Müde Augen: Was tun?

Müde Augen: Was tun?

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Probleme mit den Augen? Sie brennen, sie trocknen aus, sie schmerzen, sie sind müde - da können Sie sich selbst helfen. Mit einem Augentraining, mit Übungen, mit gesunden Hausmitteln. Was Sie machen müssen, wenn Sie stundenlang am Computer sitzen und wie Sie die Gesundheit Ihrer Sehkraft erhalten.

Computerarbeit ist Stress pur für die Augen

Was belastet denn unsere Augen, was macht sie müde, was schadet ihrer Gesundheit? Da gibt es viele Faktoren: Viele von uns verbringen am Arbeitsplatz etliche Stunden vor dem Computer, machen viel zu wenig Pausen. In unserer Freizeit surfen wir im Internet oder befassen uns mit Computer-Spielen, was wieder stundenlanges Sitzen vor dem Bildschirm bedeutet. Und dann sitzen wir vor dem Fernsehgerät und greifen auch da wieder viel zu spät zum Stop-Knopf auf der Selbstbedienung.

Dieses lange Ausharren vor einem Bildschirm hat verhängnisvolle Folgen: Die Augen-Muskeln bleiben immer in derselben Stellung angespannt. Dadurch sind sie überlastet und es schadet ihrer Gesundheit. Außerdem bewegen sich die Augenlider beim Hinstarren auf den Bildschirm absolut nicht. Das bedeutet: Die Tränendrüsen sind nicht aktiv. Sie können keine Tränenflüssigkeit produzieren und können dadurch auch keine im Auge verteilen. Die Folge: Die Augen trocknen aus, schmerzen und verlieren ihren scharfen Blick.

 

Regelmäßiges Training

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was unsere Augen Tag für Tag von früh bis spät leisten? Sie versorgen uns ununterbrochen mit Tausenden von Bildern. Man muss sich das vorstellen: 80 Prozent aller Informationen,die wir in 12 Stunden bekommen, nehmen wir über die Augen auf. Das bedeutet: Wenn unsere Sehorgane uns optimal bedienen wollen, dann muss die Augenmuskulatur gesund, kräftig, beweglich und elastisch sein. Denn sie Mus die Sehkraft binnen kürzester Zeit den unterschiedlichsten Situationen anpassen können.

Was bedeutet das? Wir trainieren im Laufe unseres Lebens viele Muskel-Partien unseres Körper, gehen dafür ins Fitness-Center kräftigen so unsere Gesundheit - was meisten sehr viel Geld kostet. An unsere Augen denken wir nicht. Aber gerade heutzutage, wo die Seh-Werkzeuge so enorm strapaziert werden, wäre es höchst notwendig, dass wir auch diese einem regelmäßigen Training unterziehen - oder zu bewährten Hausmitteln greifen. Sonst werden sie zu schnell müde.

Und so sieht ein komplettes Trainings-Programm aus:

Sie sollten, wenn Sie trockene Augen haben, die Tränendrüsen anregen, neue Flüssigkeit zu erzeugen. Das geht einfacher als man denkt, auch mit Hausmitteln: Sie sollten, so oft wie möglich mit den Wimpern klimpern, sollten die Augenlider auf und zu klappen. Es hilft auch, wenn man mit den Augenlidern zwinkert. Sehr sinnvoll könnte es sein, zwischen der Bildschirmarbeit am Arbeitsplatz - zu flirten. All diese " Turnübungen" für Ihre Sehwerkzeuge bewirken, dass die Tränendrüsen wieder voll aktiv werden, genügend Tränenflüssigkeit erzeugen und die Augen wieder in einem normalen Rahmen befeuchten.

Gleichzeitig aber sollte man die Augenmuskeln stärken und zugleich entspannen. Auch dafür gibt es ein ganz einfaches Rezept. Stellen Sie sich locker hin oder setzen Sie sich entspannt auf einen Stuhl. Dann öffnen Sie den Mund und gähnen Sie aus vollem Herzen so laut es geht. In der Bevölkerung hat Gähnen ein ganz schlechtes Image. Das Gegenteil ist der Fall. Gähnen ist eine wichtige Übung zum Stärken der Augenmuskel, aber auch zum Stärken von Herz und Kreislauf. Gähnen beugt auch dem Austrocknen. Beim Gähnen werden die Kiefermuskeln angeregt, die Tränendrüsen zu massieren. Auch dabei wird die Produktion neuer Tränenflüssigkeit angeregt. Gähnen ist ansteckend. Das ist gut so. Denn auf diese Weise wird durchs Gähnen bei vielen Menschen ein Augen-Training eingeleitet.

