Pfefferminze für guten Schlaf

Pfefferminze für guten Schlaf

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Die Pfefferminze ist ein Pflanze, die ihren Weg aus der Küche in die Naturmedizin schon längst gefunden hat. Sie ist ein sehr vielseitiges Küchenkraut, man würzt mit ihr Lammfleisch, Fisch, Gurken, Tomaten und Hülsenfrüchte. Auch zu neuen Kartoffeln passt sie hervorragend. Trotz dieser vielfältigen Verwendung in einer gesunden Küche ist sie vor allem aber ein Heilkraut. Es gibt rund 33 Minzearten. Wichtig ist in der Naturmedizin aber nur die Pfefferminze. Auch davon gibt es wieder drei Arten: Die englische Pfefferminze, die Edelpfefferminze und die Tee-Pfefferminze, die wir als Tee-Pfefferminze kennen.

Pfefferminze: Heilkraft von innen und außen

Alle drei Arten sind reich an dem ätherischen Öl Menthol, sie enthalten aber auch die Stoffe Limonen, Eukalyptol Und Menthen. Wichtig sind auch noch: Rosmarinsäure, Kaffeesäure, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Pfefferminze wird in der Naturmedizin sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt.

  • Pfefferminze fördert den Gallenfluss und die Produktion der Gallenflüssigkeit.
  • Wegen ihres Gehalts an Flavonoiden wirkt Pfefferminze krampflösend.
  • Pfefferminze verstärkt die Produktion von Speichel und Magensäure. Dadurch wird die Verdauung gefördert. Und deshalb darf man Pfefferminze nicht bei Sodbrennen einsetzen.
  • Ihre Gerbstoffe bekämpfen Bakterien im Darm und wirken gegen Durchfall.
  • Füllen Sie ein Kräuterkissen mit getrockneten Pfefferminze-Blättern und legen Sie es neben das Kopfkissen: Hilft beim Einschlafen.
  • Spannungskopschmerz kann man mit Pfefferminzöl bekämpfen: 10%iges Öl (Apotheke), in Stirn, Nacken und Schläfen einreiben. Wirkt wie ein starkes Kopfschmerzmittel - aber ohne Nebenwirkungen.

Pfefferminz-Heiltee selber machen

Sie können sich Ihren Heiltee selbst zubereiten:

Ein gehäufter Esslöffel getrocknete Pfefferminzeblätter (Apotheke) mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen. Acht bis zehn Minuten ziehen lassen, durchseihen, trinken.

Tee aus frischen Blättern geht so: Pro Tasse vier Blätter, waschen, zerhacken, mit kochendem Wasser übergießen. Bis 20 zählen, das Wasser weggießen mit kochendem Wasser neu aufgießen. Jetzt zwei Minuten ziehen lassen, lauwarm trinken. Pfefferminztee ist nicht für den Dauergebrauch geeignet.

Aus meinem Buch "Die heilende Kraft der Küchenkräuter", erschienen im Kneipp-Verlag, drei Rezepte für die Verwendung von Pfefferminze.

 

Pfefferminzöl selber machen

Zwei Handvoll frische Pfefferminze gut waschen, klein schneiden, in eine Flasche mit Schraubverschluss füllen. Darüber einen halben Liter kaltgepresstes Olivenöl gießen. Fest verschlossen sechs Woche auf einer sonnigen Fensterbank stehen lassen. Danach das Öl abseihen und in braune, lichtgeschützte Flaschen umfüllen. Das Öl zum Einreiben und Einmassieren verwenden.

Pfefferminztinktur selber machen

30 frisch Pfefferminzblätter in ein gut verschließbares Glasgefäß geben, mit 40%igem Korn übergießen. Gut verschlossen an einem warmen Ort aufbewahren. Nach vier Wochen abseihen, abfüllen und für weitere vier Wochen ruhen lassen. Diese Tinktur wirkt gegen Blähungen und Völlegefühl.

Pfefferminzlikör selber machen

Übergießen Sie eine Handvoll frische Pfefferminzeblätter in einem gut verschließbaren Gefäss mit einem halben Liter 40%igem Korn. Das Gefäss zehn Tage an einem dunklen Ort aufbewahren. Dann einen dreiviertel Liter Wasser und 250 g Zucker zu einem Sirup verkochen, abkühlen lassen und mit dem Pfferminzansatz vermischen. Abseihen und dabei die Pfefferminzeblätter gut ausdrücken. Den Likör in eine Flasche füllen und kühl lagern. Mit Mineralwasser und einem Schuss Zitronensaft gibt der Likör an heißen Tagen ein erfrischendes Getränk ab.