Ihr dicker Bauch: Das Risiko für die Gesundheit

Ihr dicker Bauch: Das Risiko für die Gesundheit

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Wir leben gut, wir bewegen uns zu wenig, die Folgen sieht man millionenfach: Menschen mit einem dicken Bauch. Wahrscheinlich gehören Sie auch dazu. Also strengen sich viele an, diesen dicken Bauch loszuwerden. Das ist gut und wichtig, denn es geht beim Thema "Dicker Bauch" gar nicht so sehr um Ihr Aussehen, es geht vor allem um Ihre Gesundheit. Denn ein großer Bauchumfang bedeutet immer auch eine große Ansammlung von Bauchfett – und das ist gefährlich für Ihre Gesundheit. Denn mit zu viel Bauchfett vergrößert sich das Risiko für viele Krankheiten.

Dazu gehören Diabetes, der Kreislauf, Herzinfarkt, Schlaganfall und Gelenkprobleme. Wer also wegen falscher Ernährung, falscher Lebensweise und zu wenig Bewegung deutliches Übergewicht und viel Bauchfett hat, der ist gefährdet. Und er verkürzt sein Leben. Lesen Sie jetzt, warum gerade das Bauchfett so gefährlich ist, wie man es misst und wie Sie es verringern können.

Alles zum Bauchumfang

Nach bisherigen Erkenntnissen erhöht sich das Risiko für eine der genannten Erkrankungen bei Männern schon bei einem Bauchumfang von 94 Zentimetern, bei Frauen sind es 80 Zentimeter. Erhöht sich der gemessene Bauchumfang bei Männer auf 102 Zentimeter und darüber, dann ist das Risiko bereits deutlich erhöht. Bei Frauen trifft das zu, wenn der Bauchumfang auf 88 Zentimeter und mehr steigt. Wenn Sie diese Werte erreichen oder sogar darüber liegen, dann sollten Sie Leben und Ernährung ändern, Fett verlieren und so den Bauchumfang verringern.

Was ist am Bauchfett so gefährlich?

Wenn wir wegen unserer Ernährung und mangelndem Sport Fett ansetzen, dann speichert der Körper dieses an bestimmten Körperstellen. Meistens an den Schenkeln, am Po, an den Oberarmen, im Brustbereich und eben am Bauch und den Hüften. Wir müssen zwei Sorten von Fettansammlungen unterscheiden: das subkutane und das viszerale Fett. Ersteres ist von außen sichtbar (Po und Hüfte), befindet sich direkt unter der Haut (Unterhautfettgewebe), wirkt isolierend gegen Kälte und ist ein Energiespeicher in dem der Körper überschüssige und nicht verbrauchte Kalorien einlagert. Dieses Fett kann sich auch am Bauch ablagern und dann wird es zu einem Hinweis, den Sie unbedingt beachten sollten. Denn dann hat sich in Ihrer Bauchhöhle rund um wichtige Organe bereits ein viszerales Fettgewebe gebildet – und das kann gefährlich werden. Unter anderem auch für Ihr Herz. Warum ist das so? Das viszerale Fett ist stoffwechselaktiv, es setzt bis zu 200 Botenstoffe frei, die sich unter anderem auf den Blutdruck auswirken, es beeinflusst die Ausschüttung von Insulin, kann also einen Diabetes auslösen, erhöht das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Generell ist es schädlich für das Herz. Was wichtig ist: Je mehr Bauchfett Sie ansetzen, desto mehr Botenstoffe werden freigesetzt, desto größer ist das Risiko für Ihre Gesundheit. Dieses innere Bauchfett können Sie leicht feststelle: Wenn Sie einen straffen vorgewölbten Bauch haben, der richtig fest ist – dann haben Sie das gefährliche innere Fett. Schwabbelt es aber bei Ihnen so um Bauch und Hüfte herum, dann ist das zwar unschön – aber nicht so gefährlich.

So messen Sie den Bauchumfang richtig

Es ist also für Ihre Gesundheit nicht unwichtig, wenn Sie Ihren Bauchumfang regelmäßig kontrollieren und messen. Das geht so am leichtesten:

  • Stellen Sie sich am Morgen nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück im Badezimmer nackt vor einen Spiegel.
  • Gemessen wird dort, wo Ihr Bauch den größten Umfang hat: Das ist in der Regel etwa auf Höhe Ihres Nabels.
  • Machen Sie folgende Messungen:
    a. Den Bauch ganz einziehen und dann messen
    b. Den Bauch total entspannen und herausstrecken – dann messen
    c. Den Bauch entspannen und in der normalen Mittellage messen. Diese Messung ergibt den wichtigsten Wert, Sie brauchen Sie für die oben angeführten Zielwerte. Aber auch die anderen Messwerte sollten Sie sich notieren.

Achten Sie darauf, dass Ihr Maßband immer einen engen Kontakt zur Haut hat.

So werden Sie das Bauchfett los

Wenn sich um die Körpermitte immer mehr Fett ansammelt, dann hat das verschiedenen Gründe. Das Alter und die Gene spielen dabei auch eine Rolle – aber sie sind nicht entscheidend. Die wichtigsten Faktoren sind: Mangelnde Bewegung, kaum Sport, eine ungesunde und zu kalorienreiche Ernährung. Inn Sachen Bewegung gibt es eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation: Jeden Tag mindestens 10 000 Schritte gehen (kann man mit einer Gesundheitsap auf dem Handy kontrollieren). Regelmäßig Sport treiben. Und zwar einen Sport, bei dem es nicht auf Leistung, sondern auf Ausdauer ankommt (laufen, wandern, schwimmen, Rad fahren). Sorgen Sie einfach dafür, das Sie im Alltag nicht jeden Meter mit dem Auto zurücklegen, dann kriegen Sie die 10 000 Schritte schnell zusammen – und Sie werden nicht dicker, sondern nehmen ab. Dabei ist ein große Verzehr an fetthaltigen Nahrungsmitteln nicht die einzige Ursache für Ihren Fettbauch. Sie müssen mehr Ballaststoffe essen, dafür unbedingt weniger Zucker. So verhindern Sie Diabetes und Ihr Herz bleibt gesund. Ein hoher Insulinspiegel (Zucker, Süßigkeiten, Kohlenhydrate, süße Limonaden) lassen den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Dieser erhöhte Blutzuckerspiegel führt zu Diabetes und bewirkt, dass der Körper besonders viel Fett einlagert. Das wiederum belastet den Kreislauf und das Herz. Also, wenn Sie immer dicker werden, dann sollten Sie Ihre Ernährung umstellen: Weniger Fett (Butter, Schmalz, Fleisch, Käse, Milch und Kohlehydrate). Der Erfolg stellt sich dann überraschend schnell ein: Das Bauchfett verschwindet schneller als die Polster an Po und Hüfte.

Kriege ich das Bauchfett ganz gezielt los?

Das ist leider fast unmöglich. Aber – das Fett um die Körpermitte verschwindet schneller als an Po und Hüfte. Unser Körper holt sich Energie am liebsten aus dem Bauchfett, weil dieses ein stoffwechselaktives Gewebe ist. Also: Mehr Sport, mehr Bewegung – am besten im Kontakt mit anderen Abnahmewilligen. Wenn Sie dann noch den Energiebedarf durch gezieltes Bauchmuskeltraining erhöhen, dann wird der Bauch schwinden und das Risiko für viele Krankheiten geringer. Und das hilft ja Ihrer Gesundheit.