Ich sehe immer schlechter: Was kann mir nachhaltig helfen?

Ich sehe immer schlechter: Was kann mir nachhaltig helfen?

© Pixaby

Wer gut sehen kann, der ist ein glücklicher Mensch. Denn er kann unsere schöne Welt in ihrer ganzen Pracht sehen, er kann drohende Gefahren rechtzeitig erkennen und er kann gut lesen. Aber es gibt immer weniger Menschen auf der Welt, die keine Probleme mit ihren Augen haben. Die Zahl der Menschen die Sehhilfen brauchen, die an schwachen Augen leiden, die nimmt immer mehr zu.

In vielen Teilen Asiens steigt die Zahl der Kurzsichtigen rasant an. Und bei uns in Europa und auch in Deutschland ist bereits jeder zweite junge Mensch kurzsichtig. Die Wissenschaftler suchen fieberhaft nach den Ursachen für diese massenhaft schwindende Sehkraft. Teilwiese ist klar, dass diese vermehrte Kurzsichtigkeit mit unseren sich verändernden Lebensumständen zusammenhängt. Was aber kann ich selbst am besten tun, um mich nicht über kurz oder lang mit einer Brille auf der Nase wiederzufinden? Was kann mir nachhaltig helfen, meine Sehkraft auf Dauer zu erhalten? Hier Erläuterungen und Antworten zu diesem wichtigen Thema.

Ihr Auge braucht Training

Wenn wir auf die Welt kommen sind wir zwar nicht blind, aber unser Auge kann noch nicht richtig sehen. Volles Farbsehen, scharfe Bilder und die Wahrnehmung von weiter entfernten Dingen und Bewegungen entwickeln sich erst mit der Zeit. Das Sehvermögen wächst nach und nach. Erst zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr hat sich das Auge voll entwickelt. Hier einige Tipps, mit denen Sie Ihre Augen trainieren können:

  • Malen Sie auf ein Papier mit Buntstiften mehrere bunte Linien auf, die alle durcheinander gehen. Halten Sie ein Auge zu und folgen Sie mit dem offenen Auge einer der Linien ohne dabei den Kopf zu bewegen. Das stärkt Ihre Augenbeweglichkeit.
  • Schreiben Sie auf dem Bildschirm Ihres Computers ein Wort. Gehen Sie dich ran bis es verschwimmt und unlesbar wird. Dann gehen Sie so weit vom Bildschirm weg, bis Sie es normal lesen können. Mehrmals wiederholen. Damit lockern Sie die Augenmuskeln und erhalten Ihre Sehschärfe. Das beugt auch müden uns trockenen Augen vor.
  • Gehen Sie an einen Gegenstand so nahe heran, versuchen Sie dabei die Sehschärfe zu erhalten, bis Sie leicht schielen. Mehrmals wiederholen. Das fördert die räumliche Wahrnehmung und das beidseitige Sehen.
  • Ordnen Sie auf einem Blatt viele kleine Quadrate zu einem Gitter in der Höhe und Breite an. Sie müssen sich in der Farbe vom Untergrund unterscheiden. Das ist das sogenannte Hermann'sche Gitter. An den Gitterkreuzungen werden Sie graue Flecken sehen. Die existieren nicht wirklich, sondern nur in Ihrem Gehirn. Versuchen Sie, einen dieser Punkte zu fixieren, er wird verschwinden. Mit dieser Übung trainieren Sie die Raumwahrnehmung, Ihre Gehirnleistung sowie die Farb- und Kontrastwahrnehmung.
  • Machen Sie beide Augen zu und stellen Sie sich eine Uhr vor. Ihre Augen wandern hinter den geschlossenen Lidern von der Mitte zur Eins, dann zur Zwei usw. Bis Sie an der Zwölf sind. Nach jeder erreichten Zahl gehen Sie wieder zur Mitte zurück. Machen Sie diese Übung, bis Sie alle Uhrzeiten einmal erreicht haben.
  • Sie sitzen am Bildschirm und arbeiten. Machen Sie doch einfach alle 20 Minuten für 20 Sekunden eine Pause und schauen Sie in die Ferne. Wenn Sie das regelmäßig machen, dann bewahren Sie Ihre Augen vor der Kurzsichtigkeit und ersparen sich das Tragen einer Brille.

