Tuberkulosegefahr wächst: Schützen Sie sich vor Ansteckung

12.12.2017

Tuberkulosegefahr wächst: Schützen Sie sich vor Ansteckung. Foto:© Zerbor - Fotolia.com

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Sie galt in Deutschland schon als ausgerottet, jetzt ist sie wieder da, mit ansteigender Tendenz: Die Tuberkulose. Seit einigen Jahren wächst bei uns die Tubekulosegefahr. Immer mehr Menschen erkranken an dieser hochansteckenden Krankheit, die vor allem die Lungen befällt. Allein an einer Dresdener Schule wurden jetzt bei zwölf von 83 Schülern die gefährlichen Bakterien gefunden. Weltweit sterben jedes Jahr 1.2 Millionen Menschen an TBC (Robert-Koch-Institut). Deshalb gilt: Schützen Sie sich vor Ansteckung. Vor allem Kinder sind gefährdet.

1998 wurde in Deutschland die Tuberkulose-Schutzimpfung eingestellt - es waren zu wenig Krankheitsfälle da. Das hat sich leider grundlegend geändert. Durch Urlaubsreisen in in Länder in denen die Krankheit grassiert (Südostasien, Afrika, Südamerika und Osteuropa) wurde die Krankheit wieder in Deutschland eingeschleppt. Die meisten Fälle von TBC wurden in den vergangenen zwei Jahren allerdings bei Flüchtlingen aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Schwarzafrika festgestellt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 5939 Fälle gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein.

Bei blutigem Auswurf: Sofort zum Arzt

Die Tuberkulose wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Wenn ein Kranker einen Hustenanfall bekommt, dann hustet er mikroskopisch kleine Tröpfchen aus. Die enthalten Millionen von Erregern, an denen Sie sich anstecken können. Das betrifft Menschen mit einer so genannten offenen Lungentuberkulose. Wenn Sie einen längeren anhaltenden Husten haben, der von einem blutigen Auswurf begleitet wird, dann müssen Sie sofort zum Arzt. Denn dann haben Sie höchstwahrscheinlich eine offene TBC:

Wenn Sie mit infektiösen Patienten die an TBC leiden umgehen müssen, dann ist es unbedingt notwendig, dass sowohl der Kranke wie auch Sie einen Mund- und Nasenschutz tragen. Dann können die Erreger nicht in Ihre Atemwege eindringen. Vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (Grippe, Erkältung, entzündliche Erkrankungen) sind gefährdet. Normalerweise lässt sich die Tuberkulose mit Antibiotika gut bekämpfen. Da es aber immer mehr multiresistente Erreger gibt, kann die Antibiotikabehandlung versagen. Dann wird eine Heilung langwierig und aufwändig.

Hier nun einige Massnahmen, wie Sie sich vor einer Ansteckung mit Tuberkulose schützen können

  • Räume in denen sich Tuberkulosekranke aufhalten oder aufgehalten haben schnell sehr gründlich lüften.
  • Alle Gegenstände und Flächen (Türklinken, Griffe, Tischplatten usw.) die mit der erregerhaltigen Ausatemluft beziehungsweise Sputum in Kontakt gekommen sind, sehr gründlich desinfizieren.
  • Halten Sie sich prinzipiell nicht mit Tuberkulosekranken in sehr engen Räumen (Lift, Auto)n auf.
  • Wird eine ansteckende Tuberkulose erkannt, dann muss eine sofortige Isolierung des Kranken erfolgen.
  • Meiden Sie unbedingt ein enges Zusammenleben mit vielen Menschen in engen, kalten und feuchten Räumen.
  • Studien aus Entwicklungsländer zeigen, das Zink in Kombination mit Vitamin A bei der Behandlung von TBC eine positive Rolle spielt

           

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