stark gefährdet.

Weitere Raucherschäden:

Das Rauchen schädigt vor allem unser Immunsystem, unser Gesundheitszustand leidet, wir sind anfällig für Infektionen. Raucher brauchen mehr Vitamine als Nichtraucher. Das Nikotin wirkt sich auf die Knochen und den Calciumhaushalt aus und kann so Osteoporose fördern.

Passivrauchen:

Auch das passive "Mitrauchen" ist schwer gesundheitsgefährdend. Nichtraucher haben keine Anpassungsmechanismen an Nikotin und Schadstoffe entwickelt, deshalb sind sie viel stärker gefährdet, als bisher angenommen. Besonders schwer trifft es Kinder. Kinder von rauchenden Eltern haben ein doppelt so hohes Asthmarisiko und sind viel anfälliger für Infektionen als die Kinder von Nichtrauchern, haben Studien bewiesen.

Methoden um Nichtraucher zu werden

Wer raucht, der konsumiert Nikotin und Nikotin macht genau so süchtig wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Das müssen Sie sich immer vor Augen halten. Es gibt kein Patentrezept, wie man vom Rauchen loskommen kann, da jeder Mensch und jeder Fall verschieden ist. Aber Sie müssen immer daran denken: Rauchentwöhnung ist eine Entziehungskur - und eine Entziehungskur können Sie nur durchstehen, wenn Sie mit der ganzen Kraft Ihres Willens dahinter stehen.

Das langsame Reduzieren des Verbrauchs, nach dem Motto: "Ich rauche jetzt jede Woche eine Zigarette weniger am Tag", wird in den wenigsten Fällen funktionieren, weil da die Rückfallgefahr zu groß ist. Zu oft siegt der "innere Schweinehund", weil man immer die Ausweichmöglichkeit hat: "Naja, heute rauche ich mal die volle Ration so wie früher, dafür rauche ich dann morgen um so weniger." Das haut nie hin.

  • Machen Sie sich einen Plan. Sie können Ihren Zigaretten-Konsum durchaus schrittweise reduzieren - aber dann sollten Sie spätestens nach zwei Wochen auf "Null" sein.
  • Suchen Sie sich einen "Paten" der Sie überwacht: Den Partner, einen guten Freund, einen Kollegen, einen nahen Verwandten. Führen Sie gemeinsam Buch über Ihre Erfolge, seien Sie aber auch ehrlich, wenn Sie schwach geworden sind.
  • Am Besten ist es, Sie schließen sich einer Gruppe Entwöhnugswilliger an. Der Gruppendruck kann so manchen Rückfall verhindern.
  • Nehmen Sie ärztliche Beratung und Hilfe in Anspruch. Ihr Körper und Ihr Gehirn sind vergiftet, es dauert viele Wochen, bis Sie den körperlichen und geistigen Entzug geschafft haben.
  • Fangen Sie sofort mit dem Rauchentzug mit intensiver sportlicher Betätigung an. Das regt den Stoffwechsel an, die Giftstoffe können besser abtransportiert werden. Sie bekommen mehr Sauerstoff ins Blut, es werden positive Hormone frei gesetzt. Und Sie haben Erfolgserlebnisse, wenn Sie die Verbesserung Ihrer Kondition spüren. Und die brauchen Sie dringend.
  • Belasten Sie sich während der Entwöhnungsperiode nicht mit schwierigen Problemen. Nikotinentzug macht depressiv und aggressiv, da müssen Sie gegen steuern.
  • Beziehen Sie Ihren Partner, Ihren Freundeskreis und Ihre Kollegen in Ihren Entzug mit ein. Das bringt moralische Unterstützung.
  • Vermeiden Sie die Art von Stress, bei dem Sie früher zur Zigarette gegriffen haben.
  • Essen Sie viel Obst und viel Gemüse, wenig tierisches Fett. Ihr Körper braucht jetzt viel Vitalstoffe. Greifen Sie - nach Rücksprache mit dem Arzt - auch zu Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Besuchen Sie Nichtraucherkurse (siehe Entwöhnugshilfen im Kasten unten). Die werden mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe angeboten.
  • Vielleicht kann Ihnen Hypnose oder Akupunktur helfen
  • Ersetzen Sie auf keinen Fall den verminderten Nikotingenuss durch ein Mehr an Alkohol.
  • Entfernen Sie in Ihrer Umgebung alles, was mit dem Rauchen zu tun hat: Feuerzeug, Streichhölzer, Aschenbecher und vor allem auch noch die letzte Zigarette. Ja keine "Notfall-Schachtel" im Schrank aufbewahren - sonst tritt der "Notfall" täglich ein und die Entwöhnung war für die Katz.
  • Wenn es Sie ganz schlimm erwischt hat, dann können Sie zu einer Nikotin-Ersatztherapie greifen. Die Zufuhr von Nikotin ohne die Zigarette hilft, die körperlichen Entzugssymptome zu mildern. Das sind: Nikotinpflaster, Nasensprays, Kaugummis und Lutscher - alle mit Nikotin versetzt.
  • Und zum Schluss gibt es noch Medikamente, die die Sucht nach Nikotin direkt im Gehirn stoppen - ohne selbst Nikotin zu enthalten. Ein solcher Wirkstoff ist Vareniclin: Der täuscht dem Gehirn Nikotin vor, es reagiert wie beim Nikotingenuss, ohne welches zu bekommen. Das Mittel ist verschreibungspflichtig und wird von den Kassen nicht übernommen.

Schutz vor Fettleber und Leberzirrhose

Fast fünf Millionen Deutsche haben eine mehr oder weniger kranke Leber. Und die meisten wissen gar nicht, dass sie krank sind, denn eine erkrankte Leber verursacht zum Beginn der Erkrankung kaum Schmerzen. Was Ihre Leber krank macht, wie Sie einer Leberkrankheit vorbeugen können, wie Sie sich selbst behandeln können.

 

Das größte Problem bei Leberschäden: Nur jede fünfte Erkrankung wird so rechtzeitig entdeckt, dass schwerwiegende Folgen wie Fettleber, Leberzirrhose und Leberkrebs vermieden werden können. Aus diesem Grund gehören Lebererkrankungen weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Die Ursachen für Lebererkrankungen sind vielfältig, manche sind uns fast unbekannt:

Jahrelanger Alkoholmissbrauch

Dabei ist es gleichgültig ob Sie den Alkohol in Form von Bier, Wein oder Schnaps zu sich nehmen. Auch die These: "Brauner Schnaps ist gefährlicher als weisser", ist ein Märchen. Die Farbe des Schnapses ist der Leber egal, nur der Alkoholgehalt zählt. Da gilt die Faustregel: Mehr als 20g reiner Alkohol bei der Frau und mehr als 30 g reiner Alkohol beim Mann täglich sind bereits gefährlich. Zum Mitrechnen:

10 g Alkohol entsprechen einem kleinen Bier, einem kleinen Glas Wein oder zwei cl Kornschnaps.

Die Schäden der Leber

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Menschen. Zu ihren Aufgaben gehört die nahrungsabhängige Speicherung, Umwandlung und Freisetzung von Zuckern und Fetten, der Abbau und die Ausscheidung körpereigener und medikamentöser Giftstoffe, die Bildung der meisten Bluteiweiße und der Gallenflüssigkeit sowie zahlreiche weitere Aufgaben. Bei diesen vielfältigen Aufgaben sind Schäden natürlich besonders schlimm.

Fettleber

Die wichtigste Ursache dafür ist ein übermässiger Alkoholkonsum. Alkohol wird in der Leber abgebaut und zu Essigsäuren umgewandelt. Diese wiederum werden zu Fettsäuren zusammengesetzt und abtransportiert. Bei zu viel Alkohol funktioniert dieses System nicht mehr, das Fett verbleibt in den Zellen, die Leber schwillt an.

Auch Diabetes Typ 2 führt zur Fettleber. Die Leber versucht permanent Energie bereit zu stellen und produziert Fettsäuren und Zucker. Auch hier schafft die Leber den Abtransport nicht mehr, das Fett verbleibt in den Zellen - eine Fettleber entsteht.

Krasse Fehlernährung. Wer ständig zu viel Fett und zu wenig Eiweiss konsumiert, der erzeugt eine Fettleber. Das ist häufig bei starkem Übergewicht oder Fettsucht der Fall.

Medikamente mit starken Nebenwirkungen (Antibiotika aus der Gruppe Kortison und Tetracycline) können die Leber bis hin zur Fettleber schädigen.

Die Folgen: Es kommt zu Entzündungen bis hin zur Hepatitis, es kann zur Leberzirrhose und zum Leberkrebs kommen. Der grosse Trost für alle Erkrankten: Eine Fettleber ist fast immer vollständig heilbar - wenn die Erkrankung nicht schon zu weit fortgeschritten ist.