Kurzsichtigkeit durch den Computer verhindern

Bei ständiger Computerarbeit droht vielen Menschen in Deutschland die Kurzsichtigkeit. Der können Sie vorbeugen, sodass Sie keine Brille brauchen. Es ist ganz einfach und kann Ihnen den Gang zum Augenarzt ersparen. Lösen Sie den Blick vom Bildschirm und schauen Sie in die Weite. Danach schließen Sie die Augen für zehn Sekunden, dann die Augen öffnen und nach oben schauen. Wieder schließen, dann öffnen und nach unten schauen. Abwechselnd auch nach links und rechts blicken. Dieses Training ist wie eine Massage für Ihre Auge. Die Übungen lockern die starre Augenmuskulatur und verbessern die Durchblutung. Damit können Sie die Kurzsichtigkeit auch ohne den Gang zum Augenarzt verhindern.

Die richtige Ernährung für Ihre Augen

Die Augen sind ein Organ und brauchen wie jedes andere Körperorgan die richtige Ernährung. Für die Gesundheit Ihrer Augen sind vor allem Vitamine wichtig. „Karotten sind gut für die Augen“, den Spruch kennen wir alle. Er stimmt. Es ist das in Karotten enthalten Carotin, das für unsere Sehkraft so wichtig ist. Sie sollten also zusehen, das Sie Tag für Tag ausreichend Vitamine zu sich nehmen. Hier einige Tipps: Am besten eignen sich Paprika, Rote Rüben, Karotten, Feldsalat, Brokkoli und Zitrusfrüchte. Die brauchen Sie für eine augenfreundliche Ernährung. Auch grünes Gemüse wie Spinat, Erbsen oder Grünkohl sind wichtig für Ihre Augen. Ist die Versorgung mit Vitaminen unzureichend, dann kann es bei Ihren Augen zu Mangelerscheinungen kommen, die Sehkraft lässt nach, Sie müssen zum Arzt. Die Symptome sind: Kurz- oder Weitsichtigkeit, müde Augen, Probleme beim Autofahren bei Dunkelheit oder Regen.

Sie brauchen leider eine Brille: Ab zum Arzt

Sie werden älter und Sie merken: Mir verschwimmen beim Lesen die Buchstaben vor den Augen, ich kann weiter entfernte Gegenstände nicht mehr erkennen, meine Augen werden jeden Tag schlechter. Der Kontakt mit anderen Menschen wird schwierig, weil ich so schlecht sehen kann. Treten diese Symptome auf, dann wird es Zeit zum Arzt zu gehen. Der wird Ihre Sehkraft prüfen und Ihnen notfalls zu einer Brille raten.

Wann sollten Sie zum Augenarzt gehen?

Der Augenarzt wird feststellen, welche Symptome durch Ihre Augenprobleme ausgelöst wurden. Hier einige wichtige Tipps:

  • Früherkennung von Schielen oder Fehlsichtigkeit:
    Da kann vor allem Kindern geholfen werden. Wenn Ihr Kind etwa ein halbes Jahr alt ist, dann sollte bei erhöhtem Risiko (Fehlsichtigkeit in der Familie, Schielen und Frühgeburt) eine gründliche Untersuchung seiner Augen stattfinden. Generell sollten alle Kinder im Alter zwischen 31 bis 42 Monaten einer Prüfung ihrer Augen unterzogen werden.
  • Früherkennung des Grünen Stars
    Viele Menschen sind zwar bei guter Gesundheit, aber Ihre Sehkraft lässt rapide nach: Sie haben den "Grünen Star." Diese Augenkrankheit kann durch eine Operation beseitigt werden. Um ihre Symptome rechtzeitig zu erkennen, hilft die Früherkennung: Für jeden Patienten der Verwandte 1. Grades hat, die unter einem Grünen Star leiden. Generell ab dem 40. Lebensjahr. Ab dem 30. Lebensjahr für dunkelhäutige Menschen.

Eine Netzhautablösung gehört zu den Krankheiten die sehr häufig die Gesundheit der Augen bedrohen. Deshalb sollten Sie unbedingt zu jedes Jahr einer Netzhautvorsorgeuntersuchung gehen wenn sie an einer Kurzsichtigkeit ab drei Dioptrien leiden.
Bei vielen Menschen schreitet die Sehverschlechterung nur langsam voran, wird oft zu spät bemerkt. Aber das Risiko für diese Augenkrankheit steigt mit dem Alter. Deshalb sollten Sie ab dem 60. Lebensjahr alle Symptome vom Arzt abklären lassen.
Ab dem 40. Lebensjahr ist ein Augenarzt-Check für Verkehrsteilnehmer zur Vermeidung von Gefahrensituationen sehr zu empfehlen.