Schauen Sie nicht so lange auf den Bildschirm. Suchen Sie Abwechslung beim Sehen, gehen Sie ans Fenster und schauen Sie in die Ferne. Das ist eine gute Alternative zum ständigen Nahesehen im Alltag. Besonders gesund für die Netzhaut ist es, wenn man dabei ins Grüne schauen kann. Das gibt den Augen ebenfalls Kraft.

Sehr sinnvoll ist eine spezielle Augen-Übung, die man leicht durchführen kann: Setzen Sie sich entspannt auf einen Stuhl und lehnen sich zurück. Nun schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich vor, Sie haben in der Luft vor sich eine liegende Acht gezeichnet. Und nun zeichnen Sie diese liegende Acht mit rollenden Augen nach. Stellen Sie sich das eine Mal vor, die Acht ist riesengroß, das andere Mal wieder ganz klein. Und immer zeichnen Sie sie nach.

Die nächste Übung, die neue Gesundheit liefert, ist das Augenbrauen-Training. Halten Sie auch diesmal die Augen geschlossen. Ziehen Sie nun deutlich die Augenbrauen hoch. Legen Sie die Hände über die Augen, sodass Ihre Fingerspitzen die Brauen abstützen. Die Daumen müssen dabei unterhalb des linken und des rechten Backen-Knochens liegen. Schauen Sie hinter den geschlossenen Lidern zu den Brauen hoch. Lassen Sie die Augen nach links und rechts rollen. Danach ziehen Sie die Lieder langsam wieder hoch.

Hätten Sie gedacht, dass auch das einfach Hausmittel Atmen hilfreich ist? Schließen Sie die Augen beim Einatmen und öffnen Sie sie beim Ausatmen.Sie müssen das mehrmals ganz langsam und bewusst tun. Wenn Sie das regelmäßig machen, werden Sie bald deutlich erkennen, wie scharf und klar Ihr Blick ist und wie wohl Sie sich fühlen.   

Es gibt ein ganz simples Hausmittel, wie Sie müde Augen besonders gut entspannen können. Reiben Sie Ihre Handflächen aneinander, bis sie warm sind. Und dann legen Sie die warmen Handflächen ganz schnell auf die geschlossenen Augen, sodass sich die Finger auf der Stirn kreuzen. Sie werden es deutlich spüren, wie sich die Augenmuskel durch das Handauflegen entkrampfen und locker werden.

Pflanzenfarbstoffe für den Sehpurpur

Und das sind sinnvolle vorbeugende Maßnahmen, mit denen man die Sehkraft stärken und müden Augen vorbeugen kann:

  • Bauen Sie so oft wie nur möglich Möhren und Spinat in Ihren Speiseplan ein. Beide Gemüsesorten enthalten große Mengen an Karotinoiden,an Pflanzenfarbstoffen, die für die Bildung des Sehpurpurs und für die Abwehrkräfte des Auges notwendig sind.
  • Halten Sie jeweils für 5 Minuten beide Handflächen vor der geöffneten Augen. Das ist anstrengend, tut aber danach besonders gut.
  • Machen Sie am Arbeitsplatz öfter eine Pause, stellen Sie sich ans Fenster, schauen Sie ins Nichts - ins „Narrenkastel“, wie man im Volksmund sagt. Das hilft der Sehkraft.
  • Gutes Hausmittel: Sehr wirksam sind im Rahmen eines Trainings-Programmes zum Stärken regelmäßige Kompressen mit Augentrost-Tee. 1 Teelöffel Augentrost (Apotheke) wird mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen, 8 Minuten ziehen lassen, durchseihen. In den lauwarmem Tee einen Wattebauschen eintauchen und für 10 Minuten auf die geschlossenen Augenlider auflegen. Verwenden Sie niemals Kamillentee. Er trocknet das Auge noch mehr aus.

Noch ein simples Hausmittel: Trinken Sie viel Wasser. Flüssigkeit von innen ist wichtig für Ihre Sehkraft.