Das hilft der Leber

  • Vermeiden Sie Alkohol und schädigende Medikamente
  • Trinken Sie vil Wasser, um Giftstoffe schnell auszuschwemmen.
  • Vermeiden Sie unbedingt Lebensmittel, die von Schimmelpilzen befallen sein könnten: Brot, Nüsse, Wurstwaren, Obst.
  • Essen Sie Artischocken so oft wie möglich.
  • Essen Sie fettarm (Schweinefleisch meiden).
  • Machen Sie eine Kur mit Artischocken-Saft (3 mal täglich 2 Esslöffel) oder mit einem Artischocken-Präparat aus Artischocken Blättern (größere Wirksamkeit). Sie verstärken dadurch den Gallenfluss und regenerieren die Leberzellen.
  • Sehr wirksam sind auch die Bitterstoffe aus dem Heilkraut Salbei. Zwei Wochen lang täglich eine Tasse trinken.
  • Würzen Sie fette Speisen nach Möglichkeit immer mit Kümmel.
  • Legen Sie sich zweimal in der Woche einen Heublumenwickel auf dem Oberbauch an. So geht er: 2 Handvoll Heublumen aus der Apotheke werden in 2 Liter kochendem Wasser überbrüht, 15 Minuten ziehen lassen, duchseihen. Leinentuch eintauchen, leicht auswringen, auf den Oberbauch.
  • Verwenden Sie Leinöl. Das wirkt über seine Omega 3-Fettsäuren in der Leber entgiftend und entzündungshemmend.

Darmkrebs-Vorsorge rettet Ihr Leben

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 30.000 Menschen an Darmkrebs. Dabei gibt es Methoden der Früherkennung, mit denen man in 9 von 10 Fällen die Krankheit heilen oder verhindern könnte. Die Erkenntnisse von heute zeigen, dass niemand an Darmkrebs sterben muss. Die Voraussetzung dafür: Die Darmkrebs-Vorsorge muss für alle so selbstverständlich sein wie die Zahnvorsorge.

 

Falsches Essen schädigt den Darm

Der Darm ist das Zentrum unseres Lebens: Hier wird zu 70 Prozent unsere Immunkraft aufgebaut. Hier wird die Nahrung für unseren Körper verwertet und aufgeschlossen. Hier gehen Tag für Tag, Stunde für Stunde ungeheure biochemische Vorgänge vor sich. Was können wir tun, damit dieser Darm ein Leben lang gesund bleibt ? Wie sollten wir uns ernähren, damit das Krebsrisiko niedrig bleibt? Wie sehr leidet unser Darm unter Stress und Ärger?

Warum ist es so wichtig, dass man so früh wie möglich den Darm bei den ersten Verdachtsmomenten für Krebs mit Hilfe einer Darmspiegelung untersuchen lässt ? Ganz einfach: Weil in Deutschland 57.000 Menschen alljährlich neu an diesem tückischen Tumor erkranken und 30.000 davon sterben müssen, weil die Krankheit im Darm zu spät entdeckt wurde. Das passiert, weil wir uns ums Herz, um das Blut , um die Leber kümmern, aber viel zu wenig um unseren Darm. Wir müssen uns immer vor Augen halten: Falsches Essen, vor allem zuviel Fleisch, Stress, Medikamente und Umweltschadstoffe schädigen nicht nur den Magen, sondern auch den Darm. Der Darm muss ja alles, was wir dem Körper zuführen, kontrollieren, sichten, zerlegen, verwerten. Wenn er bei dieser Arbeit nachlässt, dann wird der ganze Organismus vergiftet.

Darmpolypen sind ein Alarmzeichen

Das erste Anzeichen, dass im Darm Vieles nicht so läuft, wie es soll, ist die Entstehung von Darmpolypen an der Dickdarm-Innenwand. Mit einem Endoskop kann der Fachmann die Polypen im Frühstadium erkennen, kann sie abtragen. Aus diesen vorerst meist harmlosen Polypen entwickelt sich sehr oft Darmkrebs. Das dauert aber in den meisten Fällen bis zu 10 Jahre.

Es gibt natürlich auch eine Reihe von anderen Krankheiten, die den Darm belasten. Dazu gehören: der Reizdarm, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Entleerungsstörungen. Jeder hat schon dann und wann an Verdauungsstörungen gelitten. Kritisch wird es erst, wenn diese Störungen chronisch werden. Anhaltende Probleme müssen daher immer vom Arzt abgeklärt werden.

Das "Gehirn" im Bauch

Vielen Menschen ist auch nicht bewusst: Ärger, Stress und seelische Verstimmungen können sich negativ auf den Darm auswirken, weil der Darm ähnlich wie bei einer Datenautobahn mit dem Gehirn über den Vagus-Nerv verbunden ist. In beiden Organen agieren die gleichen Nervenzellen und die gleichen Botenstoffe. Und sie kommunizieren miteinander. Was im Darm geschieht, wirkt sich aufs Gehirn aus. Was im Gehirn entsteht, hat seine Auswirkungen auf den Darm. Ein typischer Ausspruch zeigt das deutlich: „Ich mach mich an vor Angst!“

Prof. Dr. Michael Gershon von der Universität New York, der diese Verbindung zwischen Gehirn und Darm nachgewiesen hat, spricht von einem „zweiten Gehirn im Bauch“. Und das sind die Anzeichen, die wir bei Darmbeschwerden ernst nehmen sollten:

  • Verdächtig ist bleistiftdünner Kot. Er deutet auf eine Verengung durch Polypen hin.
  • Blut im Kot kann aus dem Dickdarm stammen.
  • Verstopfung und Durchfall, die länger als 3 bis 5 Tage dauern, sollten ärztlich kontrolliert werden.
  • Ein plötzlicher Gewichtsverlust ohne erkennbare Ursachen, aber auch ständige Appetitlosigkeit können Zeichen einer chronischen Darmentzündung sein.

Vorsorge mit Messer und Gabel

Das alles mag unser Darm gar nicht: große Mengen starken Bohnenkaffee, aktives und passives Rauchen, scharfes Essen, Alkohol, mangelnde Bewegung und Medikamente. Dazu gehören vor allem zu große Mengen an Antibiotika. Sie zerstören die Darmflora, die Welt der guten, schützenden Darm-Bakterien. Hier werden Vitamine erzeugt, hier werden alle lebenswichtigen Stoffe aus den verdauten Speisen geholt und durch die Darmwand dem Blut zugeführt. Hier werden feindliche, gefährliche Bakterien bekämpft und eliminiert. Hier werden 70 Prozent der Immunkraft für den ganzen Organismus aufgebaut.

Ganz wichtig: Man kann mit Messer und Gabel Prävention betreiben. Man kann mit gezielter Ernährung das Risiko für Darmkrebs senken. Üppiges Essen, hastiges Essen, zu fettes und zu süßes Essen schaden dem Darm. Auch zuviel Salz. Wir sollen reichlich Ballaststoffe, viel Obst und Gemüse, weniger Fleisch und nur selten Wurst essen. Wir sollten viel Flüssigkeit zu uns nehmen, damit Giftstoffe abtransportiert werden. Wir sollten tierische Fette durch Pflanzenöle ersetzen.

Wir sollten Speisen zuführen, die uns mit Vitamin C und D, mit Beta Carotin und mit Selen versorgen. Wir sollten aber auch die Schutzfunktionen der sekundären Pflanzenstoffe nützen: Zitrusfrüchte enthalten Naringenin, Sellerie und Petersilie sowie Thymian sind reich an Apigenin, Zwiebeln, Grünkohl, Äpfel liefern uns Quercetin und Polyphenole, Äpfel und Tee verfügen über Catechine, Kirschen, blaue Trauben, schwarze Johannisbeere und Heidelbeeren versorgen uns mit dem dunklen Farbstoff Anthocyan.

Speziell dieses Gemüse stellt eine interessante Darmkrebs-Vorsorge dar:

  • sämtliches Kohlgemüse
  • Tomaten, Kürbis, Sauerkraut
  • milchsauer vergorene Gemüsesäfte.
  • Ganz wichtig für den Darm: 5 mal am Tag Obst und Gemüse in allen Farben, soviel man in eine Hand hineinbekommt.
  • Für ein vermindertes Krebsrisiko im Darm brauchen wir täglich 30 bis 35 Gramm Ballaststoffe, weniger Fett , nicht zuviel rotes Fleisch. Wir sollten auf Alkohol und Nikotin verzichten.

Was die regelmäßige Bewegung betrifft: Radfahren tut dem Darm gut. Aber auch die Gymnastik-Übung in Rückenlage Radfahren mit den Beinen in der Luft. Oder mehrmals am Tag Bauchschnellen, um die Darmpassage zu fördern. Dabei mit angezogenen Knien auf den Rücken legen.

