Zwiebeln: Medizin gegen Allergien

Zwiebeln: Medizin gegen Allergien

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Wenn man über Küchenkräuter und Pflanzen als Heilmittel spricht, dann kommt man um die Zwiebel nicht herum. Die Zwiebel ist das in unserer Küche wohl am meisten verwendete Gewächs, es gibt kaum ein Gericht, bei dem sie nicht Verwendung findet. Aber auch in der Heilkunst ist die Zwiebel seit urdenklichen Zeiten zu hause. Sie ist die absolute Allrounderin, unglaublich vielfältig einzusetzen.

Die Zwiebel schützt vor Allergien

In der Zwiebel sind fast alle Vitamine vertreten die wir kennen. Besonders reich ist sie an Vitamin C. Außerdem enthält sie Kalium und Kalzium, sowie die Mineralstoffe Jod, Phosphor, Eisen und Selen. Besonders wichtig für die Naturarznei sind die Phytonzide, beißende, schwefelhaltige ätherische Öle . Die lassen uns weinen, wenn wir Zwiebeln schneiden. Zusätzlich wurde von der Medizinforschung in der Zwiebel der Pflnzenfarbstoff Quercetin entdeckt. Der macht unseren Organismus stark gegen Allergien, weil er die Produktion der allergieauslösenden Histamine in unserem Körper blockiert. Außerdem enthält sie Prostaglandin A, das senkt zu hohen Blutdruck.

Das medizinische Allheilmittel

Die Liste der Beschwerden, gegen die man mit den Inhaltsstoffen der Zwiebel vorgehen kann, ist lang:

  • BRONCHITIS: Schneiden Sie eine Zwiebel in kleine Würfel und kochen Sie die in drei Liter Wasser einmal auf. Dann nehmen Sie den Topf vom Herd und atmen die aufsteigenden Zwiebeldämpfe ein.
  • HUSTEN: Hacken Sie eine Zwiebel ganz fein, geben Sie drei Esslöffel Honig dazu und lassen Sie das Ganze 24 Stunden stehen. Von dem Sirup der dabei entsteht lassen Sie jede Stunde einen Teelöffel im Mund zergehen.
  • HALSSCHMERZEN: Eine Zwiebel ganz fein hacken, die Masse in ein Tuch wickeln und um den Hals binden. Darüber ein Wolltuch. Zwei Stunden auf den hals einwirken lassen.
  • HEISERKEIT: Eine Zwiebel in Ringe schneiden und diese in einen Suppenteller mit einem Viertelliter lauwarmem Wasser legen. Dann die Zwiebelringe herausnehmen, von dem Zwiebelwasser etwas trinken, mit dem Rest kräftig gurgeln.
  • SCHLAFPROBLEME: Einen Viertelliter Milch in einem Topf zehn Minuten ziehen lassen - nicht kochen. Dann schneiden Sie eine Zwiebel in zwei Hälften und legen diese mit den Schnittflächen nah unten in die Milch, so daß die ätherischen Öle der Zwiebel in die Milch übergehen können. Zudecken. 15 Minuten ziehen - aber nicht kochen - lassen. Dann die Zwiebelhälften herausnehmen, die Zwiebelmilch in eine Tasse gießen, mit etwas Honig süßen und vor dem Zubettgehen in kleinen Schlucken trinken.

Aus meinem Buch "Die heilende Kraft der Küchenkräuter", erschienen im Kneipp-Verlag, zwei Zwiebel-Rezepte:

 

Rezept Zwiebelsuppe mit Ackersenf

Zutaten für 4 Portionen, pro Portion 225 kcal.

  • Fünf Esslöffel Öl,
  • eine Prise Zucker,
  • fünf Zwiebeln,
  • 40 g Dinkelmehl,
  • zwei Liter Wasser,
  • Salz,
  • Pfeffer,
  • ein Spritzer Essig,
  • Suppenwürze,
  • 200 g Kartoffeln,
  • ein Bund Ackersenf.

Die blättrig geschnittenen Zwiebel mit einer Prise Zucke in Öl anrösten, mit Mehl stauben, aufgießen und verkochen lassen. Die Suppe pürieren, würzen und mit gekochten Kartoffelwürfeln und fein gehacktem Ackersenf servieren.

Rezept Vollreis mit Linsen

Zutaten für 4 Portionen, pro Portion 230 kcal.

  • 160 g Vollreis,
  • 200 g Linsen,
  • dreiviertel Liter Wasser,
  • zwei große Zwiebeln,
  • zwei Knoblauchzehen,
  • ein Esslöffel Maiskeimöl,
  • Gemüseextrakt,
  • Kräutersalz,
  • eine große Zwiebel.

Linsen über Nacht in Wasser einweichen, Vollreis sorgfältig waschen. Die kleingeschnittene Zwiebel und die Knoblauchzehen in Öl glasig dünsten, mit dem abgetropften Reis vermengen und so lange rösten, bis die Zwiebeln goldgelb sind. Das ganze mit Wasser aufgießen, die Linsen und den Gemüseextrakt zugeben und 25 Minuten lang kochen. Der Vollreis wird zum Schluss mit Kräutersalz abgeschmeckt und mit den gerösteten Zwiebelringen verziert.