Makrelen-Diät hilft bei Bluthochdruck

Makrelen-Diät hilft bei Bluthochdruck

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Immer mehr geraten die OImega-3-Fettsäuren in den Mittelpunkt des Interesses. Wir wissen, dass sie die Blutfettwerte verbessern, wir wissen, dass sie das Immunsystem stärken, dass sie vor Herzinfarkt schützen, dass sie hohen Blutdruck senken können. Was die meisten Menschen nicht wissen ist, wie leicht wir diese wertvollen Vitalstoffe in unseren täglichen Speiseplan einbauen können. Denn die Omega-3-Fettsäuren sind in vielen Meeresfischen enthalten. Und zwar nicht in den teuren Edelsorten, sondern vor allem im Hering und in der Makrele. Wir können uns mit Fisch gesund essen.

Essen Sie gern Fisch? Wenn ja, dann würde mich interessieren: Essen Sie Fisch, weil er ihnen schmeckt, oder weil Sie damit eine Menge für Ihre Gesundheit tun können? Fisch ist eine Naturarznei für Herz und Kreislauf. Ich habe für Sie dazu die wichtigsten Fakten zusammengetragen.Man kann mit einer Makrelen-Diät zu hohen Blutdruck senken. Dazu raten viele Ärzte schwangeren Frauen, die zu hohe Blutdruckwerte haben, weil sie keine Medikamente einnehmen dürfen. Sie müssen dann über einen längeren Zeitraum (etwa 3 Wochen) 3 mal die Woche 250 Gramm gegrillte oder gebratene Makrele konsumieren. Die Omega-3-Fettsäuren werden von unserem Stoffwechsel in hochaktive Reglerstoffe umgewandelt . Und die wirken sich so posistiv auf den Blutdruck aus.

Die Makrele hilft sogar bei Rheuma

Außerdem: Die Omega-3-Fettsäuren im Fischfett gelangen nach der Verdauung durch die Darmwand in die Blutbahn.Und hier üben sie eine entspannende, weitende Wirkung auf die Wände der Blutgefäße aus. Dadurch sinkt der Blutdruck. Gleichzeitig sorgen die Omega-3-Fettsäuren dafür, daß die Gelenke elastischer bleiben und nicht so schnell altern. Genau aus diesem Grund empfehlen Ärzte ihren Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, regelmäßig Makrele zu essen. Die Makrele kann die Lebensqualität des Rheuma-Patienten deutlich verbessern. Das Geheimnis des Erfolges liegt darin, daß die Omega-3-Fettsäuren Entzündungen im Körper bekämpfen.

Fische sind wie eine Naturmedizin

Auf Grund dieser Erkenntnisse über die Omega- 3-Fettsäuren empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, verstärkt Meeresfisch auf den Tisch zu bringen. Denn auch Hering und Lachs können zu hohen Blutdruck senken und positiven Einfluß auf Rheuma nehmen. Fisch-Essen bringt aber noch viel mehr.

  • Die Omega-3-Fettsäuren stärken Herz und Kreislauf.
  • Sie senken zu hohe Cholesterinwerte. Wobei nachgewiesen ist: Sie senken das böse LDL-Cholesterin und heben das schützende, positive HDL-Cholesterin an.
  • Sie verbessern die Situation bei Neurodermitis und Schuppenfllechte.
  • Es gibt Studien, die nachweisen, daß die Omega-3-Fettsäuren auch einen positiven Einfluß auf die Gehirnzellen haben.

Es gibt aber auch Menschen, die besser keinen Fisch essen sollten. Bei einigen Erkrankungen darf Fisch nur sparsam verzehrt werden: Wenn zum Beispiel jemand zu Gicht oder Harnstein-Bildung neigt

Frischer Fisch aus fernen, sauberen Meeren

Zum Thema Fisch gibt es viele, viele Fragen. Ich möchte sie beantworten:

Warum ist Fisch als Lebensmittel so schnell verderblich? Der hohe Wassergehalt und das lockere Gewebe sowie Bakterien, die sich auch in der Kälte entwickeln und die den Fisch besiedeln, begünstigen die rasche Zersetzung.