Die richtige Darmkrebs-Vorsorge

Und so sieht die vorbildliche Darmvorsorge aus, mit der man das Krebsrisiko senken kann: Ab dem 45.Lebensjahr jedes Jahr zum Arzt gehen. Einen Test auf Blut im Stuhl machen. Alle 3 bis 5 Jahre Spiegelung des Enddarms. Einmal im Leben eine vollständige Dickdarmspiegelung. Es gibt aber auch einen Vortest für den Darm, den man selbst ganz einfach zu Hause durchführen kann. Es handelt sich um einen Antikörpertest, der nachweist, ob im Darm kleinste Blutspuren vorhanden sind oder nicht. Dieses Blut kommt von Darm-Polypen. Gibt der Test aus der Apotheke ein Alarmzeichen, muss man zur Darm-Spiegelung. Sie wird seit 2002 bei Frauen und Männer ab 55 als Darmvorsorge von den Krankenkassen erstattet.

Gartenarbeit ist gesund

Gartenarbeit ist gesund

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Es gibt zahllose internationale Studien, die nachweisen: Wer einen Garten besitzt, kann viel für seine Gesundheit tun. Gartenarbeit ist eine Naturarznei, die sich optimal auf Körper, Geist und Seele auswirkt. Wer mit Schaufel, Rechen und Harke den Boden bearbeitet, wer Blumen pflegt, Gemüse und Obst anbaut und erntet, der hat weitaus bessere Blutdruck- und Cholesterinwerte, kann Stress abbauen und Endorphine im Gehirn produzieren, Glückshormone, die sogar Schmerzen vertreiben können.

 

Gartenarbeit senkt den Blutdruck

Das ist allgemein bekannt. Nun aber hat sich eine britische Wissenschaftler-Gruppe die Mühe gemacht, Menschen zu befragen und zu analysieren, die zwar keinen Garten haben, die aber im kleinen Bereich auf dem Balkon, auf der Terrasse oder auf der Fensterbank Gärtner spielen.

Das Ergebnis der Studie war sensationell und erstaunlich. Wer sich auf dem Balkon, auf der Terrasse oder gar nur auf der Fensterbank um Blumen, Kräuter oder um so manches Gemüse kümmert, der hat noch bessere Chancen, länger zu leben und bessere Gesundheitswerte einzufahren, wie jemand, der das in einem großflächigen Garten tut. Das mag darauf zurück zu führen sein, dass ein Garten doch im Grunde genommen viel Arbeit macht und die Arbeit mitunter auch recht anstrengend sein kann. Das Gärtnern auf der Fensterbank, auf der Terrasse und auf dem Balkon hingegen hält sich – was Zeit und Kraft betrifft – in Grenzen. Man kann dabei pures Glück genießen, die Natur hautnah erleben und hat dabei dennoch keinen all zu großen Arbeitsaufwand.

Der Garten als Naturarznei

Ein altes Sprichwort aus China lautet: „ Willst du eine Stunde glücklich sein, dann betrinke dich. Willst Du ein Jahr glücklich sein, dann heirate. Willst du ein ganzes Leben glücklich sein, dann kaufe dir einen Garten!“ Dieser Spruch –so sagen die englischen Forscher – ist auch auf kleinste Fleckchen Erde umzusetzen. Er gilt auch für den Balkon, die Terrasse und für die Fensterbank, auch wenn der Wohnungsinhaber mitten in der Stadt logiert. All diese kleinen grünen Inseln kann man als Naturarzneien für die Gesundheit bezeichnen. Sie tragen entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität bei und können zweifelsohne Krankheiten verhindern, das Leben verlängern und gesundheitliche Werte verbessern. Kleine Alltagsbeschwerden kriegt man schneller in der Griff. Wer auf der Terrasse, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank sozusagen als „Mini-Gärtner“ im Einsatz ist, der spart manche Tablette.

Ärzte und Psychologen haben genau beobachtet und gemessen, wie sich die „ kleine“ Gartenarbeit in und vor der Wohnung auf den Organismus auswirkt:

  • Bereits nach 8 Minuten Aufenthalt an einer Kräuter- oder Blumenkiste vor dem Fenster sinkt der Blutdruck um 10 Prozent. Bei Hochdruckpatienten nimmt er danach sogar noch mehr ab.
  • Der Puls wird ruhiger, die Herzfrequenz gleichmäßiger.
  • Der gesamte Stoffwechsel wird angekurbelt.
  • Muskelverspannungen lösen sich. Schmerzen nehmen ab.
  • Ängste verschwinden und die allgemeine Stimmung steigt.
  • Die körperliche Koordination verbessert sich, die geistige Aufmerksamkeit nimmt deutlich zu.
  • Die Menschen werden kommunikationsfreudiger. So mancher, der so einen „ Mini-Garten“ hat, braucht keinen Psychiater- oder Psycho-Therapeuten.

Gartenarbeit wirkt positiv auf Seele und Körper

Wissenschaftler haben aber noch weitere Vorteile für Seele und Körper dokumentiert hat:

  • Menschen, die auf Grund von Stressbelastungen depressiv sind, bauen wieder Glückshormone im Gehirn auf. Besonders merklich ist das bei der Arbeit mit Blumen.
  • Rheuma-Patienten spüren plötzlich nicht ihre Schmerzen so intensiv, solange sie auf ihrem kleinen oder kleinsten Stückchen Erde umherwerken.
  • Gestresste und überarbeitete Menschen können Ihre Verspannungen abbauen und wieder innere Ruhe finden. Durch die Arbeit mit Kräutern, Gemüse, Blumen in Töpfen und Blumenkästen wird man wieder stressfest.
  • Dazu kommt noch das enorme Erfolgserlebnis, wenn man auf dem Balkon eigene ,reife Tomaten erntet oder Himbeeren pflückt. Das ist sicher einer der Gründe, warum deutsche und österreichische Gärtner für Klein-Gartenbesitzer, Balkon- und Terrassen-Besitzer die zierlichen, schmalen Säulenobstbäume gezüchtet haben, die auf kleinstem Raum unter freiem Himmel Platz haben und im zweiten und dritten Jahr oft zahllose Früchte tragen.
  • Wahre Wunder bewirkt die regelmäßige Arbeit im „Mini-Garten“ bei Patienten mit Parkinson, Alzheimer, bei Suchtentwöhnten, bei Menschen mit Essstörungen, nach Unfällen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Der enge Kontakt zur Natur dürfte hier zum Aufbau von Harmonie im Körper und in der Seele führen.

Die Natur hat einen starken Einfluss auf den Menschen. Ärzte haben festgestellt, dass sich schwer kranke Patienten in einer Klinik schneller erholen und weniger Medikamente brauchen, wenn sie von ihrem Bett aus einen freien Blick in die Natur, auf einen Park mit Bäumen und einer Wiese haben.

Auch niedergelassene Ärzte , die bei der englischen Studie befragt wurden, bestätigten: Wer regelmäßig Blumen und Kräuter vor und in der Wohnung betreut, leidet weniger an Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Rücken- und Gelenks-Beschwerden.

Gärtnern geht auch auf Balkon und Fensterbank

Es gibt einen Katalog mit Pflanzen, die sich besonders für den Balkon, die Terrasse oder die Fensterbank eignen, die beim Wohnungsinhaber ein großes Erfolgserlebnis auslösen und daher besonders gesundheitsfördernd wirken. Ganz abgesehen davon, dass zum Beispiel bestimmte Kräuter dann auch für eine sanfte Selbstmedikation eingesetzt werden können.

  • Sehr sinnvoll ist es, auf der Fensterbank oder auf dem Balkon Gartenkresse anzubauen. Schon wenige Tage, nachdem man die zarten Samen in die Erde gedrückt hat, sprießen schon die ersten Pflänzchen. Kresse gibt jedem Salat eine wunderbare Würze. Außerdem liefert Kresse das Spurenelement Chrom, das beim Abnehmen hilft, weil es das Sattsein steuert. Außerdem versorgt die Kresse unsere Schilddrüse auf natürliche Weise mit Jod.
  • Nahezu ein Muss im „Mini-Garten“ ist Schnittlauch. Da er sehr schnell seine Vitalstoffe – Vitamin C und Eisen – abbaut, macht es nur Sinn, Schnittlauch ganz frisch zu essen: Abschneiden, waschen, klein schneiden und auf einer Scheibe Vollkornbrot oder im Salat konsumieren.
  • Ein wichtiges Küchenkraut auf der Terrasse, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank ist die Petersilie. Sie ist robust, liefert reichlich Vitamin C und eignet sich fast bei jedem Gericht als Würze.
  • Mittelmeer- Stimmung zaubern Sie auf den Balkon, wenn Sie Basilikum in Töpfen wachsen lassen.

