Knieprothese: Operation vermeiden

Wir sind Weltmeister. Nicht nur im Fussball, sondern auch im operativen Einbau von Kunstgelenken an Knie und Hüften. Mehr als drei Millionen Deutsche laufen mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk herum. Sehr oft aber ist die Freude am neuen Gelenk nur kurz: Es muss nachoperiert werden. Die Zahl dieser Operationen steigt und steigt. Der Gelenkspezialist Prof. Dr. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg, nennt den Grund: "Es werden zu oft zu schnell künstliche Gelenke eingesetzt".

Und bei diesen Operationen werden möglichen Folgen zu oft nicht bedacht. Das ist von Übel. Der Spezialist: " "Muss eines dieser künstlichen Hüftgelenke oder die Knieprothese ersetzt werden, sind diese Zweitoperationen oft viel kompliziert und stellten für den Patienten eine erhebliche Beeinträchtigung dar." Das reiche beim Kniegelenk durch Verlust des Bandapparates bis hin zu achsgeführten Prothesen, bei Hüftprothesen bis hin zum Teilersatz des Beckens. "Und oft seien solche Folgeoperationen schon wenige Jahre nach der Erstoperation erforderlich", so der Klinikchef.

Oft ist natürliche Hilfe besser

Die Chirurgen beginnen aus dieser Entwicklung bereits Lehren zu ziehen.  Es werden jetzt grundsätzlich Überlegungen angestellt, ob dem Patienten nicht auch auf konventionelle Weise besser geholfen ist als durch eine Operation. Konventionelle Massnahmen sind Massagen, Bäder, Wärmebehandlungen, Krankengymnastik und eine auf die Erkrankung umgestellte Ernährung.

Ich war immer schon der Meinung, dass man Gelenkschmerzen nicht nur durch Operationen und den Einbau künstlicher Gelenke beseitigen kann. Hier einige hilfreiche Tipps:

  • Sie müssen in Beengung bleiben, totale Schonung ist schädlich uns verstärkt das Problem nur: Bewegen Sie die Gelenke sanft, aber stetig. Gemütliches Wandern auf nicht asphaltierten Wegen, schwimmen in warmem Wasser.
  • Machen Sie aus Ihren Nahrungsmitteln eine Medizin: Verzicht auf Schweinefleisch, Wurst und Schinken. Ändern Sie Ihre Nahrung von sauer auf basisch. Das bedeutet Obst, Gemüse, Fisch, Vollkornprodukte . Hier muss ich ausdrücklich die Pellkartoffel loben - sie istb ein sehr vasenreiches Nahrungsmittel.
  • Und verwenden Sie die guten alten Wickel. Machen Sie eine Senfkompresse für die schmerzenden Gelenke. Dazu rühren Sie vier EL Senfmehl mit lauwarmem Wasser zu einem streichfähigen Brei. Den schlagen Sie in ein Leintuch ein und legen dieses auf das schmerzende Gelenk. Am Anfang drei bis fünf Minuten, langsam auf eine Viertelstunde steigern. Nicht länger als fünf Tage anwenden.
  • Oder: Reiben Sie drei EL Beinwellwurzel, verrühren Sie die gerieben Wurzel mit heissem Wasser zu einem festen Brei, warm in ein Tuch geben und aufleghen. Nach drei Stunden einen neuen Wickel machen.