Todesursache Diabetes: Jeder 5. stirbt daran

25.10.2017

Todesursache Diabetes: Jeder 5. stirbt daran. Foto: © Kwangmoo - Fotolia.com

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Diabetes schränkt die Lebensqualität ein, er grenzt die Kranken vom normalen Leben aus - und er ist tödlich: Rund 21 Prozent aller Todesfälle in Deutschland sollen auf einen Diabetes zurückzuführen sein. Allein 16 Prozent der Todesfälle kommen auf den als relativ ungefährlich eingestuften Diabetes Typ 2. Das geht aus einer Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf hervor. Weltweit gehört Diabetes zu den zehn häufigsten Todesursachen. Die Lebenserwartung von Diabetikern ist fünf bis sechs Jahre geringer als die von Nichtdiabetikern. Also müssen wir etwas tun, um die Todesursache Diabetes zu bekämpfen.

Kampf dem Fettgewebe, denn das führt zur Insulinresistenz

Das beste Mittel um der tödlichen Gefahr Diabetes zu entgehen ist die Vorbeugung. Und da wiederum muss dem Kampf gegen das Übergewicht die grösste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Denn Übergewicht ist - neben genetischer Veranlagung und mangelnder Bewegung - eine der grössten Gefahren in einen Diabetes Typ 2 hineinzurutschen. Also ist Abnehmen eine ganz wichtige Therapiemaßnahme um die Krankheit gar nicht erst zu bekommen - oder sie in den Griff zu kriegen.
Das Homon Insulin spielt bei einer Diabetes-Erkrankung eine wichtige Rolle. Warum? Wenn wir Kohlenhydrate essen, werden diese in Zuckermoleküle zerlegt, diesen gelangen ins Blut, der Blutzuckerspiegel steigt, Insulin sorgt dafür dass unsere Körperzellen den Blutzucker aufnehmen und in Energie umwandeln. Der Blutzuckerspiegel sinkt wieder. Das ist der Normalfall. Bei einem Diabetes Typ 2 ist dieses Gleichgewicht gestört. Die Zellen sprechen auf Insulin nicht mehr an - es kommt zur gefährlichen Insulinresistenz: Es wird weniger Zucker in die Zellen geschleust, der Blutzuckerspiegel steigt - und zwar chronisch. Eine der wichtigsten Gründe für eine Insulinresistenz ist Übergewicht - und das daraus resultierende Bauchfett. Das schüttet Hormone aus, die die Insulinempfindlichkeit der Zellen stören. Diese verbessert sich jedoch sehr schnell wenn Sie Pfunde abbauen und sich regelmässig bewegen. Eine kalorienbewusste Ernährung und körperliche Aktivität sind deshalb die Basis jeder Diabetestherapie. Abnehmen hat noch einen weiteren Vorteil: Ihre Blutdruckwerte verbessern sich signifikant, das Risiko für Herz- und Gefäßerkankungen wird gesenkt, die Gefahr eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarkts geht zurück. Denn das sind weitere Gefahren bei einem Diabetes.

Abnehmen: Worauf Diabetiker achten müssen

Wenn Sie gegen Ihren Diabetes abnehmen wollen, dann müssen Sie vorher Ihren Arzt befragen. Er kann Ihnen zum Beispiel sagen, welches Zielgewicht für Sie gut ist und die medizinische Diabetsbehandlung anpassen wenn sich Ihr Gewicht verändert. Denn wenn Sie abnehmen und sich dadurch die Insulinwirksamkeit verbessert, muss die medikamentöse Behandlung angepasst werden. Sie sollten auch an einer Ernährungsberatung teilnehmen. Lassen Sie sich nicht auf eine Radikaldiät mit rasantem Gewichtsverlust ein. Die wenigsten Menschen schaffen es, diese dauerhaft durchzuhalten. Uns sehr viele fallen nach der Gewaltkur in ihre alten Lebens- und Essgewohnheiten zurück. Die Folge: Sie nehmen rasch wieder zu.
Besser ist es, wenn Sie langsam aber beständig ihn kleinen Schritten Ihr Gewicht reduzieren. Wenn Sie es schaffen, mehr Kalorien zu verbrauchten als Sie aufnehmen, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Diabetiker: Gesünder essen, ohne zu verzichten

Diabetiker können im Prinzip alles essen, Sie brauchen also keine der oft angepriesenen - und teueren - Spezialprodukte für Diabetiker. Um Ihren Diabetes in den Griff zu bekommen, sind zum Abnehmen Lebensmittel erforderlich die wenig energiereich sind: Also Obst und Gemüse. Die machen schnell satt, haben kaum Kohlenhydrate und heben deshalb den Blutzuckerspiegel nicht an. Überprüfen Sie doch einfach Ihre Essgewohnheiten: Brauchen Sie zum Frühstück die dick mit Butter beschmierte und mit Salami belegte Semmel, schnell im Vorbeigehen beim Becker gekauft - oder ist ein selbst gemachtes Müsli mit Früchten nicht doch ausreichend? Ist beim Fernsehabend der Genuss Ihres Lieblingsobstes nicht schmackhafter als Chips, gesalzene Nüsse oder Schokolade? Gesünder ist das Obst auf jeden Fall. Wenn Sie abnehmen wollen, dann reduzieren Sie die Menge der zucker- und kohlenhydratreichen Nahrung und erhöhen Sie Ihr tägliches Flüssigkeitsquantum: Stilles Wasser oder Früchtetees. Keine Limonaden. Wenn Sie essen, dann essen Sie unbedingt langsam: Denn das Gefühl "Ich bin satt" stellt sich erst nach einer Viertelstunde ein.  Wenn Sie schnell essen, dann essen Sie auch dann noch weiter, wenn Sie schon längst genügend Nahrung aufgenommen haben.

 

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