Sie werden sehen: Es lohnt, auch ohne Garten zu Gärtnern. Vor allem ist es ein wertvoller Beitrag fürs Gesundbleiben und fürs Wohlfühlen.

Alzheimer: Erkennen und Hilfe

Alzheimer: Erkennen und Hilfe

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Alzheimer - die schreckliche Krankheit des Gehirn, sein langsames Sterben, das Versinken im Vergessen. Je mehr alte Menschen es gibt, desto mehr Alzheimerkranke gibt es. Was Alzheimer ist, wie Sie Alzheimer schon früh erkennen können, was Sie selbst gegen das schleichende Vergessen tun können.

 

Die Alzheimerkrankheit ist eine hirnorganische Krankheit, bei der langsam aber sicher immer mehr Nervenzellen und Nervenkontakte (Synopsen) zugrunde gehen. Das Gehirn schrumpft um bis zu 20 Prozent. Dieses Absterben wird begleitet von der Ablagerung von Eiweissbruchstücken (Plaque) im Gehirn. Das führt zum Absterben von Zellen. Typischerweie tritt Alzheimer etwa ab dem 50. Lebensjahr auf.

Erste Hinweise auf eine Alzheimer-Erkrankung

  • Die Erkrankten leiden an zunehmender Vergesslichkeit
  • Von drei Aufträgen wegessen Sie in der Regel immer einen
  • Sie vergessen immer öfter Daten, Wörter und Begriffe, müssen nach Namen im Gedächtnis "suchen"
  • Das Kurzzeitgedächtnis lässt immer stärker nach
  • Sie stellen Probleme mit dem Gleichgewicht fest
  • Sie haben Probleme, eine Krawatte zu knoten, das Auto einzuparken, sich richtig anzuziehen
  • Sie haben Orientierungsprobleme
  • Sie unterliegen starken Stimmungsschwankungen

Die Alzheimerkranlkheit ist eine "schleichende" Krankheit, die geistigen Fähigkeiten verschlechtern sich allmählich. In den ersten Jahren sind körperlich keine Veränderungen zu bemerken, auch die Blutwerte sind meistens normal. Durch ein Computertomogramm kann jedoch eine Veränderung des Gehirns festgestellt werden.

Es gibt Medikamente, welche die Wirkungen der Alzheimer Krankheit mildern. Aber die sind fast alle mit teilweise schweren Nebenwirkungen behaftet. Sehr wichtig ist die Behandlung von Risikofaktoren wie:

  • Bluthochdruck
  • Zuckerkrankheit
  • Herzrhythmusstörungen
  • Übergewicht
  • Fettstoffwechselstörungen

Bei einer nichtmedikamentösen Therapie gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Beste ist ein Zusammenwirkungen dieser Möglichkeiten:

1. Körperliche Aktivitäten

Der Kranke sollte so viel Bewegung wie möglich bekommen (nicht überfordern. Er sollte sich selbstständig baden, pflegen und ankleiden. Kleine Verrichtungen im Haushalt müssen ständig trainiert werden. Wenn es möglich ist, dann sollten Wandern, Schwimmen und Tanzen geübt werden. Sehr wichtig sind die kleinen alltäglichen Aufgaben, die er erfüllen muss: Schuhe zubinden, Knöpfe schliessen, Krawatte knoten, Socken anziehen usw. Schaffen Sie für Ihren erkrankten Angehörigen die Möglichkeit, sich innerhalb eines festen Tagesablaufs so selbstständig zu bewegen wie nur irgend möglich. Gehen Sie mit ihm einkaufen, lassen Sie ihn kleine Aufgaben im Haushalt erledigen. Er darf alltägliche Dinge nicht "verlernen", sondern muss sie täglich trainieren.

2. Zuwendung

Nehmen Sie die Krankheit hin und machen Sie keine Schuldzuweisungen. Fördern Sie Leistung durch ein Belohnungssystem. Es hat keinen Sinn, zu versuchen dem Patienten etwas logisch zu erklären oder ihm etwas bei zu bringen. Patienten sehen ihre Fehler nicht ein. Aber sie freuen sich über jede Form emotionaler Zuwendung. Sie müssen immer geduldig und freundlich bleiben. Auch dann, wenn Patienten ausfallend, beleidigend oder gar handgreiflich werden. Bleiben Sie freundlich aber bestimmt. Verssuchen Sie nicht, sich durchzusetzen - der Patient wird das nicht begreifen und fühlt sich abgelehnt oder sogar zurück gestossen. Lassen Sie ihm viel Zeit, auf Fragen oder Anweisungen zu reagieren.

3. Ernährung

Eine spezielle Alzheimer-Ernährung gibt es nicht. Sie sollten bei der Ernährung folgendes beachten:

  • Die Ernährung muss abwechslungsreich und fettarm sein.
  • Sie sollten fast vollkommnen auf tierische Fette verzichten (Schweinefleisch, Milch, Käse, Butter, Schmalz).
  • Hauptsächlich sollte die Nahrung aus Obst und Gemüse bestehen.
  • Verwenden Sie Pflanzenöle.
  • Es sollte dreimal in der Woche Meeresfisch geben.
  • Von den Vitaminen C und E geht eine schützende Wirkung für die Nervenzellen und Gefässe aus.
  • Ein Risikofaktor für Alzheimer ist das Homocystein. Das ist ein Produkt des Eiweissstoffwechsels, welches die Nervenzellen und Gefässe schädigt. Dagegen helfen die Vitamine Folsäure, B6 und B12. Die wichtisten Lieferanten für diese Vitamine sind: Folsäure: Grüne Blätter, Salat, Spinat, Kraut, Lauch. Vitamin B6: Beeren, Pilz, Früchte Vitamin B12: Rindfleisch

Es ist wichtig, sich ab dem fünften Lebensjahrzehnt in diesem Sinne gesund und vernünftig zu ernähren. Leider ist gerade bei alten Menschen sehr oft das Gegenteil der Fall.

Heidelbeeren schützen vor Übergewicht

Heidelbeeren schützen vor Übergewicht

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Heidelbeeren, wohlschmeckend, erfrischend und überaus gesund. Jetzt haben Forscher entdeckt, dass Heidelbeeren (auch Blaubeeren genannt), die Bildung von Fettzellen bremsen und so vor Fettleibigkeit schützen können. Dazu kommt ihre positive Wirkung bei zu hohem Cholesterinspiegel, sie stärken das Immunsystem und schützen vor Nachtblindheit und Makuladegeneration. Wieso Heidelbeeren ein idealer Diätbegleiter sind.

 

Gene und Ernährung bestimmen die Figur

Bei Forschungen über die Inhaltsstoffe von Heidelbeeren entdeckten amerikanische Forscher, dass die Früchte sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole) enthalten. Diese haben vor allem eine antioxidative Wirkung und stärken das Immunsystem. Bei ihren Forschungen stellte die Medizinerin Shiwani Mogle von der Texas Women´s University im Tierversuch fest, dass diese Polyphenole die Bildung von neuen Fettzellen reduzierten. Gleichzeitig erhöhte sich die Lipolyse, bei der vorhandene Fettzellen abgebaut werden. Der Fettanteil von Gewebe, das die höchste Dosis Heidelbeerextrakt bekommen hatte, war um 73 Prozent niedriger als der von unbehandeltem Kontrollgewebe. Das - so die Forscherin - macht grosse Hoffnung, die Bildung von Fettgewebe im Körper zu unterdrücken.

Bisher weiß die Forschung, dass die Menge an Fettzelle die ein Mensch besitzt, bereits in der Kindheit und der Jugend festgelegt wird. Die genetischen Vorbestimmungen und die Ernährung spielen dabei die grösste Rolle. Auch wenn Sie eine Diät machen, die Zahl dieser winzigen Fettspeicher im Körper bleibt gleich - sie sind nur nicht mehr so gut gefüllt. Weil diese Zellen das Fett speichern, nehmen ehemals dicke Menschen nach einer Diät schneller wieder zu, als schlanke. Das ist das Problem der allermeisten Diäten und führt zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt: Dick sein - abnehmen - wieder zunehmen - wieder abnehmen usw.

Heidelbeeren gegen Übergewicht

Diesen Teufelskreis kann man wohl durch eine gesteigerte Zuführung von Heidelbeeren und deren Wirkstoffen durchbrechen. Das bedeutet grosse Hoffnung vor allem für junge Menschen, die einen Hang zum Übergewicht haben.

Aber die Wissenschaftler haben noch eine grössere Hoffnung:

Unsere Fettzellen bauen sich während unseres gesamten Lebens auf und werden durch neue ersetzt - so dass ihre Zahl nicht absinkt, ihre Gesamtzahl bleibt konstant. Wenn sich nun dieses Verhältnis Abbau : Neubildung durch die Pholyphenole der Heidelbeere zugunsten des Abbaus verschieben weil die Neubildung gebremst wird - dann könnte sich auch die Zahl der Fettzellen bei erwachsenen Menschen verringern: Abnehmen würde stattfinden und es wäre leichter.

