Mücken, Bremsen, Zecken, Flöhe und Co: Die gefährlichsten Insekten im Sommer

Mücken, Bremsen, Zecken, Flöhe und Co: Die gefährlichsten Insekten im Sommer

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Der Sommer 2021 in Deutschland hat es in sich. Schwüle Wärme, extreme Regenfälle, in den Wäldern, auf den Feldern und auf den Wiesen stehen überall riesige Pfützen - ideale Brutstätten für Insekten. Die uns stechen, die Krankheiten übertragen, die uns das Leben zu Hölle machen. Menschen und Tiere leiden gleichermaßen unter Insektenstichen, vor denen wir uns kaum noch schützen können. Und diese Milliarden von Blutsaugern wollen alle nur Eines: unser Blut. Wir müssen uns vor ihnen schützen, denn diese Blutsauger sind gefährlich, weil sie Krankheiten übertragen können. Lesen Sie, welches die gefährlichsten Insekten sind, und welche Krankheiten drohen.

Zecken - die Blutjäger

Zecken gehören mit zu den gefährlichsten Blutsaugern die uns überfallen. Schon ab März/April liegen sie in Gräsern und im Gebüsch auf der Lauer. Hochsaison ist jedoch der Sommer. Beim Spazierengehen oder beim Wandern geraten sie unbemerkt auf unsere Haut und suchen sich in aller Ruhe ein sicheres Plätzchen. Bevorzugt: Achselhöhlen, die Leistengegend und die Kniekehlen. Dort beißen sie sich fest, lassen sich viel Zeit und beginnen dann in aller Ruhe unser Blut zu saugen. Sie bleiben oft tagelang unbemerkt, bis sie fast so groß sind wie ein Fingernagel. Entdeckt werden sie auf Menschenhaut meistens erst dann, wenn die Bissstelle zu jucken beginnt. Dann müssen sie sofort raus. Dafür gibt es Zeckenzangen. Ist die Bissstelle kreisrund entzündet, dann müssen Sie sofort zum Arzt. Denn Zecken können Borreliose übertragen oder die sehr gefährliche Krankheit FSME übertragen.

Bettwanzen: Ungebetene Hotelgäste

Anders als die Zecken gehen die Bettwanzen in Häusern und da vor allem in den Betten auf die Jagd nach Menschenblut. Waren sie bis vor wenigen Jahrzehnten bei uns noch weitgehend unbekannt, wurden sie durch den zunehmenden Tourismus auch in Deutschland weit verbreitet. Sie verstecken sich in Betten und in Teppichritzen, sind nachtaktiv und lassen sich dann auf der Haut des Schlafenden nieder. Haben sie ein Opfer gefunden, dann rufen sie Artgenossen zum gemeinsamen Mahl herbei. Dabei legen sie sozusagen eine Spur auf der Haut. Der Juckreiz nach einem Stich ist oft unerträglich - setzt aber gemeinerweise erst nach einigen Stunden ein. Hausmittel helfen da nicht mehr, sie brauchen die Apotheke. Bettwanzen sind Meister im Verstecken, sie wieder loszuwerden ist nur sehr schwer möglich. Schütteln Sie deshalb Decken und Laken sorgfältig aus, wenn sie in tropischen und subtropischen Ländern im Hotel übernachten und sprühen Sie die Matratzen mit einem Insektenvernichtungsmittel ab.

Die Mücke: Blutsauger Nummer 1

Der Sommer 2021 ist ideal für die ganz normale Mücke: Viel Regen, viele Pfützen die tagelang nicht abtrocknen - da kann sich der Nachwuchs gut entwickeln. Damit sie möglichst viele Eier produzieren können, brauchen die weiblichen Mücken Blut. Das holen sie bei Menschen und Tieren. Leiten lassen sie sich von bestimmten Schweißkomponenten und von der Wärmestrahlung ihrer Opfer. Inzwischen sind bei uns auch Mückenarten heimisch geworden, die gefährliche Krankheiten übertragen. Da in unserer Natur immer mehr Chemie eingesetzt wird, können Mückenstiche nicht nur furchtbar jucken, sondern sich auch entzünden und lange Zeit zum Abheilen brauchen. Tragen Sie zum Schutz körperbedeckende Kleidung (Arme und Beine) und Mückensprays. Mücken stechen am liebsten dort, wo die Haut dünn ist: Knöchel, Schienbeine, Arme. Mücken sind nicht so gefährlich wie Zecken, weil sie weder Borreliose noch FSME übertragen - aber sie sind unendlich lästig. Vor allem in der Nacht, wenn einen das feine Sirren der Mücken den Schlaf raubt.

