Nahrungsmittel, die krank machen können

Nahrung ist Natur und Natur ist gesund. Das stimmt leider nur bedingt. Unter gewissen Umständen können auch Naturprodukte krank machen: Migräneanfälle, Halluzinationen, Pickel, Allergien, Magenbeschwerden, hoher Luftdruck, ja sogar Lähmungen - das alles kann von eigentlich gesunden Naturprodukten kommen. Wovor Sie sich hüten müssen, was Sie krank machen kann.

 

Alkohol macht Migräne

Vielleicht haben Sie das schon einmal erlebt: Aus heiterem Himmel überfällt Sie einen Migräneanfall oder Sie haben plötzlich beängstigende Atembeschwerden. Ein anderes Mal leiden Sie an Kopfschmerzen oder Halsschmerzen. Sie befürchten eine Infektion, denken nach, warum Sie mit einem Mal so krank sind. Kaum jemand in dieser Situation denkt daran , dass die letzte Mahlzeit schuld an allem sein kann. Das passiert öfter als man denkt. Daher möchte ich Sie mit einigen Naturprodukten konfrontieren, die uns tatsächlich vorübergehend ernsthaft krank machen können.

Man erwacht am Morgen wie gerädert, hat keine Energie und fühlt sich ganz schlecht. Kein Wunder: Man hat schlecht geschlafen. Man wundert sich darüber, weil man doch abends so angenehm müde und bettschwer eingeschlafen ist. Was kann die Ursache sein? Das ist ein klarer Fall: Der Alkohol ist schuld. Wer abends zuviel Wein, Bier oder Schnaps trinkt, schläft zwar vorerst gut ein. Doch er kann nicht in den Tiefschlaf gleiten. Und der wäre so wichtig für die nächtliche Erholung. Das bedeutet: Man wälzt sich ruhelos im Bett hin und her und hat am Morgen einen zünftigen Kater. Gegen ein Glas Wein oder Bier ist nichts einzuwenden. Doch größere Mengen an Alkohol schaden.

Muskatnuss schafft Halluzinationen

Ein anderes Beispiel: Sie haben mit großem Genuss Kartoffelpuree oder ein Stück Kuchen verzehrt. Kurz darauf gehen Sie schwankend, sehen doppelt, haben Halluzinationen und fühlen sich wie in einem Rauschzustand. Sie sind irritiert. Die Lösung: Im Kuchen oder im Puree war zuviel Muskat drinnen. Wer zu große Mengen konsumiert, bekommt die Wirkung der beiden Substanzen Myristicin und Elemicin aus der Muskatnuss zuspüren.

B-Vitamine lösen Pickel aus

Ein Albtraum für jeden von uns: Aus heiterem Himmel ist das ganze Gesicht plötzlich von Pickel übersäht. Das sieht hässlich aus. Der oder die Betroffene fragt sich: „Was steckt da dahinter?“ Das kann der Genuss von 2 bis 3 Gläsern eines Multivitaminsaftes sein. Man hat das vor ein paar Jahren an der Universitäts-Hautklinik München untersucht. Und da hat man entdeckt: Zu hoch dosierte Gaben von B-Vitaminen können Akne auslösen oder bestehende Akne deutlich verstärken. Es ist daher nicht sinnvoll, riesige Mengen von solchen Säften zu trinken. Man sollte aus diesem Grund auch Vitamin-Präparate niemals zu hoch dosiert einnehmen.

Pilz + Alkohol = Magenschmerzen

Essen Sie gern Pilze? Vielleicht im Speziellen Tintlinge, die sehr schmackhaft sind? Wenn Sie zu so einer Pilz-Mahlzeit Alkohol trinken, dann müssen Sie das nachher büßen. Es wird Ihnen sehr übel, und Sie kriegen für viele Stunden Magenschmerzen. Gemeinsam mit Alkohol werden die Tintlinge unverträglich. Das Verhängnisvolle dabei: Diese Magenbeschwerden treten auch dann auf, wenn Sie Tintlige essen und einige Stunden danach erst Alkohol konsumieren.

Apropos Pilze: Nach einem Gericht aus Shiitake-Pilzen kann es sein, dass man einen streifenförmigen Ausschlag mit einem starken Juckreiz auf der Haut bekommt. Die Pilze enthalten nämlich ein Kohlenhydrat, das für die Haut giftig ist. Dieses Kohlenhydrat geht bei längerem Kochen oder beim Erhitzen zugrunde. Die Gefahr geht somit ausschließlich von rohen oder zu wenig gegarten Shittake-Pilzen aus.