Wissen über die Heidelbeere

100 g Heidelbeeren haben 42 kcal und 84 g Wasser. Dazu kommen 5 g Ballaststoffe und etwa acht g Fruchtzucker. Heidelbeeren enthalten kein Cholesterin, viel Vitamin C, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Besonders wichtig für ihre Naturheilkraft sind ihre Pflanzenfarbstoffe, die Anthocyane. Sie hat auch viele Gerbstoffe.

Die frischen Beeren regen die Verdauung an, während getrocknete Heidelbeeren gegen Durchfall gut sind. Heidelbeeren senken den Cholesterinspiegel, völlig ohne Nebenwirkungen. Wegen ihrer Gerbstoffe kann man sie äußerlich gegen Hautentzündungen einsetzen. Ihre Proanthocyanidine verhindern Blasenentzündungen. Heidelbeeren stärken das Immunsystem, schützen vor Herzinfarkt bei Kreislaufproblemen. Nach medizinischen Studien wurde erkannt, daß sie auch den Stoff Lutein enthalten, der schützt vor Nachtblindheit und vor der Makuladegeneration.

Lippenherpes: Tipps, die Ihnen helfen

Lippenherpes: Tipps, die Ihnen helfen

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Es gibt Erkrankungen, die sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch noch sehr lästig: Lippenherpes ist so eine. Plötzlich ist der Herpes da: Es juckt, die Lippe spannt, es bilden sich schmerzende und hässliche Bläschen. Und: Wer ihn einmal hatte, der wird ihm kaum wieder los. Manchmal lauert er jahrelang im Verborgenen, dann ist er plötzlich wieder da. Es ist wichtig zu wissen: Was kann ich selbst gegen Lippenherpes tun.

Den Herpesvirus wird man nicht mehr los

Die Lippe spannt und juckt, kurz darauf bilden sich schmerzende, nässende Bläschen, auch „Fieberbläschen“ genannt. Mehr als 90 Prozent aller Erwachsenen haben bei uns den Erreger von Lippenherpes in sich. Denn: einmal infiziert bedeutet für immer infiziert. Den Herpesvirus HSV Typ 1 wird man nämlich nicht mehr los. Auch wenn die lästigen Lippenbläschen spurlos abgeheilt sind, lauert er noch im Verborgenen. Er versteckt sich in den Ganglien genannten Nervenzellknoten des Körpers. Und wartet darauf, dass für ihn wieder bessere Zeiten anbrechen. Übrigens: Im Volksmund wird er auch “falscher Kuss” genannt

Anstecken können Sie sich eigentlich überall. Die Viren werden durch Husten, Berührungen, Küssen und durch Schmierinfektionen an Türgriffen, Toiletten und Gläsern übertragen. Auch besonders starke Ekelgefühle können einen Lippenherpes Ausbruch auslösen. Zum Beispiel, wenn Sie einen Menschen küssen müssen, der Ihnen von Herzen zuwider ist.

Tipps, die bei Lippenherpes helfen

Herpes-Viren kann man durch eine Behandlung nicht ausmerzen, man kann sie nur sozusagen “einschläfern”. Aber man kann durchaus gegen sie vorgehen, wenn sie aktiv werden. Da gibt es gute und erprobte gesunde Hausmittel gegen Lippenherpes:

  • Kühlen Sie die schmerzende Stelle mit einem Eiswürfel (unbedingt in ein sauberes Tuch einschlagen).
  • Tropfen Sie die Stelle mit Franzbranntwein ab.
  • Es gibt wirkungsvolle Herpespflaster in der Apotheke.
  • Im Anfangsstadium können Sie die juckende Lippe auch mit Melissentee bestreichen.
  • Das funktioniert auch mit einer Salzlösung.
  • Wenn es juckt, dann hilft auch eine Zinksalbe - der Herpes wird sozusagen ausgetrocknet.
  • Erfolgreich kann auch eine Behandlung mit einem Softlaser sein.
  • Streichen Sie Honig auf die betroffene Hautstelle der Lippe.
  • Als Erste Hilfe können Sie auch Zahnpasta nehmen.
  • Wenn es juckt, dann hilft auch eine Zinksalbe - der Herpes wird sozusagen ausgetrocknet.
  • Erfolgreich kann auch eine Behandlung mit einem Softlaser sein.
  • Sie können auch mit einem Hitzestift gegen die Bläschen vorgehen.
  • Betupfen Sie die betroffenen Hauptstellen mit Kernseife.
  • Tupfen Sie mit einem Wattestäbchen Teebaumöl auf die Lippen .
  • Kühlen Sie die schmerzende Stelle ,mit einem Eiswürfel (unbedingt in ein sauberes Tuch einschlagen).
  • Noch besser soll das funktionieren, wenn der Eiswürfel aus eingefrorenem Johannisbeersaft besteht.
  • Beträufeln Sie die Stellen mehrmals am Tag mit frisch gepresstem Grünkohlsaft.
  • Reiben Sie die Stelle mit einer frisch geschnittenen Knoblauchzehe ein.

Gesundheitsprobleme aktivieren den Virus

Der “schlummernde” Virus wird geweckt, wenn Sie gesundheitliche oder auch mentale Probleme haben:

Das sind beispielsweise Episoden eines besonders geschwächten Immunsystems. Etwa durch fieberhafte Infektionskrankheiten, durch übermäßige Sonneneinstrahlung, durch Verletzungen, aber auch durch seelische Belastungen wie Stress, Prüfungsangst, Trauer oder Trennung von einem Partner. Auch hormonelle Einflüsse könnten beteiligt sein, da Frauen vor der Menstruation und während der Schwangerschaft besonders anfällig für Herpes sind. Manche Menschen reagieren schon bei heftigem Ekelgefühl, wenn sie z.B. aus einem benutzten Glas trinken müssen, mit dem Auftreten von Lippenbläschen.

Die meisten Herpes-Opfer stecken sich bereits im Kindesalter an. Der Ausbruch von Herpes ist aber nicht nur möglich durch Aktivierung der „schlafenden“ körpereigenen Viren, sondern auch durch eine neue Infektion über einen infizierten Menschen.

Eine direkte Behandlung der Krankheit, also das Ausmerzen der „schlafenden Viren“, gibt es nicht. Behandelt werden immer nur die Symptome wie Schmerzen, Entzündungen oder Fieber. Sobald erste Symptome wie Juckreiz und Spannungsgefühl auftreten, können Virustatika die Vermehrung der Viren noch hemmen. Sie sollten mehrfach täglich aufgetragen werden. Für diesen Zweck stehen Wirkstoffe wie Aciclovir, Penciclovir, Foscarnet, Tromantadin oder Idoxuridin zur Verfügung. Oft helfen aber auch die oben bereits beschriebenen Hausmittel.

Stärken Sie Ihr Immunsystem

Noch am besten vorbeugen lässt sich ein Ausbruch von Lippenherpes durch konsequente Stärkung des Immunsystems, also durch gesunde Lebensweise mit abwechslungsreicher Ernährung, Sport und ausreichend Schlaf. Wer sich intensiver Sonnenstrahlung aussetzt, sollte die Lippen mit Sun-Blocker-Pasten schützen. Infizierte sollten ihre Bläschen mit den Händen möglichst nicht berühren – aber jedenfalls immer die Hände waschen, wenn sie trotzdem in Kontakt mit den Bläschen gekommen sind.

Während einer aktuellen Infektion sollten Sie alles vermeiden, was die Viren zu neuen Aktivitäten reizen könnte:

  • So wenig Sonnenbestrahlung wie möglich.
  • Keine fettenden Cremes oder Salben verwenden.
  • Bewegung tut gut, aber große körperliche Anstrengungen sollten Sie vermeiden.
  • Legen Sie sich selbst strenge Hygienemaßnahmen auf, um Ihren Herpes nicht weiterzugeben.
  • Auf keinen Fall sollten Sie die Bläschen aufstechen und mit den Fingern ausdrücken. Das kann böse Infektionen zur Folge haben.

Ostern gesund feiern - Alles über das Osterei

Ostern gesund feiern - Alles über das Osterei

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Ostern - Irgendwie ist das schlechte Gewissen vorprogrammiert: Zu viel zu essen, zu wenig Bewegung, und dann die ewigen Eier und die Schokolade. Falsch, ich gebe Entwarnung und verkünde eine frohe Botschaft vom Osterhasen: "Wir können gesund sündigen."

