Hund und Katze dürfen nicht in Ihr Bett

Hund und Katze dürfen nicht in Ihr Bett

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Hund und Katze sind eigentlich wilde Tiere. Aber seit vielen tausend Jahren sind sie domestiziert, sind Wegbegleiter, Beschützer und geliebte Hausgenossen. Und seit genau so vielen Jahren lautet die ewige Streitfrage: Dürfen mein Hund oder meine Katze in mein Bett? Rund ein Viertel der Millionen Hunde- und Katzenbesitzer haben diese Frage schon längst entschieden: Hund und Katze dürfen mit ins Bett. 

Also ist das eine echte Streitfrage mit Pro und Contra. Gegen Hunde und Katzen im Bett sprechen Gründe die mit der Hygiene und Gesundheit zu tun haben. Dafür finden die Befürworter eher Gründe, die im psychologischen Knuddel- und Schmusebereich zu finden sind. Vor allem dann, wenn Hunde oder Katzen die einzigen und letzten „Bezugspersonen“ im Leben meist alter Menschen geworden sind. Da muss dann jeder Haustierbesitzer für sich selbst entscheiden, ob er seinen geliebten Hund oder die schnurrende Katze in sein Bett lässt. Eines aber steht außer Diskussion: Im Kinderbett haben weder Hunde noch Katzen etwas zu suchen. Das dürfen Sie gar nicht erst einreißen lassen – sonst kriegen sie das Tier nie mehr raus aus dem Bett Ihres Kindes.

Haustiere können alle möglichen Krankheiten übertragen

So schön warm und kuschelig Ihr Liebling im Bett auch sein mag, Sie dürfen nie vergessen: Haustiere können alle möglichen Krankheiten bei so engem Kontakt übertragen. Das nennen die Ärzte Zoonose. Ist genauso ekelig und unangenehm wie es sich anhört. So werden Infektionskrankheiten genannt die vom Tier auf den Menschen, aber auch vom Menschen auf das Tier übertragen werden können. Die bei uns herkömmlichen Haustiere werden Sie zwar nicht mit Maul- und Klauenseuche, mit Ebola oder Affenpocken anstecken, aber es sind etwa 200 Krankheiten bekannt, die durch den engen Kontakt mit unseren Haustieren auf Menschen übertragen werden können. Deshalb dürfen Sie nie vergessen: Haustiere können alle möglichen Krankheiten bei so engem Kontakt übertragen. Also raus aus dem Bett und aus dem Schlafzimmer, denn da haben Haustiere den engsten Kontakt mit Menschen. Das Leben mit einem Tier ist schön – aber es muss nicht im geteilten Bett stattfinden. Hier die wichtigsten Krankheiten, die Sie sich bei Hund und Katze holen können:

  • Am gefährlichsten ist die Tollwut, die in vielen Fällen tödlich verläuft. Normalerweise wird sie durch Bissverletzungen übertragen. Aber das Virus kann schon durch kleinste Verletzungen der Haut oder der Schleimhäute eindringen. Da die Inkubationszeit beim Hund etwa drei Wochen dauert, ist das eine lange Zeit um sich bei ihm anzustecken. Die Symptome beim Hund: Heiseres Bellen, Schluckstörungen und starkes Speicheln, aggressives Verhalten und Lähmungserscheinungen. Schützen können Sie sich und den Hund nur durch eine Impfung.
  • Leptospirose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, Sie können sich durch den Urin oder das Blut Ihres Hundes daran anstecken. Das kann nachts im Schlaf, aber auch tagsüber passieren. Der Hund leidet dann unter Erbrechen, Fieber, Fressunlust und blutigem Stuhl. Beim Menschen äußert sie sich, als hätten Sie eine Grippe. Behandelt wird sie beim Mensch wie beim Hund mit Antibiotika.
  • Fuchs- und Hundebandwurm sind Bandwürmer. Die Übertragung ist noch nicht geklärt, deswegen sollte Sie Ihr Haustier aus dem Schlafzimmer raushalten. Wurden Sie angesteckt, dann bilden sich in verschiedenen Organen Larven die hochgefährlich sind. Ihr Hund sollte regelmäßig entwurmt werden.
  • Durch die unmittelbare Nähe, wenn Sie Ihren Hund im Bett dulden kann auch die Räude übertragen werden, die bei Ihnen eine Art Pseudo-Krätze auslösen kann. Die Symptome beim Hund sind: Haarausfall und Schuppenbildung in den Mundwinkeln, den Augen und an den Vorderbeinen, gerötete Hautstellen und kahle Stellen im Fell. Die Übertragung auf den Menschen findet über Hautkontakt statt. Und im Bett, wenn Sie schlafen, ist die Nähe zum Hund ja sehr groß.
  • Abgesehen von den Krankheiten die Tiere nachts im Schlaf übertragen können – Hunde und auch Katzen haben nachts ein völlig anderes Schlafverhalten als der Mensch. Der Mensch schläft – falls er keine Schlafstörungen hat – etwa sieben bis acht Stunden durch. Tiere wie der Hund oder auch die Katze tun das nicht. Sie wachen nachts mehrmals auf, wechsle den Schlafplatz, sorgen so für Unruhe im Bett. Der Mensch wird dadurch in seinem Schlaf gestört, er schläft unruhig, wacht am nächsten Tag unausgeschlafen auf.

Sie kennen alle diese Probleme, wollen aber trotzdem Ihre geliebten Tiere bei sich schlafen lassen. Dann ist die erste Voraussetzung, dass die Tiere, vor allem Hunde, regelmäßig entwurmt werden, also alle drei Monate. Außerdem müssen Hunde und Katzen absolut floh- und zeckenfrei sein, sonst dürfen sie auf keinen Fall bei Ihnen schlafen. Wenn Tiere schlafen, dann verlieren sie viele Haare. Deshalb dürfen Allergiker oder Asthmatiker niemals mit ihrem tierischen Hausgenossen in einem Bett schlafen.