Wie kann man sich vor einer Fischvergiftung schützen? Man muss beim Kauf von frischem Fisch genau darauf achten, dass die Augen glänzen, daß die Kiemen hellrot sind und das die Schuppen fest anliegen und glänzen. Das Fleisch muss elastisch sein. Wenn man mit dem Finger leicht darauf drückt, muss die Delle sofort wieder zurückgehen. Frischer Fisch darf nicht nach Fisch riechen, sondern nur nach Meereswasser.

Warum schwanken die Preise für frischen Fisch so stark in den Läden? Ist das ein Qualitäts-Unterschied? Nein. Das hängt vom jeweiligen Fisch-Fang ab. Ob alle Fischkutter rechtzeitig mit genügend Fischen in die Häfen eingelaufen sind. Ob Sturm und hoher Wellengang war. Und danach richtet sich dann auch die Fisch-Auktion. Und da werden die jeweiligen Preise gemacht.

Eines aber ist klar: Da es im Meer durch moderne, intensive Fischfangmethoden, durch Naturgewalten an manchen Stellen derzeit weniger Fische gibt, werden sie künftig auch mehr kosten. Zum Schutz von Kabeljau, Seehecht und anderen Fischsorten hat die Europäische Union die Fangquoten dieser Fische deutlich reduziert, damit sich der Fischbestand wieder erholen kann.

Woher kommen die meisten Fische, die auf unseren Tellern landen? Die wenigsten Fische kommen aus deutschen Gewässern. Ein Großteill kommt aus norwegischen Gewässern, oder aus dem Ochotskischen Meer zwischen Rußland und China, aus der Bering-See sowie aus dem Nord-Pazifik und dem Süd-Atlantik. Das sind alles noch saubere Gewässer.

Keine Angst vor Tiefkühlfisch

Es gibt frischen Fisch. Es gibt tiefgekühlten Fisch. Welchen Stellenwert hat der Fisch aus der Tiefkühltruhe? Einen höheren, als manche denken. Nur 15 Prozent der gefangenen Fische werden als Frischfisch verkauft. 29 Prozent als Konserven, 10 Prozent als pikante Fischspezialitäte wie Gabelroller, Aspik-Heringe, Matjes und 25 Prozent werden tiefgekühlt angeboten.

Und dieser Fisch ist im Grunde genommen der frischeste. Der Beweis: Er riecht nicht nach Fisch, wenn man die Packung öffnet. Tiefgekühlter Fisch kommt aus einer schwimmenden Fabrik. Ein Beispiel: Fische wie der Alaska-Seelachs, die im Ochotskischen Meer gefangen werden, werden an Bord des Fangschiffes gleich ausgenommen, zerlegt, entgrätet, filetiert und am Stück tiefgekühlt. Von da ab kommt der Fisch in einer lückenlosen Tiefkühlkette bis zum Laden oder wird durch Tiefkühlfirmen direkt ins Haus in das Tiefkühlfach geliefert. Frischer Fisch hingegen ist oft ein paar Tage bis zum Verbraucher unterwegs.

Und noch ein Vorteil: Tiefkühlfisch wird nicht in einer Auktion erstanden. Da gibt es feste Preise. Darum sind die Preise in der Tiefkühltruhe stabil. Tiefkühlfisch gibt es seit 1957. Als erstes wurden damals Fischstäbchen angeboten. Manche sagen Fischstäbchen werden aus Fischresten hergestellt. Das ist Unsinn. Sie werden auf hoher See aus besten Fischfilets hergestellt.

Fisch hat wenig Kalorien

Für Schlankheits-Bewußte: Welche Fische haben die wenigsten Kalorien? Der Atlantik-Seelachs: 100 Gramm haben nur 85 Kalorien. 100 Gramm Scholle haben nur 70 Kalorien,100 Gramm Seezunge 90 Kalorien, 100 Gramm Rotbarsch: 92 Kalorien.100 Gramm Kabeljau: 73 Kalorien. Hingegen 100 Gramm Makrele aus dem Mittelmeer: 200 Kalorien. Lachs: 217 Kalorien.