 

Her mit den Ostereiern

In wenigen Tagen ist Ostern. Nach der Fastenzeit gibt es wieder grünes Licht für kulinarischen Genuß. Die tradionellen Köstlicheiten sind die bunten Ostereier, die Schokohasen, das Ziegenfleisch und der Ziegenkäse. Und jetzt kommt meine frohe Osterbotschaft: "Das ist alles sehr gesund. Und daß das Osterei nicht die große Gefahr für zu hohe Cholesterinwerte ist, das sollte sich nun aber endlich herumgesprochen haben...!"

Hier die wichtigsten Tipps und Informationen zum Osterfest, die man einfach wissen muss:

Eier enthalten viel Cholesterin. Ist es gefährlich, zu Ostern viele Eier zu essen?

Können Sie sich Ostern ohne Ostereier vorstellen? Ich glaube nicht. Doch es gibt viele Menschen, die wagen es nicht, Eier zu essen. Sie haben Angst, sie könnten davon einen zu hohen Cholesterinspiegel bekommen und könnten Herz und Kreislauf gefährden. Da gibt es Einiges aufzuklären. Jahrzehntelang waren Wissenschaftler der Meinung: Wenn in einem Nahrungsmittel reichlich Cholesterin enthalten ist, dann wird davon automatisch unser Cholesterinspiegel angehoben. Beim Ei stimmt das nicht. Das haben 140 Studien mit rund 2.000 Probanden in 7 europäischen Ländern - überwacht von der WHO - ergeben. Man hat auch herausgefunden,warum das so ist: Das Eigelb enthält nicht nur viel Cholesterin, sondern auch reichlich Lecithin. Und der Lecithin-Stoff Phosphodyl-Cholin verhindert, daß das Cholesterin aus dem Ei von der Darmwand aufgenommen wird. Also essen Sie Ihre Ostereier mit ruhigem Gewissen.

Wie kann man einfach testen, ob ein Ei frisch ist ?

Wenn Sie rohe Eier kaufen, um sie fürs Osterfest zu färben, dann sollten Sie den Trick kennen, wie man festellt, ob jedes Ei frisch und gut ist. Gießen Sie in eine Trinkglas ¼ Liter Wasser, rühren Sie ½ Teelöffel Salz ein und legen Sie das Ei ins Wasser. Geht es unter und liegt friedlich am Boden, dann ist es frisch. Schwebt es im Wasser und geht ganz nach oben, dann sollte man es nicht mehr verwenden.

Warum halten die gefärbten Eier aus dem Supermarkt länger als jene, die man zuhause selbst färbt?

Die daheim gekochten und bemalten Eier halten weniger lang, weil durch die Poren der Ei-Schale Bakterien eindringen können. Die industriell gefärbten Eier hingegen werden beim Färben versiegelt. Da sie aber meist schon sehr früh vor Ostern im Handel angeboten werden, gleicht sich das zeitmäßig wieder mit den selbst gefärbten aus. Ein Trick: Wenn man die Eier - wie es unsere Großmütter taten - nach dem Färben mit einer Speckschwarte einreibt, dann sind die Poren auch so gut wie versiegelt.

Womit kann man Eier auf ganz natürliche Weise färben?

Es geht mit Riesenschritten auf das Osterfest zu. Da wollen alle gefärbte Ostereier vorrätig haben, egal ob Kinder im Haus sind oder nicht. Auch Erwachsene haben Freude an bunten Eiern. Wer keine Zeit, kauft bereits gekochte und gefärbte Eier im Lebensmittel-Handel. Wer sich diese Mühe aber zuhause selbst machen möchte, hat oft den Wunsch: Ich möchte natürliche Farben verwenden. Dazu muß man Einiges wissen: Man sollte weiße Eier verwenden, weil die Farben auf den braunen Eiern nicht schön herauskommen. Der Tee-Sud vom heißen Roibush-Tee ergibt ein erdiges Gelb. Läßt man die Eier länger darin liegen, werden sie orange. Schwarztee schafft Brauntöne. Mit Früchtetee kann man Eier lila färben. Der Sud von Zwiebelschalen macht Eier gelb bis braun. Sandelholz liefert ziegelrote Eier. Mateblätter machen Eier grün oder gelbgrün.

Doch eines muß man wissen: Die Ei-Farben, die man sonst kaufen kann, sind alle OK, streng geprüft und lebensmittel-tauglich.

Warum färbt man zu Ostern Eier? Woher kommt dieser Brauch?

Da gibt es keine Diskussion: Ostereier müssen bunt sein, bemalt, gefärbt oder beklebt. Egal, Hauptsache bunt. Wissen Sie eigentlich, warum man zu Ostern bunte Eier sucht, verschenkt und zum Eier-Klopfen verwendet ? Dahinter stecken keine wie immer gearteten religiösen Bräuche. Die Erklärung ist im Grunde genommen ganz banal:

Die Bauern im 14. Jahrhundert waren sehr gläubig und nnahmen das Fasten sehr ernst. Sie verzichteten auf viele kulinarische Genüsse. Auch auf Eier. Aber die Hühner haben eifrig weiter ihre Eier in die Nester gelegt. Speziell im Frühling beginnt ein sehr aktives Eier-Legen. Also sammelten sich in den Vorrats-Kammern der Bauern die Eier. Damit sie länger halten, hat man sie gekocht. Und damit man die Eier voneinander unterscheiden konnte, wann sie gelegt wurden, hat man sie mit verschiedenen Farben bedacht.Und dann hatte man zum Osterfest viele, viele bemalte oder gefärbte Eier. Also hat man sie ins Osterfest eingebaut, verschenkt und in großen Mengen gegessen.

Wie sieht das Leben von glückliche Hühnern aus?

Immer mehr gesundheitsbewußte Menschen greifen im Supermarkt zu Bio-Eiern von glücklichen Hühnern. Viele wollen aber auch genau wissen: Was sind glückliche Hühner? Wie leben glückliche Hühner? Man spricht von glücklichen Hühnern, wenn sie so leben dürfen, wie sie es von Natur aus gewohnt sind, wie das Urhuhn seinen Tag und die Nacht verbracht hat. Glückliche Hühner brauchen viel Freiraum in der Natur, auf einer weiten Wiese, auf einem Feld. Da müssen sie sich bewegen können. Sie wollen laufen, ständig mit den Krallen in der Erde scharren und Futter suchen. Es ist daher die beste Art, Hühner zu füttern, wenn man Getreide und Soja weitläufig streut, damit die Hühner beim Fressen Arbeit haben.

Ja, und nachts brauchen sie einen Stall, in dem sie auf einer Stange sitzen und schlafen können. Die Ur-Hühner in freier Natur haben sich nachts immer auf Baumäste zurückgezogen, um vor Füchsen und anderen Raubtieren geschützt zu sein. Hühner, die so leben haben eine starkes Immunsystem, werden fast nie krank. Und wenn, dann bekommen sie keine Antibiotika, sondern Naturarzneien.

Macht Ostereier-Essen klug und geistig fit?

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum nach dem Osterfest viele Kinder mit besonderem Elan zur Schule gehen und oft bessere Noten als sonst nachhause bringen? Das kann zum Teil an den Ostereiern liegen. Ich mache keinen Scherz. Haben Sie es nicht gewußt? Eier machen klug. Im Eigelb befinden sich beachtliche Mengen an dem fettähnlichen Stoff Lecithin, der in alle unseren Zellen vorhanden ist. Dieses Lecithin stärkt nicht nur die Nerven und macht stark gegen Streßbelastung. Dieses Lecithin versorgt unser Gehirn mit der wichtigen Substanz Cholin. Und daraus baut das Gehirn Acetylcholin, den bedeutendsten Botenstoff fürs Denken, für Konzentration und Erinnerung. Ohne Acethylcholin läuft im Gehirn gar nichts. Und deshalb machen Ostereier klug. Sie fördern die geistige Fitneß.

Was macht die Ostereier so wertvoll für die gesunde Ernährung?

Wenn wir unsere Ostereier verzehren, dann tun wir das, weil es Brauch ist, weil sie uns schmecken. Doch wir müssen uns darüber im Klaren sein. Das Ei an sich ist ein wichtiger Bestandteil der gesunden und ausgewogenen Ernährung. Es ist eine besonders wertvolle Nährstoff-Quelle. Es ist immerhin die Keimzelle für neues Leben. Das Ei ist besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Das ergibt den vollen, würzigen Geschmack des Eigelb. Es ist leicht verdaulich und ist daher für Kinder, gestreßte Menschen im Beruf und für Senioren ein wichtiger Lieferant für Vitalstoffe. Und die wieder beeinflussen unseren Stoffwechsel optimal.

Das Hühnerei liefert außerdem die ideale Harmonie an Fetten. Man soricht von einem idealen Fettsäure-Muster: 1,7 Gramm gesättigte - eher ungünstige Fette- , dafür aber 2,2 Gramm einfach ungesättigte - superpositive - Fettsäuren und 0,8 Gramm positive mehrfach ungesättigte Fette. Mit einem Wort: Das Osterei ist Spitze!

