Makrele hilft gegen Makuladegeneration

Makrele hilft gegen Makuladegeneration

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Makuladegeneration - ein Schreckenswort für viele ältere Menschen. Eine Augenkrankheit, die sehr oft mit Erblinden endet. Allein in Deutschland leiden rund zwei Millionen an dieser Erkankung der Netzhaut. Jetzt haben Wissenschaftler der hoch angesehenen Tufts University (Boston/USA) in einer Studie nachgewiesen: Wer viel Makrele isst kann dieser Krankheit vorbeugen und einen Heilungsprozeß unterstützen. Ursache dafür: Die Omega 3-Fettsäuren dieses Fisches. Die Wissenschaftler raten: Zwei- bis dreimal pro Woche eine Mahlzeit mit Makrelen einnehmen.

Bei fortschreitender Krankheit (sie beginnt meist nach dem 50. Lebensjahr) sterben Zellen der Netzhaut ab, die Sehfähigkeit im zentralen Gesichtsfeld nimmt stark ab, die Makuladegenration beginnt. Ihre Folgen sind:

  • Die Abnahme des Kontrastempfindens.
  • Die Sehschärfe und die Lesefähigkeit nehmen ab.
  • Die Fähigkeit Farben zu unterscheiden lässt nach.
  • Es gibt Probleme bei sich verändernden Lichtverhältnissen.
  • Man empfindet Helligkeit schneller als Blendung.
  • Autofahren bei Nacht wird zum Problem.
  • Es wird für Erkrankte immer schwerer, Gegenstände deutlich zu erkennen. Sie sehen zwar ein Schild, nicht aber die Schriftzeichen oder Symbole die darauf abgebildet sind. Oder sie sehen eine Uhr, können aber die Zeiger nicht mehr erkennen.

 

Die Makuladegeneration ist eine fortschreitende Erkrankung. Wie schnell sie fortschreitet ist individuell verschieden. Bisher ist es der Wissenschaft noch nicht gelungen eine für alle Betroffenen gültige Therapie zu entwickeln. Auch die herkömmlichen Laserbehandlungen sind oft nicht erfolgreich. Spritzen, mit denen ein krankheitsauslösendes Hormon gehemmt werden kann, müssen immer wieder direkt in den Glaskörper gesetzt werden. Chirurgische Eingriffe wie die Makularotation sind sehr aufwändig. Die bisherigen Ergebnisse sind allerdings ermutigend.

Aber nun lässt eine Studie der renommierten Tufts University in Boston (USA) aufhorchen und gibt neue Hoffnung. Dort nahmen 3 000 Probanden an einem Test für Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel statt. Dabei wurde festgestellt, daß die vor allem in Makrelen und Lachs enthaltenen Omega 3-Fettsäuren, den Krankheitsverlauf bei eine Makuladegeneration verlangsamen und sogar stoppen können. Die Forscher gehen davon aus, daß die Omega 3-Fettsäuren der Fische gegen die altersbedingte Makuladegeneration helfen, weil sie nach der Mahlzeit Fettwerte im Blut verändern, die für den Körper schädlich sein können. So senkt zum Beispiel regelmäßiger Genuß von Makrelen nachweislich auch den Cholesterinwert.

Es wird daher geraten, zwei- bis dreimal in der Woche einen fettreichen Fisch wie Makrele oder Lachs zu essen.