Mücken immer gefährlicher: So können Sie sich schützen

Mücken immer gefährlicher: So können Sie sich schützen

© Pixabay

Der Sommer kommt, die Mücken sind schon da. Ein Mückenstich, das war noch vor einigen Jahre kein großes Thema. Die Mücke erschlagen, die Stichstelle mit Spucke abreiben – das wars. Das hat sich grundlegend geändert. Ein Mückenstich ist nicht so harmlos wie wir immer noch denken. Denn die Mücken sind immer gefährlicher geworden. Und sie sind schon lange nicht mehr so harmlos wie wir denken.

Beim Blutsaugen übertragen bestimmte Arten der üblen Blutsauger gefährliche Krankheiten. Krankheiten die früher aus Afrika, Südostasien oder Südeuropa eingeschleppt wurde und nur dort vorkamen, werden inzwischen auch von unseren Mücken übertragen. Vor allem das West-Nil-Fieber kommt immer häufiger bei uns in Deutschland vor. Es wird durch Viren ausgelöst und meistens von Culex-Stechmücken übertragen. Vor allem frei lebende Vögel tragen das Virus in sich und haben es mittlerweile weit verbreitet – auch in Europa und in Deutschland. Während die meisten Menschen nach einer Infektion grippeähnliche Symptome zeigen und der Krankheitsverlauf relativ ungefährlich ist, sind ältere oder immungeschwächte Menschen (wie bei einer Erkrankung an Corona) in lebensbedrohlicher Gefahr. Dabei können Hirnhaut- oder Herzmuskelentzündungen auftreten. Eine Impfung gegen das West-Nil-Fieber gibt es nicht. Da die Mückenplage jedes Jahr kommt, ist es wichtig zu wissen, wie man sich am besten gegen Mücken schützen kann. Hier Tipps und Ratschläge um dem Stich der Mücken zu entkommen.

Omas Hausmittel gegen Mückenstiche

  • Mischen Sie einfach 5 EL Essig mit 200 mit Leitungswasser. Tränken sie damit einen Wattebausch oder ein Tuch und legen Sie das auf den Einstich.
  • Generell gilt: Kühlen Sie den Mückenstich so schnell wie möglich. Die Kälte verhindert, dass sich die Einstichstelle entzündet.
  • Beträufeln Sie den Stich mit Honig. Honig wirkt entzündungshemmend.
  • Aloe vera ist ein erprobtes Hausmittel gegen Mückenstiche. Es lindert den Juckreiz und verhindert, dass sich der Stich entzündet.
  • Drücken Sie einen heißen Löffel auf die Stichstelle, oder träufeln Sie erhitzten Wachs darauf. Die Hitze zerstört das Mückenprotein das den Juckreiz auslöst.
  • Sehr erprobt als Hausmittel gegen Mückenstiche sind Zwiebeln. Die Zwiebel halbieren und mit der Schnittstelle auf die Stichstelle. Der im Zwiebelsaft enthaltene Schwefel desinfiziert und mildert beim Kontakt mit der Haut Juckreiz und Schwellungen.
  • Auch der Saft von Weißkohl verhindert Entzündungen. Einfach die Stichstelle mit dem Saft beträufeln.

Warum stechen Mücken immer mich?

Es gibt Menschen, die werden von den Mücken nicht beachtet, während andere sich kaum vor den Stechmücken und generell Insekten kaum retten können. Warum ist das so? Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

  • Jeder Mensch strömt einen speziellen, eigenen Geruch aus. Dessen Zusammensetzung wird von den Genen bestimmt. Und der entscheidet, ob die Mücke zusticht oder nicht. Wie das funktioniert ist noch ungeklärt.
  • Japanische Wissenschaftler haben erforscht das Menschen mit der Blutgruppe 0 am häufigsten gestochen werden. Die Stechmücken erkennen die Blutgruppe an einem chemischen Signal.
  • Stechmücken reagieren auf Ammoniak, Milchsäure und Fettsäuren. Menschen senden diese Gerüche vor allem aus, wenn sie nach dem Sport oder der Arbeit im Freien verschwitzt sind.
  • Mücken stechen besonders gerne zu, wenn Sie dunkle Kleidung tragen.

Geben Sie den Mücken keine Chance

Das richtige Verhalten und die geeigneten Maßnahmen können Sie in Deutschland vor den gefährlichen Insekten schützen. In tropischen Ländern ist das aber oft nicht möglich.

  • Bei uns in Deutschland genügen diesen Insekten schon kleine Pfützen, um sich fortzupflanzen. Diese Brutmöglichkeiten im Garten oder auf dem Balkon sollten Sie entfernen: Kein stehendes Wasser in Töpfen, die Regentonne abdecken und verhindern, dass sich an der Regenrinne kleine Tümpel bilden.
  • Sie schlafen im Sommer bei offenen Fenstern. Dann müssen Sie unbedingt dafür sorgen, das Sie Fliegenfenster davor haben. Zugezogene Vorhänge helfen da nicht.
  • Wenn Sie auch nur eine Mücke im Schlafzimmer habe, dann wird das eine schlechte Nacht: Das Sirren macht Sie rasend und am nächsten Morgen stellen Sie fest, dass sich die Mücke an Ihnen gütlich getan hat. Selbst wenn das Tierchen – ausgenommen die Tigermücke – Ihnen keinen gefährlichen Virus übertragen hat sollten Sie solche Nächte ausschließen: Hängen Sie ein Moskitonetz über Ihr Bett. In den Tropen ist das ein Muss und seit vielen Jahren üblich.
  • Kerzen die ätherische Öle verbrennen helfen so gut wie gar nicht gegen Mücken. Besser sind da Räucherspiralen, so genannte Coils.
  • Eines müssen Sie unbedingt beachten: Auch wenn es juckt – ja nicht kratzen. Das hilft nur kurzfristig und kann gefährliche Folgen haben, wenn durch den Kontakt mit verschmutzten Fingernägeln Bakterien in die Wunde gelangen und es zu Krankheiten kommt.