Die meisten essen zum Frühstück ein Ei. Ist das sinnvoll?

Gehören Sie auch zu jenen Genießern, die das Ei - in welcher Zubereitungsform auch immer - vor allem zum Frühstück am Morgen verzehren? Damit liegen Sie goldrichtig. Alles, was man zum Frühstück genießt, wird als Energie abgebaut und macht nicht dick. Das Ei macht schon zum Tagesbeginn stark gegen etwaige Streß-Situationen. In welcher Form aber sollte man das Ei essen? Ideal sind das hartgekochte Ei oder das 4 - 5 Minuten -Ei. Weniger wertvoll für die Gesundheit sind Rühr-Ei sowie Rühr-Ei mit Speck. Eine holländische Studie mit Schulkindern hat ergeben: Vollkornbrot mit Schinken und einem hartgekochten Eier sowie einer knackigen Paprikaschote machen fit. Rühr-Ei mit Speck hingegen macht müde. Schuld daran ist das Fett, mit dem das Rühr-Ei zubereitet wurde, und der gebratene Speck.

Wie erkennt man das Ei von einem gesunden, glücklichen Huhn?

Wenn wir schon zu Ostern gerne mehr Eier als sonst essen, sollten wir wissen: Wie erkennt man, ob ein Ei von einem gesunden, glücklichen Huhn kommt? Von einem Huhn, das gesund ernährt wurde? Ganz einfach: Das Eigelb muß kräftig gelb oder rötlich-gelb sein. Das ist nämlich dann der Fall, wenn die Hühner mit Mais, Weizen, Erbsen, Sojabohnen und Bio-Möhren gefüttert werden und wenn sie das grüne Gras von der Wiese abzupfen können. In all diesen Naturprodukten stecken Karotine. Das macht den guten Geschmack. Außerdem stärken die Karotine im Futter das Immunsystem des Huhnes. Ein blasses Eigelb deutet darauf hin, daß das Huhn nicht so optimal ernährt wurde. Man hat die Erfahrung gemacht: Je mehr sich Hühner bewegen, desto besser und gehaltvoller wird das Eigelb.

Wie bewahrt man Eier richtig auf, damit sie lange halten?

Grundsätzlich sollte man sie im Kühlschrank aufbewahren. Die noch rohen Eier müssen Sie aber vor dem Zubereiten herausnehmen und auf Zimmer-Temperatur bringen. Dann stimmen die vorgegebenen Kochzeiten. Wenn Sie das Ei direkt vom Kühlschrank ins kochende Wasser geben, brauchen Sie etwas länger. Außerdem ist dann die Gefahr besonders groß, daß sie aufspringen. Das geschieht durch die Wärme-Spannung. Die Schale springt aber nicht, wenn Sie das Ei an beiden Seiten spitzen Enden mit einer Nadel anstechen. Auch Salz und Essig im Wasser verhindert das Aufspringen.

Warum kann man manche gekochten Ei nur sehr schwer schälen?

Seien Sie froh, wenn sich ein Osterei schlecht schälen läßt. Das ist ein Zeichen, daß es frisch ist. Beim frischen Ei liegt das Innere noch fest an der Schale. Mit der Zeit verliert das Ei an Flüssigkeit. Zwischen Schale und Ei entsteht ein Luftpolster. Das Ei läßt sich besser schälen.

Wie lange bleibt ein Ei frisch?

Zu keiner Jahreszeit haben wir in der Küche so viel mit Eiern zu tun. Da hat natürlich fast jeder eine wichtige Frage auf dem Herzen: Wie lange ist das Ei frisch?`Bei sachgemäßer Aufbewahrung im Kühlschrank bleibt es bis zu 4 Wochen frisch. Die Erklärung: Im Ei befinden sich Enzyme, die das Eindringen von Keimen verhindern. Dieser Schutz bleibt aber nur dann wirksam, wenn das Ei keinen extremen Temperatur- Schwankungen ausgesetzt ist. Gekochte Eier sind länger haltbar. Wichtig ist allerdings, daß man beim Kaufen auf das Verbrauchs-Datum achtet. Die bemalten, bunten Ostereier sollte man innerhalb einer Woche essen. Was kurz nach Ostern noch an Eiern vorhanden ist, sollte man zu Eier-Salat verarbeiten.

Gibt es tatsächlich gesunde Schoko-Osterhasen?

Das Osterfest hat nicht nur die bunten Ostereier als Symbol. Irgendwie gehören - speziell bei Kindern - auch die Schoko-Osterhasen dazu. Und da gibt es seit dem Vorjahr auch eine gute Nachricht: Es gibt gesunde Schoko-Osterhasen. Nämlich aus dunkler Schokolade mit 70 bis 80 Prozent Kakao-Anteil. Die dunkle Schnokolade hat wertvolle Schutzstoffe, die uns vfor frühzeitigem Altern und Krankwerden schützen. Sie enthalten den Bioaktiv-Stoff Resveratrol. Der sorgt für gesunden Blutdruck, für einen gesunden Cholesterinspiegel, hält das Blut flüssig und beugt einer frühzeitigen Arteriosklerose vor. Ein Studie vlon Priv. Doz. Dr. Roberto Corti an der Klinik für Kardiologie am Universitäts-Krankenhaus Zürich hat ergeben: Dunkle Schokolade stärkt optimal Herz und Kreislauf. Also dann, liebe Freunde: nichts wie ran an die Schoko-Osterhasen aus dunkler Schokolade!

Wie gesund ist Ziegenmilch und Ziegenkäse?

Zur Osterzeit und im Frühling ist es in vielen Familien Tradition, daß Gesundes von der Ziege auf den Tisch kommt: Ziegenmilch, Ziegenkäse, Ziegen-Joghurt. Alles von der Ziege ist ein wertvoller Beitrag zur ausgewogenen Ernährung.

  • Ziegenmilch stärkt mit einer Fülle von Vitalatoffen die Atemwege , die Nerven und die Zähne. Wer keine Kuhmilch verträgt, hat mit Ziegenmilch keine Probleme. Dasselbe gilt füt Ziegen-Joghurt.
  • Ziegenkäse hat ähnliche gesundheitsfördernde Eigenschaften.
  • Was allerdings wenige wissen: Milch, Käse und Joghurt von der Ziege versorgen uns mit Stoffen, die man als Jungbrunnen bezeichnen kann. Diese Jungbrunnen-Substanzen sind das Ubichinon und die Orotsäure Beide sorgen dafür, daß wir länger jung, fit und vital bleiben.

Wie gesund ist der taditionelle Spinat am Gründonnerstag?

Das erste Freiland-Gemüse in Deutschland nach dem Winter ist der Spinat. In den tiefgrünen Blättern steckt mehr Heilkraft als vermutet. Früher hieß es bei unseren Großmüttern immer: Spinat ist wichtig für die Kinder. Spinat enthält viel Eisen. Dieser Irrtum hat sich inzwischen aufgeklärt. Schuld an dieser falschen Meldung war ein Komma-Fehler in einem Labor, der immer wieder abgeschrieben wurde. Was also kann der Spinat nun wirklich?

  • Spinat ist keine typisches Kinder-Nahrung. Im Gegenteil: Er enthält Säuren, die vielen Kindern nicht schmecken, mitunter sogar allergische Reaktionen hervorrufen. Daher sollte man die Kleinen nie dazu zwingen, Spinat zu essen. Spinat ist wichtig für Menschen ab 40. Denn er hilft uns, jung und gesund zu bleiben.
  • Spinat ist ein Anti-Streß-Gemüse.Er enthält reichlich vom Anti-Streß-Mineral Magnesium und vom Nerven-Vitamin B 1.Er liefert aber auch interessante Mengen an Folsäure und schützt damit Herz und Kreislauf,bremst die Adernverkalkung,ist somit ein Jungbrunnen.
  • Die wichtigste Erkenntnis einer Studie an der weltberühmten Harvard Universität in Boston,USA, aber weist nach: Spinat ist sehr wichtig für unsere Augen.Er enthält viel Vitamin A und Betacarotin, beides wichtig für die Augen, und zwar für die Bildung des Seh-Purpurs.
  • Spinat ist aber auch reich an Pflanzenfarbstoffen, an sogenannten Karotinoiden. Diese schützen unsere Augen. Wer ab 40 regelmäßig Spinat verzehrt, senkt damit die Gefahr für eine sehr schlimme Augenerkrankung,die Makula-Degeneration, bei der der zentrale Netzhautbereich im Auge zerfällt. Der Betroffene kann teilerblinden.

Genießen Sie daher besonders bewusst Spinat am Gründonnerstag: gekocht als Creme-Spinat und Blatt-Spinat oder roh als Spinat-Salat.