Bremsen: Plage für Menschen und Pferde

Wenn Menschen von einer Bremse gebissen werden, dann merken sie das sehr schnell: Es tut viel mehr weh als ein Mückenstich. Auch bei den Bremsen beißt nur das Weibchen. Sie jagen vor allem an sehr warmen und feuchten Tagen (sehr gerne, wenn ein Gewitter droht), ihre bevorzugten Opfer sind Menschen und Pferde. Der starke Schmerz entsteht, weil Bremsen eine Wunde in die Haut reißen und dann das austretende Blut trinken. Angelockt werden sie vor allem durch Schweißgeruch. Also Vorsicht bei Sport im Freien an heißen Tagen. Der beste Schutz ist das Einsprühen mit einem starken Mittel.

Kriebelmücken

Sie haben einen Hausgarten mit Früchten und Kräutern, oder Sie gehen gerne an Flüssen und Waldteichen spazieren? Dann kennen Sie auch die winzigen kleinen Plagegeister, die sich auf Sie stürzen: die Kriebelmücken. Sie ähneln den Fruchtfliegen, sind aber in Wirklichkeit üble Blutsauger, deren Stiche oder Bisse sehr schmerzhaft sind. Wenn Sie von einer Kriebelmücke angegriffen werden, dann tut das nicht nur weh, sondern Sie sehr oft auch noch nach. Denn diese Tiere applizieren einen Gerinnungshemmer in die Wunde. Meiden Sie an schwülfeuchten Tagen also Spaziergänge an Gewässern und im Wald. Das beste Mittel: Gründlich mit einem Antiinsektenspray einsprühen.

Die Sandfliege: Gefahr aus den Tropen

Dieser gefährliche Gast aus den Tropen, den Subtropen und dem Mittelmeerraum ist ein Winzling unter den Insekten, ganze zwei Millimeter groß. Sie sind inzwischen auch bei uns heimisch geworden. Der Biss dieser Insekten löst einen sehr unangenehmen und schmerzenden Juckreiz aus und kann zu einem hässlichen Hautausschlag führen. Die größte Gefahr aber ist die Übertragung der Leishmaniose. Diese üble Erkrankung führt zu schweren Hautschäden, sie kann aber auch innere Organe befallen (Leber, Milz, Knochenmark), dann kann sie lebensgefährlich werden. Wenn Sie in Risikogebiete reisen, sollten Sie möglichst Ihre Haut bedecken. Nutzen Sie Anti-Mückenmittel (Repellents) zum Auftragen. Und wenden Sie sehr feinmaschige Moskitonetze an. Vermeiden Sie den Kontakt zu Tieren, vor allem zu Hunden.

Floh, der Blutsauger

Flöhe waren früher gefürchtet, weil sie die Pest verbreiteten. Diese Gefahr besteht heute nicht mehr. Aber immer wieder klagen Menschen über die Stiche, die ihnen von Flöhen zugefügt wurden die von einem Hund stammen. Der Floh springt vom Hund auf den Menschen, krabbelt unter die Kleidung bis er auf der Haut sitzt. Dort saugt er dann Blut. Die Stiche vom Floh schmerzen, jucken und sie können sich leicht entzünden. Sehr oft setzt er viele Stiche an einer Stelle, das sind dann die sogenannten "Flohstraßen". Wenn Sie einen Hund haben, dann sollten Sie mehrmals in der Woche kontrollieren, ob er sich Flöhe eingefangen hat.

Bienen und Wespen sind gefährlich, aber keine Blutsauger

Anders als Mücken und andere Blutsauger sind Bienen und Mücken nicht auf unser Blut aus. Stiche durch Wespen oder Bienen sind meistens ein "Irrtum": Die Tiere fühlen sich angegriffen und verteidigen sich mit ihrem Stachel. Dabei ist der Stich der Biene wegen des Giftes wesentlich gefährlicher als der Stich durch Wespen. Vor allem Allergiker sind durch das Bienengift gefährdet. Da muss sofort ein Arzt her.