Lakritze jagt den Blutdruck hoch

Wenn Sie urplötzlich einen Anstieg Ihren Blutdrucks feststellen, obwohl Sie kein Blutdruck-Patient sind, dann denken Sie scharf nach, ob Sie eventuell im Laufe von 14 bis 28 Tagen an die 50 Gramm Lakritze genascht haben. Das jagt nämlich den Blutdruck in die Höhe. Wer so etwas erlebt, sollte sofort und am besten für immer auf Lakritze verzichten. Der Blutdruck wird sich dann im Laufe von einigen Tagen wieder normalisieren. Das beweist aber: Bluthochdruck-Patienten müssen in jedem Fall Lakritze meiden, weil dadurch der Blutdruck noch höher werden kann.

Zu viel Muscheln können zur Atemlähmung führen

Sie haben mit Freunden einen genussvollen Abend in einem Restaurant verbracht, das für seine Meeres-Spezialitäten berühmt ist. Sie haben nicht nur Fisch auf der Speiskarte gewählt, sondern auch Muscheln. Einige Stunden später leiden Sie an Übelkeit und müssen immer wieder erbrechen. Das ist nicht alles : Sie haben zuerst ein Kribbeln in den Fingern, spüren dann Lähmungs-Erscheinungen , sind schwindelig, haben Atembeschwerden und Sprachstörungen. Sie erschrecken furchtbar, denken Sie haben einen Schlaganfall erlitten. Doch schuld sind die Muscheln. Diese haben sich von Algen ernährt und damit sogenannte Saxitoxine aufgenommen. Und diese Substanzen sind für den Menschen gefährlich, wenn er Muscheln in zu großen Mengen verzehrt. So ein Essen kann sogar im Extremfall durch eine Lähmung der Atemmuskulatur zum Tod führen. Muschel-Freunde sollten daher wissen: Im Sommer, wenn die Algen sich extrem vermehren, enthalten die Muscheln besonders viele Saxitoxine. Man kann von Giftkonzentrationen sprechen. Daher sollte man die Schalentiere – nach einem alten Brauch – nur in Monaten essen, die ein R im Namen haben. Und das sind die Monate der kalten oder kühlen Jahreszeit. Von Mai bis August: Hände weg von Muscheln. Sollten Sie nach dem Genuss von Muscheln erste Anzeichen von Kribbeln oder Taubheits-Gefühl in en Fingern verspüren: Bitte, sofort zum Arzt.

Sojaprodukte fördern Nierensteine

Die Sojabohne und Soja-Produkte wie etwa Tofu sind für all jene, die sich gesund ernähren wollen, zu beliebten Lebensmitteln geworden. Doch sie sind nicht ganz ungefährlich, vor allem für jene Menschen, die zu Calcium-Oxalat-Nierensteinen neigen. Soja-Produkte enthalten reichlich Oxalsäure. Diese fördert die Bildung von Nierensteinen, so wie das bei der Roten Bete, beim Rhabarber und beim Spinat der Fall ist. Man sollte daher rund um Soja-Gerichte reichlich Wasser trinken, damit die Oxalsäure ausgeschwemmt wird und die Nieren duchgespült werden. Wer bereits Nierensteine hatte, sollte sehr sparsam mit Sojaprodukten umgehen oder ganz darauf verzichten.

Grüner Tee verjagt die Libido

Es ist modern geworden, grünen Tee zu trinken. Zahllose seriöse Studien in den USA haben in den letzten Jahren nachgewiesen, dass grüner Tee das Krebsrisiko senken kann. Er schützt und stärkt Herz und Kreislauf und hat sonst noch viele positive Eigenschaften. Es werden daher immer mehr Frauen und Männer in unseren Regionen, die regelmäßig grünen Tee trinken. Da kann es aber passieren, dass ein Mann sich enorm wohlfühlt nach so einer Teekur von 3 Wochen. Mit einer Nebenwirkung: Er ist von einer sagenhaften sexuellen Unlust befallen, was der Partnerschaft nicht allzu zuträglich ist. Warum kann das passieren? Die nicht fermentierten Blätter des grünen Tees enthalten viele pflanzliche Östrogene. Das sind hormonähnliche pflanzliche Substanzen. Wenn nun ein Mann reichlich grünen Tee trinkt, so kann dies das Gleichgewicht seiner männlichen Hormone stören. Und das wieder kann sexuelle Unlust zur Folge haben.

Schokolade und Käse schaffen Kopfschmerzen

Wer nach dem Genuss von Schokolade oder Käse heftige Kopfschmerzen bekommt, der muss wissen: Verantwortlich dafür ist das Phenylethylamin, das auch für das Wohlfühlen nach diesen Genüssen verantwortlich ist. Wer so mit Kopfschmerz-Attacken auf das Phenylethylamin reagiert, der muss auf Schokolade und Käse leider verzichten.