In Deutschland gilt das Fleisch vom Ziegenkitz - von der jungen Ziege - als traditionelle Osterspeise. In Portugal, in Asien und auf den Philippinen hat es tagtäglich in der Ernährung große Bedeutung. In Manila gibt es sogar spezielle Restaurants, die ausschließlich Ziegenfleisch-Spezialitäten anbieten, viele bei uns wissen nicht. Es ist sehr gesund: wenig Fett, sehr cholesterinarm. Nährwert: 100 Gramm nur 131 Kalorien. Tafelspitz vom Rind: 300 Kalorien, Lammschulter: 360, Gans: 430 und Suppenhuhn: 320 Kalorien. Ziegenfleisch zu Ostern - ein Schlankmacher.

Gesunde Obst- und Gemüsesäfte

Gesunde Obst- und Gemüsesäfte

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Gesünder geht es nicht: Obst- und Gemüsesäfte entsäuern den Körper, stärken das Immunsystem, regulieren den Wasserhaushalt im Körper, sind gut für die Darmflora, stoppen Entzündungen und helfen beim Abnehmen. Cranberry-Saft hilft z.B. gegen Blasenentzündungen. Die Wunderwelt der Säfte: Welcher Saft was kann und wie viel Sie brauchen.

 

Obst- und Gemüsesäfte liefern Vitalstoffe

Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Flüssigkeit. Er braucht das flüssige Milieu. Für einen gesunden Kreislauf, für den Stoffwechsel, für geistige Fitness und für gute Laune. Da wir in der warmen Jahreszeit bis zu 3 Liter am Tag über Schweiß und Harn abbauen, müssen wir den Organismus laufend mit Flüssigkeit versorgen. Sonst kann es zu Kreislaufversagen, zu Störungen der Herz- und Bronchien-Tätigkeit und zu Depressionen kommen. Wer regelmäßig trinkt, beugt Nierensteinen vor, steigert die Leistungsfähigkeit und fühlt sich wohler.

Wasser ist immer ein optimales Getränk. Allerdings müssen wir unserem Körper mit der Flüssigkeit auch Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Bioaktiv-Stoffe zuführen. Daher macht es Sinn, in der schönen Jahreszeit zur Erfrischung und zum Durstlöschen Obst- und Gemüsesäfte mit Wasser verdünnt zu konsumieren. Das hat mehrere Vorteile: Die Säfte liefern viele wertvolle Vitalstoffe. Sie löschen den Durst. Die meisten schmecken auch gut. Und sie haben spezielle Wirkung auf unsere Gesundheit. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt: Obst- und Gemüsesäfte sind flüssige Naturarzneien. Schauen wir uns einmal die Gemüsesäfte an, die sich zum Beispiel auch ganz besonders für den Diabetiker eignen:

Gemüsesäfte für Diabetiker

  • Sauerkrautsaft liefert uns reichlich Vitamin C und schützt uns auf diese Weise vor Erkältungen und macht uns streßfest. Die Milchsäurebakterien stärken die Darmflora, die Welt der positiven, gesundheitsfördernden Darm-Bakterien. Schon Pfarrer Kneipp hat das Sauerkraut und den Sauerkraut-Saft als den " Besen für den Darm" bezeichnet. Das bedeutet: Sauerkrautsaft fördert auch die Verdauung, bekämpft Verstopfung.
  • Der Karottensaft oder Möhrensaft ist reich an Vitamin A und der Vorstufe, dem Provitamin A Betacarotin, von dem man heute weiß, dass es sich um einen sekundären Pflanzenstoff oder Bioaktivstoff handelt. Mit Karottensaft kann man die Sehkraft, die Atemwege und die Immunkraft stärken.
  • Weißkohlsaft schützt den Darm und senkt das Risiko für Darm-Erkrankungen.
  • Milchsauer vergorener Kartoffelsaft beruhigt die Magenschleimhaut und kann gezielt bei Gastritis eingesetzt werden. Da trinkt man über einen längeren Zeitraum jeweils 15 Minuten vor einer Mahlzeit ein Schnapsgläschen voll von dem puren Saft.
  • Eine ganz besondere Stelle nimmt der Rote Bete Saft ein: Der Farbstoff Betanin macht Erkältungs- Erreger inaktiv und schützt daher vor Sommerschnupfen. Der Eiweißbaustein Betain hingegen stärkt die Leber und fördert den Abbau von Fettzellen.
  • Topinambur-Saft fördert den Aufbau der Darmflora und bremst den Hunger, was beim Abnehmen sehr förderlich ist.
  • Eine Superstellung nimmt der Tomatensaft ein, seitdem man weiß, dass der rote Farbstoff in der reifen Tomate - das Lycopin - nach der Verarbeitung und Erhitzung der Tomate noch wirksamer ist als in der rohen Frucht. Das Lycopin aus dem Tomatensaft stärkt Herz und Kreislauf. Doch es kann noch mehr: Es senkt das Krebsrisiko, weil es die Umwandlung von Nitriten und Nitraten aus der Nahrung in krebserregende Nitrosamine verhindert. So macht es zum Beispiel Sinn, zu einem Stück Vollkornbrot, das mit Räucherspeck belegt ist, oder zu gegrilltem Fleisch ein Glas Tomatensaft zu trinken.

Voraussetzung ist, dass der Tomatensaft beim Trinken nicht zu kalt ist. Studien an der Universität Hohenheim haben ergeben: Am besten wirkt das Lycopin im Tomatensaft, wenn dieser Raumtemperatur hat. Also bitte keinen Eiswürfel hineingeben.

Die Säfte aus verschiedenen Gemüsesorten haben viele Vorteile: Sie sind kalorienarm und daher absolute Schlankmacher. Sie enthalten von Natur aus fast keinen Zucker und werden auch nicht mit Zucker aufbereitet. Während im Lebensmittelhandel das frische Gemüse oft nicht vollreif ist, sind die Gemüsesäfte nachweislich aus den ausgereiften Früchten hergestellt.

Außerdem: Gemüsesäfte wirken basisch und bauen ein Zuviel an Säuren ab, die durch reichlich Kaffee, Alkohol, Fleisch und Stress entstehen. Als Durstlöscher sollte man Gemüsesäfte grundsätzlich 50 zu 50 mit Wasser verdünnen.

Wertvolle Obstsäfte

  • Der Kirschsaft aus dunklen Kirschen liefert unserem Körper den Farbstoff Anthocyan. Und der kann - wie eine Studie des deutschen Arztes Dr. Paul Blau in den USA ergeben hat - Rheuma- und Gichtschmerzen lindern, weil er den Abtransport von Harnsäure fördert. Außerdem haben jüngste Studie ergeben: Kirschensaft schützt vor Muskelkrämpfen und vor einem Muskelkater beim Sport.
  • Holunderbeer-Saft enthält Farbstoff-Moleküle, welche die Atemwege stärken. Sie können bereits angegriffene Bronchien-Härchen wieder aufrichten und zu neuerlich der Aktivität anregen. Außerdem hilft Holunderbeer-Saft gegen Husten.
  • Eine besondere Kostbarkeit im Reformhaus ist der Heidelbeer-Muttersaft, purer Saft ohne Wasser- und Zuckerzusatz. Die blauen Anthocyan-Farbstoff-Moleküle der Heidelbeeren bauen nach einer Darmgrippe nicht nur die Darmschleimhäute wieder auf und helfen gegen Durchfall. Sie stärken die Netzhaut der Augen und sind eine gute Hilfe für die Nachtsicht beim Autofahrer. Und sie schützen die Augen vorm Geblendetwerden durch entgegenkommende Fahrzeuge. Wer lange nächtliche Autofahrten - etwa in die Ferien - vor sich hat, sollte eine Woche lang vorher täglich ¼ Liter Heidelbeersaft trinken.

Cranberrysaft gegen Blasenentzündungen

Der Granatapfelsaft wird vielfach von Frauenärzten gegen Wechseljahr-Probleme empfohlen, weil er große Mengen an östrogenähnlichen Hormonstoffe liefert. Er enthält aber auch Bioaktiv-Stoffe, welche nach jüngsten Studien in den USA die Prostata-Werte des Mannes positiv beeinflussen.

Eine besondere Stellung als flüssige Naturarznei aus Obst nehmen der Preiselbeersaft und der amerikanische Cranberry-Saft ein. Der Saft hilft zur Vorbeugung und zur Behandlung von Blasenkatarrh und wird diesbezüglich von vielen Hausärzten empfohlen. Die Blasenentzündung wird von Koli-Bakterien ausgelöst, die in der Blase ihre Füßchen und Arme ausstrecken, sich in der Schleimhaut festsetzen und dort Entzündungen auslösen. Die hellroten Farbmoleküle aus dem Preiselbeersaft - die Proanthocyane - setzen sich auf die Koli-Bakterien drauf und verhindern, dass sie sich in den Blasenschleimhäuten festsetzen.

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