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Meerrettich bekämpft Bakterien

Meerrettich bekämpft Bakterien

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Für die meisten Menschen ist Meerrettich ein wunderbares Gewürz für Rindfleisch, Lachs, geräucherte Forelle oder kalten Schweinebraten. Er kann in jedem Garten wachsen, professionell angebaut wird er vor allem in Franken. Die scharfe Wurzel baut im Sommer ihre Vitalstoffe auf, die wir dann in der kalten Jahreszeit nutzen können. Und nicht nur für die Küche, denn Meerrettich ist ein hervorragendes Heilgewürz.

Der Hauptwirkstoff der Meerrettichwurzel ist ein Glykosid mit dem Namen Sinigrin. Durch spezielle Enzyme werden daraus Senföle - sobald Sauerstoff dazu kommt. Wenn man nun den Meerrettich reibt, werden diese Öle als Dämpfe frei. Wenn wir sie einatmen oder wenn sie uns in die Augen geraten, werden die Tränendrüsen angeregt - es treibt uns die Tränen in die Augen.

Was der Meerrettich alles kann

Es sind die Senföle, die den Meerrettich für unsere Gesundheit so wertvoll machen. Das können sie bewirken:

  • Sie bekämpfen schädliche, krankmachende Bakterien in unserem Körper. Deshalb trägt Meerrettich auch den Beinamen: "Penicillin aus dem Garten."
  • Sie sorgen dafür, dass Schadstoffe aus unserem Körper schnell abtransportiert werden.
  • Sie helfen uns, schneller mit einer Erkältung fertig zu werden.
  • Sie stärken und schützen unsere Atemwege und auch den Rachenraum.
  • Sie regen Magen und Darm an und reinigen den Darm von Fäulniserregern, Gär- und Giftstoffen.

Meerrettich als Heilmittel

So können Sie den Meerrettich als Heilmittel einsetzen:

  • Die Wurzel reiben und die ätherischen Dämpfer bewusst einatmen. Das hilft gegen Husten und Schnupfen.
  • Machen Sie eine Meerrettich-Inhalation, wenn die Atemwege und die Bronchien verstopft sind. Schneiden Sie eine Wurzel in viele kleine Scheiben, bohren Sie ein Loch in die Scheiben und fädeln sie die auf eine Schnur auf. Die hängen Sie sich wie eine Kette um den Hals, ab ins Bett und bis zur Nasenspitze zudecken. Durch die Wärme werden die Senföle frei und entwickeln heilende Kräfte.
  • Hochwirksam gegen Husten ist folgendes Rezept: 2 Esslöffel geriebenen Meerrettich mit Zwiebelsaft und Honig verrühren und einige Stunden stehen lassen. Von dieser Mischung alle 3 Stunden 1 Teelöffel einnehmen.
  • Sie haben Gicht oder rheumatische Beschwerden? Dann nehmen Sie 3 x täglich 10 Tropfen Meerrettich-Saft (Reformhaus, Drogerie) ein. Das verhindert auch Blähungen.
  • Meerrettich hilft auch äußerlich. Bei unreiner Haut machen Sie folgende Meerrettich-Waschung: Ein Esslöffel geriebener oder sehr klein geschnittener Meerrettich wird mit einem Liter kochendem Wasser übergossen und über Nacht stehen gelassen. Morgens durchseihen, einen Wattebausch eintauchen und damit das Gesicht säubern.
  • Sogar gegen Frostbeulen hilft Meerrettich. Zwei Esslöffel geriebenen Meerrettich mit 1/2 Liter heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, dann in eine Fußbad gießen, die Füße eine Viertelstunde darin baden.

Aus meinem Buch: "Die heilende Kraft der Küchenkräuter" (Kneipp Verlag) stammen folgende Rezepte:

 

Rezept: Schinken mit Meerrettich-Aufstrich

Zutaten für 6 Portionen, je Portion 106 kcal.

  • 140 g Beinschinken
  • milder Apfel-Meerrettich aus dem Glas
  • 2 Eier
  • 50 g Frischkäse (mit Kräutern) 45% F.i.T.
  • gemahlener Pfeffer
  • einige Tropfen Tabasco
  • eine Prise Salz

Den Beinschinken von den Fetträndern befreien und fein hacken. Die Eier hart kochen, kalt abschrecken und ebenfalls klein schneiden. Unter den gehackten Schinken die Eier, den Apfel-Meerrettich und den Frischkäse rühren. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Rezept: Meerrettich-Aufstrich

Zutaten für 6 Portionen, pro Portion 70 kcal.

  • 250 g Quark (20% F.i.T.) 
  • zwei Esslöffel Joghurt (1% Fett)
  • 20 gr frisch geriebener Meerrettich
  • 20 g weiche Butter
  • Salz und Pfeffer

Den Quark mit der Butter schaumig rühren. Das Joghurt und den Kren beimischen und verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.